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Ein Essener verbindet Oldenburg mit Berlin

Zwei Tage dauerte es. Innerhalb kurzer Zeit ist Oberstleutnant d.R. Axel Manter zu einem Reservistendienst im Kommando Territoriale Aufgaben angetreten. Was macht der Essener dort in Berlin?

Axel Manter verbindet dabei den regionalen Führungsstab 2 mit dem Kommando Territoriale Aufgaben.

Foto: privat

coronaviruscovid-19

Ich bin jetzt erstmal auf der Stube“, sagt Oberstleutnant d.R. Axel Manter am Telefon. Doch eigentlich ist er dort eher selten. Er absolviert gerade in Berlin eine Reservistendienstleistung im Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr (KdoTABw) und seine Schicht dauert zwölf Stunden. Eine Woche lang ist er in der Julius-Leber-Kaserne in Berlin, von Montag bis Montag, inklusive Wochenende. Dann hat er eine Woche frei und fährt zurück in seine Heimat nach Essen.

„Insgesamt geht meine Reservistendienstleistung vier Monate“, sagt Manter. Er ist eingesetzt als Verbindungsoffizier der 1. Panzerdivision und sorgt für den reibungslosen Austausch von Informationen zwischen Berlin und Oldenburg, dem Standort der 1. Panzerdivision. In dieser Zeit ist der Informationsfluss sehr wichtig, denn die Bundeswehr hat extra für die Coronavirus-Krise einige Strukturen angepasst und Verantwortungen verschoben. Der Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Schelleis, ist gleichzeitig Nationaler Territorialer Befehlshaber und führt aus Bonn mit seinem Kommando Streitkräftebasis (KdoSKB) die Kräfte der Bundeswehr im Kampf gegen die Pandemie. In der Julius-Leber-Kaserne in Berlin sitzt das Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr – der taktische Arm des Befehlshabers. Dort landen sämtliche Amtshilfeanträge von Behörden der Kommunen und Länder sowie des Bundes. Das sind bisher mehr als 700 solcher Anträge.

Die Bundeswehr packt mit an

Wenn es an Personal und Material mangelt, können die Behörden gemäß Artikel 35 des Grundgesetzes die Bundeswehr in Krisenzeiten um Amtshilfe bitten. Von logistischer Unterstützung bis hin zu Soldaten in Pflegeeinrichtungen, Testeinrichtungen oder nun auch in Gesundheitsämtern zur Nachverfolgung der Infektionsketten – die Bundeswehr packt deutschlandweit mit an.

Überblick: Hier hilft die Bundeswehr

Um diesen Hilfeleistungsgesuchen nachzukommen, führt das Kommando in Berlin vier regionale Führungsstäbe. Der Stab der 1. Panzerdivision stellt den regionalen Führungsstab 2, der für die Bundesländer Hansestadt Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Sachsen-Anhalt zuständig ist.

Wenn Generalmajor Carsten Breuer, Kommandeur des Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, eine Amtshilfe bewilligt, stellen die vier regionalen Führungsstäbe die Soldatinnen und Soldaten und das Material. Axel Manter verbindet dabei den regionalen Führungsstab 2 mit dem Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr. Der erfahrene Reservestabsoffizier Manter hat schon mehrfach im Stab der 1. Panzerdivision in Oldenburg geübt. Im vergangenen Jahr war er noch während der Nato-Übung Noble Jump und als Verbindungsoffizier bei der Nato Forces Integration Unit (NFIU) in Bydgoszcz in Polen eingesetzt.

Zwei Tage bis zur Heranziehung

„Der Beginn der Übung war schon recht kurzfristig“, sagt Manter und meint dabei die zwei Tage, die es gedauert hat zwischen dem Anruf der 1. Panzerdivision und dem Heranziehungsbescheid. Vier Tage später war er schon zur Einarbeitung in Oldenburg und dann ging es sofort nach Berlin. Dort vertritt er die Interessen der 1. Panzerdivision, beschafft Informationen und bereitet sie auf, damit die Hilfe auch dort ankommt, wo sie benötigt wird.

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