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Feierliche Indienststellung der RSU-Kompanien Hessen




Bei hochsommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein wurden die Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanien Nord- und Südhessen am vergangenen Freitag durch den Stellvertreter des Inspekteurs der Streitkräftebasis und Beauftragten für Reservistenangelegenheiten, Generalmajor Erich Pfeffer, im Wiesbadener Schloss Biebrich offiziell in Dienst gestellt.

Bei der Zeremonie waren – neben vielen weiteren hochrangigen Vertretern aus Politik, Polizei und Wirtschaft – der Staatssekretär im Hessischen Innenministerium, Werner Koch sowie Wolfgang Schneiderhan, General a. D. und ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr, vertreten. Im Mittelpunkt des feierlichen Appells standen jedoch eindeutig die Soldatinnen und Soldaten der beiden RSU-Kompanien.

Landeskommando hebt das Engagement der Freiwilligen hervor
"Der Anlass des heutigen Appells ist die sichtbare Verstärkung der Kräfte der Reserve in Hessen, die einen wichtigen Beitrag zur Hilfe für die Bürger im Katastrophenfall leisten können", so Brigadegeneral Eckart Klink, Kommandeur des Landeskommandos Hessen, in seiner Ansprache. Es sei nicht selbstverständlich, sich in einer Zeit, in der es keine formale Verpflichtung mehr gibt, für das Gemeinwohl einzusetzen. Brigadegeneral Klink gab den Reservedienstleistenden mit auf den Weg, schnellstmöglich Einheiten zu bilden, die durch "Kameradschaft, Kompetenz und höchste Verlässlichkeit überzeugen".

Ein Herz für die Heimat
Generalmajor Erich Pfeffer zeigte sich in seiner Rede dankbar, auf die Reservisten "in diesen besonderen Zeiten der Umstrukturierung der Bundeswehr zählen zu können". Sie seien ein unverzichtbares Bindeglied der Gesellschaft und "die aktiven Truppenteile sind mehr denn je auf Reservisten angewiesen", so Pfeffer. Insbesondere deren Expertise werde dringend benötigt. Die regionale Bindung der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte sei dabei ein großer Vorteil, da nur so eine schnelle Hilfe und Unterstützung durch die Bundeswehr zu gewährleisten sei. "Ihre angetretenen Soldaten sind ein solides Fundament der Kompanien. Ich habe größten Respekt und Hochachtung für Ihre Arbeit. Packen Sie beherzt zu und übernehmen Sie Verantwortung", mit diesen Worten wandte sich Generalmajor Pfeffer direkt an die beiden Kompaniechefs Hauptmann d.R. Egbert Schönherr (RSU-Kompanie Südhessen) und Hauptmann d.R. Sebastian Laufer (RSU-Kompanie Nordhessen). Er betonte zudem, dass die Reservedienstleistenden mit ihrem freiwilligen Engagement ein Herz für ihre Heimat bewiesen. Mit einem "Herzlich Willkommen in der Streitkräftebasis“ beendete Pfeffer seine Ansprache.

Lob und Unterstüzung kommt auch von Seiten der Politik
Werner Koch, Staatssekretär im Hessischen Innenministerium, übermittelte den Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräften die Grüße der Landesregierung – insbesondere von Ministerpräsident Volker Bouffier und Innenminister Boris Rhein. Koch begrüßte ausdrücklich die Neuausrichtung der Bundeswehr und die flächendeckende Bereitstellung von RSU-Kräften unter Führung der Landeskommandos. "Die neue Struktur bietet Reservisten eine attraktive Möglichkeit, sich weiter für Land und Gesellschaft einzusetzen", ist sich Koch sicher. Die ehrenamtliche Tätigkeit der Reservedienstleistenden gehe weit über das normale Maß hinaus. An die beiden RSU-Kompanien gewandt, sagte der Staatssekretär: "Sie werden ein starkes Bindeglied zwischen den Streitkräften und der Bevölkerung sein". Die Hessische Landesregierung wird das Vorhaben aktiv unterstützen und "auch in Zukunft ein zuverlässiger Partner der Bundeswehr sein", so Koch. Den ehrenamtlichen Soldatinnen und Soldaten wünschte er abschließend "eine stets erfolgreiche und gesunde Rückkehr aus den Einsätzen".

Patenverbände stehen an der Seite der RSU-Kompanien
Im Anschluss an die Ansprachen erfolgte bei festlicher Stimmung die Übergabe der Kompaniewimpel durch Brigadegeneral Eckart Klink an die beiden RSU-Kompaniechefs, die dem Kommandeur offiziell die Übernahme ihrer Einheiten Nord- und Südhessen meldeten. Eine wichtige Stütze der RSU-Kompanien werden künftig deren Patenverbände sein. Der RSU-Kompanie Südhessen sind gleich zwei davon zur Seite gestellt: das Amt für Flugsicherung der Bundeswehr mit Sitz in Frankfurt am Main und das Lazarettregiment 21 in Rennerod. Die RSU-Kompanie Nordhessen wird vom Bataillon Elektronische Kampfführung 932 mit Sitz in Frankenberg/Eder unterstützt. Als Zeichen der Verbundenheit unterzeichneten im Anschluss an den Aufstellungsappell Brigadegeneral Eckart Klink, Oberstleutnant Elmar Henschen, Kommandeur des Bataillons Elektronische Kampfführung 932, Major René Scheerer, S3-Stabsoffizier im Lazarettregiment 21, sowie Oberst Werner Itzelberger, Kommandeur Amt für Flugsicherung der Bundeswehr, die Patenschaftsurkunden und tauschten diese mit den beiden Kompaniechefs aus. Die Patenverbände werden die beiden RSU-Kompanien aktiv unterstützen und unter anderem Truppenübungsplatz und Ausrüstung bereitstellen.    
 

Sandra Sander (Landeskommando Hessen)

Bild oben: Die Übergabe des Kompaniewimpel durch
Brigadegeneral Eckart Klink.
Foto: Jan Pitzer

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