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Einblick in die Arbeitsweise befreundeter Streitkräfte




Beim CIOR/CIOMR/NRFC-Kongress in Fulda haben am Dienstagmorgen die Arbeitssitzungen begonnen. Parallel dazu starteten die Militärsportler auf dem Truppenübungsplatz in Hammelburg ihren Fünfkampf. Wir geben einen Überblick über das Tagesgeschehen.

In den Seminaren geht es vor allem darum, sich mit der Arbeitsweise der befreundeten Streitkräfte vertraut zu machen. Im Young Reserve Officers Workshop (YROW) beispielsweise erklärte Generalmajor Werner Weisenburger den internationalen Gästen das Konzept der Inneren Führung und das Prinzip des Staatsbürgers in Uniform. Das Recht, sich als Soldat einer politischen Partei anzuschließen, sei längst nicht in allen Ländern selbstverständlich, nannte der General als eines von vielen Beispielen.

Zudem erklärte er den jungen Reserveoffizieren, wie Führen nach Auftrag funktioniert: "Der Bataillonskommandeur gibt nur vor, dass die Kompanie von Fulda nach Frankfurt gelangen muss", beschrieb Weisenburger in einem fiktiven Beispiel. "Ob der Kompaniechef den Weg über Dorf X wählt oder lieber den Fluss Y überquert, ist seine Entscheidung. Hauptsache, der Auftrag wird ausgeführt." Weitere Gesichtspunkte in seinem kompakten Vortrag waren der Stellenwert von Fremdsprachenkenntnissen und interkultureller Kompetenz: "Wenn Sie in Mali sind, müssen Sie die Afrikaner verstehen und wissen, welche Nichtregierungsorganisationen vor Ort agieren."

Simulation der internationalen Verwendung
Da interkulturelle Kompetenz, das Beherrschen von Fremdsprachen und internationale Erfahrung eben nicht nur bei Führungskräften in der freien Wirtschaft gefragt sind, sondern auch bei Offizieren, setzt die Confédération Interalliée des Officiers de Réserve genau dort ihren Hebel an. "Was wir in CIOR und vor allem beim jährlichen Sommerkongress machen, ist eine Simulation der internationalen Verwendung", sagte bereits im Vorfeld Kongressdirektor Dr. Hans-Jürgen Schraut, Vizepräsident für Internationales beim Reservistenverband und ehemaliger CIOR-Präsident – wir berichteten.

Deutsche Wettkämpfer gewinnen Schießwettbewerbe
Zum Auftakt der Military Competition (MilComp), also dem Militärischen Fünfkampf, standen heute die Schießdisziplinen auf dem Programm. Die größte Herausforderung für die Wettkämpfer ist das sogenannte "rapid fire", das heißt: Schießen unter Zeitdruck. In der Disziplin mit dem Sturmgewehr G3 sind es neun Schuss in einer Minute, beim Wettbewerb mit der Pistole P8 neun Schuss in nur 25 Sekunden. In den Einzelwertungen gewann Christian Fritzsche vom Team "Deutschland 3". In der Teamwertung belegte "Deutschland 3" ebenfalls den ersten Rang vor "Deutschland 2" und "International 2". Zu den Ergebnissen geht es hier entlang.

CIOMR: Erstversorgung im Einsatz
Eine weitere Übung, die es in Hammelburg zu sehen gab, war die sogenannte Tactical Combat Casualty Care (TCCC), also Verwundetenversorgung im Gefecht von CIOMR (Confédération Interalliée des Officiers Médicaux de Réserve). Die Wettkämpfer mussten Verletzte versorgen und gleichzeitig die Umgebung sichern. Interessant war, wie die Mannschaften aus verschiedenen Ländern auf ein und dasselbe Szenario reagierten. "Die Teams haben sich viel einfallen lassen, da war so viel Kreativität dabei", sagte Dr. Hermann Caspar Römer, Oberstarzt der Reserve und Mitglied der Jury. "Manche Teams konzentrieren sich auf Soforthilfe für die Verletzten, andere sichern erst einmal das Gelände und gehen keinerlei Risiken ein", so Römer.  Er ist auch Vorstand des Arbeitskreises Sanitätsdienst (AKSan) im Reservistenverband.

Den Tag ließen die meisten Gäste beim Deutschen Abend im Vonderau-Museum in Fuldas Stadtmitte ausklingen. Bereits bei der Eröffnungszeremonie am gestrigen Montag hatte der Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr und Beauftragter für Reservistenangelegenheiten, Generalleutnant Peter Schelzig, die deutschen Gastgeber ermutigt, die internationalen Gäste mit der positiven Stimmung, die während der Fußball-Weltmeisterschaft herrschte, noch einmal anzustecken – getreu dem Motto "Die Welt zu Gast bei Kameraden".
 

Andelka Krizanovic / Sören Peters

Bild oben:
Generalmajor Werner Weisenburger erklärte im Young Reserve
Officers Workshop nicht nur jungen Reserveoffizieren das Prinzip
des Staatsbürgers in Uniform. (Foto: Sören Peters)

Bild Mitte:
Bei der Disziplin mit dem Sturmgewehr G3
war das Team Deutschland 3 erfolgreich.
(Foto: Nadja Klöpping)

Bild unten:
Das dänische Damen-Team bei der Verwundeten-
versorgung unter Gefechtsbedingungen (TCCC).
(Foto: Andelka Krizanovic)

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