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Erste „Goldene Eule“ an junge Wissenschaftler verliehen




Ein neues Kapitel in der akademischen Nachwuchsförderung ist aufgeschlagen: Erstmalig hat der Bundesverband Sicherheitspolitik an Hochschulen (BSH) den mit 1.000 Euro dotierten Preis "Goldene Eule" in Blankenfelde-Mahlow bei Berlin an junge Akademiker verliehen. BSH-Bundessprecher Alexander Schröder: "Mit dem Preis wollen wir die sicherheitspolitische Debatte in der Öffentlichkeit anregen und jungen Wissenschaftlern einen Anreiz geben, sich mit sicherheitspolitischen Fragen zu  beschäftigten – aus historischer, politologischer, wirtschaftlicher, philosophischer oder soziologischer Perspektive."

Auf 30 Seiten sollten junge Wissenschaftler sich auf das Wesentliche eines Themas konzentrieren. Sechs Monate hatten sie Zeit, ihre Analysen auszuarbeiten. Den Autoren der drei preisgekürten Arbeiten wurde nun auf der 18. Bundesdelegiertenversammlung des Reservistenverbandes die "Goldene Eule" überreicht: Diplom-Soziologin Dinah Schardt, die aus Heidelberg anreiste, freute sich über den ersten Preis in der Kategorie "Doktorand". Janina Kraus aus Dresden siegte in der Kategorie "Diplom, Master, Magister". Stefan Schumacher, Mitbegründer des Magdeburger Instituts für Sicherheitsforschung und Student der Bildungswissenschaft und Psychologie an der Universität Magdeburg, konnte seinen ersten Preis in der Kategorie "Bachelor" nicht persönlich entgegennehmen. Dies tat für ihn Jörg Sambleben aus Magdeburg, der ehemaliges Mitglied des BSH-Vorstandes ist.

Professor Dr. Volker Schmidtchen, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Wirtschafts- und Sicherheitsstudien FIRMITAS in Witten, lobte die hohe Qualität der Untersuchung von Janina Kraus. Ihre akribische Arbeit über den "Rückhalt der Bundeswehr bei den Fraktionen des Deutschen Bundestages" sei ein Thema von hoher Relevanz. Janina Kraus, Jahrgang 1985, studierte Politikwissenschaften sowie Neuere und Neueste Geschichte an der Technischen Universität Dresden.

"Nichts ist gut in Afghanistan"
Christian Faul, Vizepräsident für sicherheitspolitische Bildung hielt die Laudatio auf den herausragenden Beitrag zum Thema "Ethik auf schmalem Grat" von Dinah Schardt. Die Diplom-Soziologin, Jahrgang 1983, studierte Soziologie, Sozialpsychologie und Politikwissenschaften an der LMU München. In ihrem Essay untersucht sie den politischen Umgang mit Tod und Verwundung im Afghanistaneinsatz aus ethischer Perspektive.

"Die Bundeswehrkommunikation ist gleichzeitig auch eine Krisenkommunikation. Für den Soldat als Staatsbürger in Uniform werden in jüngster Vergangenheit Tod und Verwundung zu einem Thema, das nicht selbstverständlich ist. Entsprechend hat man ein ethisches Problem, eine ethische Krise, mit der sich nicht nur die Innere Führung, sondern auch die Gesellschaft auseinandersetzen muss", sagt Dinah Schardt. Dabei ist die Sichtbarmachung und der Anstoß öffentlicher Debatten schon Teil einer ethischen Lösung: "Ein guter politischer Umgang mit dem militärischen Tod kann nur darüber erlangt werden, dass dieser in Form von Krisen thematisiert wird."

Die Siegerarbeiten und weitere hervorragende Essays sind in dem Sammelband "Die sicherheitspolitische Streitkultur in der Bundesrepublik Deutschland" im Meine Verlag Magdeburg erschienen. Die "Goldene Eule" wird zukünftig alle zwei Jahre, alternierend mit dem "Goldenen Igel", dem Medienpreis des Reservistenverbandes vergeben.


Barbara Damm

Bild oben: Die Preisträger der "Goldenen Eule"
mit Vertretern des Reservistenverbandes nach
der Preisverleihung (Foto: Barbara Damm).

Bild unten: Zwei Preisträgerinnen freuen sich:
Janina Kraus und Dinah Schardt
(Foto: Wilhelm R. Schreieck).

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