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Esel nach zwei Wochen in die Reserve entlassen!




Vielerorts Enttäuschung: Esel Hermann ist nach knapp zwei Wochen schon wieder aus dem Dienst entlassen worden! Den neuesten Informationen aus Afghanistan zufolge hat Hermann die Tauglichkeitskriterien nicht erfüllt: Nach Angaben von Fachleuten hat er sich geweigert, neben dem Tragen von schweren Waffen und Munition im Unruhedistrikt Char Darah, auch noch über Wassergräben zu steigen.

Ein zusätzlicher Grund könnte auch sein, dass die Kameraden, die für seine Pflege zuständig waren, durch das übliche Rotationsverfahren gewechselt haben. Das hat ihn offensichtlich noch störrischer werden lassen – denn das Betreuungspersonal nannte ihn – wie berichtet – je nach Laune auch Ferdinand oder Fridolin. Doch warum auch immer: Hermann ist wieder verkauft worden. Oder, wie ein Sprecher der Bundeswehr scharfsinnig bemerkte: "Hermann ist zur Reserve übergegangen!"

Als die so erwähnte Reserve daraufhin anzüglich nachfragte, ob die Bundeswehr damit sagen wollte: "Gleich und gleich gesellt sich gern", beeilte sich ein Sprecher des Verteidigungsministeriums zu beschwichtigen: "Wir haben Kamerad Hermann sehr geschätzt und wollen ihn als Kameraden genauso behalten, wie die gesamte Reserve als wichtigen Teil der Bundeswehr."

Ein Gutes hat Hermanns kurze Dienstzeit aber für sich: Sein Auftauchen an der Front hat dem Wetzlarer Verein "Freunde von Herman" – die die Freunde eines anderen Esels sind, der sich mit einem n schreibt und aus Stein ist – dazu animiert, in einer wohltätigen Aktion sogenannte Bierpatenschaften anzubieten: Für 15 Euro kann ein Bierkasten der Marke "Eselstoff" an die deutschen Soldaten in Afghanistan verschickt werden. Als besonders schönen Zusatz bekommen die Bierpaten die Möglichkeit, jedem gespendeten Kasten einen Brief mit Weihnachtswünschen an die Soldaten fern der Heimat beizulegen.

"Der Gedanke hinter dieser Aktion ist, dass viele der Kameraden, die zurzeit in Afghanistan stationiert sind, Weihnachten nicht zu Hause sein können – und so sollen ihnen wenigstens einheimisches Bier und gute Wünsche die Weihnachtszeit in der Ferne versüßen",  so Henner Befort, Mitbegründer des Vereins. "Außerdem soll damit die Öffentlichkeit daran erinnert werden, dass an den Feiertagen Soldaten für uns alle in Afghanistan unterwegs sind." Ein guter Gedanke, denn zurzeit sind 4.955 deutsche Soldaten dort stationiert und 400 davon sind Reservisten.

Also dann Hermann: Prost!

 

Eva Jakubowski

Bild oben: Esel verlässt Lager
(Foto: Bundeswehr, Kazda, Flickr.com)

Bild unten: Maskottchen der "Freunde von Herman"
mit seinen Freunden beim Bier
(Foto: Archiv "Freunde von Herman")

 
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