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Einsatz statt Übung: Bremer RSU-Kompanie hilft an der Elbe




Der Scheitel des Elbe-Hochwassers schiebt sich weiter Richtung Norden. Während sich die Lage in Sachsen entspannt, bereitet sich Niedersachsen auf das Schlimmste vor. Das Landeskommando Bremen hat daher gemeinsam mit der Landesgruppe entschieden, eine für das kommende Wochenende geplante Ausbildung der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanie umzuwandeln – in einen realen Einsatz.

Statt auf dem Übungsplatz verbringen die Angehörigen der Kompanie das Wochenende nun im Einsatz. Gemeinsam mit Teilen der niedersächsischen RSU-Kompanien, bzw. mit Bewerbern für diese, dem Aufklärungsbataillon 3 in Lüneburg unterstellt. 55 Reservisten haben sich bislang gemeldet. "Wenn man bedenkt, dass sich die Reservisten für den Einsatz eine Einverständniserklärung vom Arbeitgeber holen mussten, ist das eine ganz ordentliche Zahl", sagte ein Sprecher. Einsatzraum soll der Landkreis Lüchow-Dannenberg sein. In Niedersachsen ist die Kompanie "Solling" bereits in Dienst gestellt. Zwei weitere Einheiten befinden sich im Aufbau. Zur Betreuung der RSUKr hat das Landeskommando Niedersachsen bereits ein Verbindungskommando bei Aufklärungsbataillon installiert.

Thüringische Einheiten werden abgezogen
Ihren Einsatz hinter sich hat dagegen die RSU-Kompanie Thüringen. Eingegliedert in ihren Patenverband, das Führungsunterstützungsbataillon 383, unterstützten die Reservisten beim Fluteinsatz in Dresden. Aufgrund der sich stabilisierenden Pegelstände wurde ein Teil der zuvor in Sachsen und Sachsen-Anhalt eingesetzten Einheiten abgezogen. Die noch verbliebenen Verbände sollen bis spätestens Donnerstag an ihre Heimatstandorte zurückkehren, danach jedoch für den Fall der Fälle in einer Zwölf-Stunden-Bereitschaft verbleiben, teilt das Landeskommando in Erfurt mit.

Bayerische Reservisten räumen auf
50 Bewerber für die noch aufzustellenden RSU-Kompanien "Oberpfalz" und "Niederbayern" meldeten sich freiwillig für das vergangene Wochenende. Nach knapp 24 Stunden waren die Reservisten einsatzbereit. Aufgaben waren unter anderem, die Autobahn 92 bei Deggendorf wieder befahrbar zu machen und die Unterstützung der Bevölkerung bei den Aufräumarbeiten.

Rund 800 Reservisten im Einsatz
Insgesamt sind derzeit mehr als 300 Reservisten beim Kommando Territoriale Aufgaben erfasst, der Großteil in den Kreis- und Bezirksverbindungskommandos. Rund 500 weitere Reservisten engagieren sich aktuell mit ihrer Reservistenkameradschaft – nach Absprache mit dem Landeskommando oder den entsprechenden Landräten – in Eigeninitiative oder packen in zivil mit an. Die RK Dresden IV etwa unterstützte beim Aufbau von Notunterkünften und schleppte Sandsäcke. Die RK Hagenow stellte eine Palette Wasser, Bockwürste und Brötchen zur Verfügung, als die Sandsackbefüllstation Dömitz keine Verpflegung mehr hatte. Unterm Strich sind es rund 800 Reservisten, die sich im Hochwasserschutz einsetzen.

Kommando Territoriale Aufgaben rät von Reisen "auf eigene Faust" ab
Da immer mehr Reservisten – auch aus nicht betroffenen Gebieten – fragen, wann sie angefordert werden, teilt das Kommando Territoriale Aufgaben folgendes mit: "Die zuständigen Landeskommandos regeln den Einsatz dieser Kräfte. Es ist nicht beabsichtigt, unbeorderte Reservisten zum Hochwassereinsatz aufzurufen. Von unabgestimmten Reisen ins Hochwassergebiet oder zu militärischen Dienststellen wird dringend abgeraten. Alle beorderten Reservisten können sich diesbezüglich bei ihren zuständigen Mob-Truppenteilen melden. Die zivile Teilnahme im Rahmen der Unterstützung von THW , Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen bleibt davon unbenommen."

Aktuelle Informationen der Bundeswehr

Sören Peters

Bild oben:
RSU-Soldaten aus Thüringen beim
Befüllen und Verladen von Sandsäcken.
Die Aufnahme entstand vergangene Woche
beim Hochwasser-Einsatz in Dresden.
(Foto: Nadja Klöpping)

Bild unten:
Hilfe geht auch ohne Dienstkleidung. Hier packen
zivile Hochwasser-Helfer in Halle/Saale mit an.
(Foto: Katharina Bast)

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