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Ernst-Reinhard Beck mit neuem Minister in Afghanistan




Der Ehrenpräsident des Reservistenverbandes und verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Ernst-Reinhard Beck, hat den Verteidigungsminister Dr. Thomas de Maizière am vergangenen Samstag bei dessen erstem Truppenbesuch in Afghanistan begleitet. In nur 48 Stunden reisten die Politiker von Berlin nach Afghanistan und zurück, besuchten am Hindukusch – wie berichtet – die deutschen Feldlager in Kabul, Masar-i-Scharif, Kundus und Faizabad.

Der neue Verteidigungsminister wurde von den Soldaten in Afghanistan sehr gut aufgenommen. "Er käme als Lernender und wolle sehen, wo den Soldaten der Schuh drücke", zitiert Ernst-Reinhard Beck den Minister gegenüber dem Reservistenverband.

Truppenreduzierung ab Jahreswechsel 2011/2012 denkbar
In den deutschen Medien wird seit vergangener Woche darüber berichtet, dass die Afghanen ab Juli dieses Jahres die Verantwortung für die Sicherheit über Teile ihres Landes selbst übernehmen sollen. Beck stellt einen verbreiteten Irrglauben richtig: "Es wird nicht so sein, dass wir die Verantwortung für Masar-i-Scharif an die Afghanen übergeben und unsere Soldaten nach dem 1. Juli nach Hause schicken können". Vielmehr müsse man sich die Übergabe als einen stufenweisen Prozess vorstellen, indem die Aufgaben in immer größerem Umfang von den afghanischen Sicherheitskräften selbst wahrgenommen werden sollen, erläutert Beck. Sollte dieser Prozess erfolgreich ablaufen, hält Beck eine Reduzierung deutscher Kräfte ab dem Jahreswechsel 2011/2012 für denkbar.

Besuche bei Politikern, Befehlshaber und Soldaten
Bei dem Besuch am Wochenende kamen die deutschen Politiker auch mit dem afghanischen Staatspräsidenten Hamid Karzai und US-General David Petraeus, dem Nato-Oberbefehlshaber der Isaf-Schutztruppe, zusammen. Beide berichteten von zunehmenden Erfolgen von Isaf bei der Aufstandsbekämpfung und von wachsendem Vertrauen der Bevölkerung in die internationale Gemeinschaft. In den Feldlagern nahm sich de Maizière jeweils Zeit für Gespräche mit Soldatinnen und Soldaten aller Dienstgradgruppen. "Er nimmt seine Aufgabe mit Herzblut wahr. Der Minister überzeugt durch Klarheit und Sachlichkeit. Auf ihn können wir uns verlassen", fasste Beck seine Eindrücke zusammen.

Minister nimmt Abgeordnete mit
Auch die verteidigungspolitischen Sprecher der FDP, Elke Hoff, und der Linkspartei Paul Schäfer, gehörten zur Delegation. "Es ist üblich, dass der Minister parteiübergreifend verantwortliche Politiker des Verteidigungsausschusses mitnimmt. Dadurch wird die gemeinsame Verantwortung von Minister und Parlament für die Soldatinnen und Soldaten im Einsatz zum Ausdruck gebracht", so Beck.

Detlef Struckhof

Bild oben: Ernst-Reinhard Beck MdB ist
Ehrenpräsident des Reservistenverbandes
(Archivfoto: Deutscher Bundestag, Lichtblick,
Achim Melde)

Bild unten: Verteidigungsminister Dr. Thomas de Maiziere
unterhält sich mit deutschen Soldaten
im Feldlager Masar-i-Scharif
(Foto: Bundeswehr, Schöne, flickr.com)

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