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Feldpost: Seit 20 Jahren eine Brücke in die Heimat




Sie stellen nicht nur Post zu, sie überbringen Emotionen: Seit 20 Jahren ist die Feldpost im Auslandseinsatz. Das sind zwei Jahrzehnte, in denen die Postler den Soldaten nicht nur Sendungen überreicht, sondern vor allem auch Brücken in die Heimat gebaut haben. Gewährleistet wird der Betrieb ausschließlich durch Reservisten.

Einer dieser besonderen Postboten ist Bootsmann d.R. Roger Ludewig. In seiner Zeit bei der Feldpost hat er Sonnen- und Schattenseiten erlebt. "Einerseits macht es viel Spaß: Als Feldpostler stellst du den Soldaten Sendungen aus der Heimat zu. Das ist eine schöne Arbeit. Doch es gibt auch schwierige Momente. Wenn du vor Ort mitbekommst, dass Soldaten gefallen sind, merkst du: Als Feldpostler hast du einen anderen Job zu erledigen als in der  Zustellung zu Hause."

1992 gingen die ersten Briefe ins Ausland, bei einem humanitären Einsatz der Bundeswehr in Kambodscha. Seither haben sich rund 3.000 Postmitarbeiter für den Dienst bei der Feldpost gemeldet. Ob in Afghanistan, auf dem Balkan oder in Usbekistan: Sie befördern Briefe und Pakete, stellen Sendungen zu und bieten Dienstleistungen der Postbank an. Allein im Jahr 2011 haben sie 2.000 Tonnen Feldpost bearbeitet.

Feier im Post Tower
Generalleutnant Manfred Engelhardt betonte bei einer Jubiläumsfeier im Bonner Post Tower, wie wichtig der Dienst der Feldpostler ist: "Sie bauen Brücken in die Heimat." Diethelm Scholle, Fregattenkapitän der Reserve und Feldpostbeauftragter DPDHL, erhielt bei der Veranstaltung das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold für seine Verdienste.

Ein stimmungsvoller Rahmen, in dem sich auch Feldpostler wie Ludewig, seine Kollegen Bernd Meister und Dirk Bartosch austauschen konnten. Allesamt sind sie gelernte Zusteller, die sich entschieden haben, den Job in Deutschland zeitweise gegen den bei der Feldpost einzutauschen. Seit Jahren leisten sie dort Dienst, sind einige Monate im Auslandseinsatz und arbeiten dann wieder im eigentlichen Beruf bei der Deutschen Post in Deutschland. Dass das nicht immer leicht ist, wissen sie. Dass ihre Familien Bedenken haben, wenn es wieder ins Ausland geht, ist ihnen bewusst, auch wenn in der 20-jährigen Geschichte noch kein Feldpostler verletzt wurde oder gar gefallen ist. "Ich bereue es nicht, mich bei der Feldpost gemeldet zu haben", sagt Meister. "Wir haben eine verantwortungsvolle Aufgabe, und wir machen sie gerne." Bartosch ergänzt: "Mit unserer Arbeit sorgen wir mit dafür, dass für die Soldaten der Kontakt zur Heimat nicht abbricht. Das gibt denen Kraft, auch schwierige Zeiten durchzustehen."

Pressemitteilung der Deutschen Post

(spe)

Bild oben:
Oberfeldwebel d.R. Bernd Meister,
Bootsmann d.R. Roger Ludewig und
Oberstabsgefreiter d.R. Dirk Bartosch
stellen im Einsatz Briefe und Pakete zu.
(Foto: PR)

Bild unten:
Fregattenkapitän d.R. Diethelm Scholle ist
DPDHL-Feldpostbeauftragter. Er erhielt das
Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold.
(Foto: André Werres/SkUKdo)

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