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„Ein Privileg, mit dabei sein zu dürfen“




Major d.R. Nicola Winter, frühere Tornado- und Eurofighter-Pilotin, leistete zwei Wochen lang Dienst bei der MSC.

Foto: Sören Peters

MSC

Ohne Reservisten geht es nicht. Das wurde nicht nur bei der Podiumsdiskussion des Reservistenverbandes im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC – Munich Security Conference) deutlich, sondern auch bei der Veranstaltung an sich. Das Landeskommando Bayern und weitere Bundeswehr-Dienststellen hatten bei der Vorbereitung und Durchführung auch auf zahlreiche Reservistinnen und Reservisten gesetzt, sie sorgten für einen reibungslosen und sicheren Ablauf der weltweit beachteten Veranstaltung.

Eine von ihnen ist Major d.R. Nicola Winter. Sie war eingesetzt im Bereich der „Strategischen Partnerschaften“. In dieser Funktion kümmerte sie sich darum, dass die Teilnehmer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Klassisches Event-Management also im komplexen Mikrokosmos MSC. Denn während sich die mediale Aufmerksamkeit meist nur auf die große Bühne im Bayerischen Hof konzentriert, gibt es im Umfeld noch zahlreiche weitere Veranstaltungen unter dem Dach der Münchner Sicherheitskonferenz: Breakfast-Talks, CEO-Lunch, verschiedene Diskussionsrunden rund um die Sicherheitsarchitektur auf der ganzen Welt, im Weltall und im Cyberraum.

Zwei Wochen lang leistete die frühere Kampfpilotin Reservistendienst. Zwar hatte sie schon längere Zeit Lust, wieder die Uniform zu tragen, auf die Möglichkeit, sich im Rahmen der MSC als Reservistin zu engagieren, wurde sie aber dann doch eher zufällig aufmerksam. „Ich habe ein kleines Kind und lebe hier in München“, sagt die 36-Jährige. „Da passte das dann eher in meine Planung, als mehrere Wochen auf dem Fliegerhorst in Rostock-Laage zu verbringen.“

Planung mit der „Corona-Chaos-Komponente“

Die Zeit bei der MSC hatte es dennoch in sich. Die Tage begannen meist um 6.30 Uhr und endeten mit den Abendevents gegen 22.30 Uhr. „Aber bei einer recht flexiblen Zeiteinteilung“, schränkt die 36-Jährige ein. Am Sonntagmittag, als die meisten Veranstaltungen abgehakt waren, fiel der Druck merklich von ihr ab. Auch wenn die MSC dieses Jahr kleiner war als sonst, standen die Organisatoren vor größeren Herausforderungen als in den Jahren zuvor. Neben den üblichen Schutzmaßnahmen für die hochrangigen Politikerinnen und Politiker – darunter 30 Staats- und Regierungschefs – kam noch einmal eine gewisse „Corona-Chaos-Komponente“ dazu, wie die 36-Jährige berichtet.

Jeder Teilnehmer musste bei Ankunft einen PCR-Test vorlegen, nicht älter als 48 Stunden; zudem erfolgten vor Ort tägliche PCR-Testungen. Nicht alle waren negativ. „Aber darauf hatten wir uns im Vorfeld schon eingestellt“, sagt Winter. Auch dass viele Veranstaltungen hybrid stattfanden, also mit reduziertem Saalpublikum, dafür aber mit Livestream ins Internet, gab es in dieser Form bislang nicht. Die Begrenzung der Personenzahl bei vielen Events erforderte Fingerspitzengefühl. „Es gibt eine recht strenge Hierarchie, wer für welche Veranstaltung zugelassen wird“, berichtet Winter.

Trotz der stressigen Tage empfindet Nicola Winter es als „Privileg, im Hintergrund mit dabei sein zu dürfen“. Wer selbst Lust hat, die prestigeträchtige Konferenz als Reservistin oder Reservist zu unterstützen, sollte aufmerksam die .loyal lesen. Im vergangenen Jahr machte die MSC in der Sommerausgabe Juli/August per Anzeige auf die Möglichkeit einer Reservedienstleistung aufmerksam. In diesem Zeitraum werden auch die Stellenangebote auf der Webseite der MSC veröffentlicht. Halten Sie also die Augen offen!

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