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Freizeit im Dienst für die Gesellschaft




Hauptgefreiter d.R. Alexander Balbach ist im Zivilberuf bei der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg tätig.

Foto: Bundeswehr/Jeanette Otterbein

Bayernlandesregiment

Alexander Balbach ist als Ungedienter zur Reserve gekommen. Der gelernte Medienfachwirt arbeitet im zivilen Leben im Stab Presse-Marketing der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Als Hauptgefreiter engagiert er sich seit 2017 in der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungs-Kompanie Mittelfranken. Sie ist eine der drei RSU-Kompanien, die im Landesregiment Bayern zusammengefasst sind. Im Interview spricht er über seinen Werdegang und seine Erfahrungen.

Wie haben Sie von der Möglichkeit erfahren, sich in den Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanien und somit im Landesregiment Bayern zu engagieren?
Im Gespräch mit meinen Arbeitskollegen, kamen wir auf das Thema Bundeswehr zu sprechen. Mein Kollege, ein Hauptmann der Reserve, berichtete mir von der Möglichkeit, sich als Ungedienter bei der Bundeswehr zu engagieren. Die notwendigen Informationen zu diesem Konzept erhielt ich von meinen Kollegen und vom Karrierecenter der Bundeswehr in Nürnberg. Das Informationsmaterial, das ich in Nürnberg erhalten habe, beinhaltete alle Antworten auf meine Fragen.

Wie ging es weiter, nachdem Sie sich informiert hatten?
Dem Entschluss, eine zweite Karriere im militärischen Bereich zu beginnen, stand nichts mehr entgegen. Der nächste Schritt war nun, Soldat zu werden. Dies setzte ich durch mein Gelöbnis am Ende einer Reserve-Übung der RSU-Kompanie Mittelfranken im November 2017 in Roth in die Tat um. Die Inhalte der Übung und der Ausbildungsplan haben mich sehr angesprochen. Daher meldete ich mich beim Kompaniefeldwebel der RSU-Kräfte, um den Termin für meine soldatische Grundausbildung zu erfahren. Die Chemie zwischen der Kompanie und mir passte, und zufällig war auch noch eine Stelle frei.

>> Freie Stellen für Reservisten in Bayern

Was motiviert Sie dazu, in Ihrer Freizeit die Bundeswehr zu unterstützen?
Die Bundeswehr bietet vielfältige Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung. Ihr Fokus liegt gerade für Soldaten in den Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanien auf körperlicher Belastbarkeit, vom Sport über Erste-Hilfe-Ausbildung bis zu Sicherungsaufgaben im Objektschutz. Mich in meiner Freizeit in den Dienst der Gesellschaft zu stellen, war mir ein persönliches Anliegen. Daher ist die Bundeswehr meine erste Wahl für mein Freizeit-Engagement gewesen.

Was sind bis jetzt Ihre persönlichen Höhepunkte bei den Ausbildungen und Übungen?
Neben dem ersten Biwak und der Fahrt mit einem Transportpanzer Fuchs war die Bewältigung der Schneemassen in Oberbayern im Januar 2019 sicher mein bisher prägendstes Erlebnis als Reservist. Dort waren auch bayerische RSU-Kräfte im Kampf gegen die Schneemassen beteiligt. Für mich war es selbstverständlich, zu helfen. Nachdem ich die Situation mit meiner Familie besprochen hatte, kontaktierte ich meinen zivilen Vorgesetzten, der mich sofort für den Einsatz freistellte. Nach mehreren Telefonaten im Kameradenkreis stand die Fahrgemeinschaft zum Landeskommando nach München an.

Symbolbild für gelungene Zivil-Militärische Zusammenarbeit: Die Bundeswehr unterstützte Anfang 2019 das THW und die Feuerwehr bei Räumen von Schneemassen in Bayern.

Wie sah dieser Einsatz konkret aus?
Unser Einsatzgebiet war Reit im Winkl. Die Schneemassen, auf die wir dort trafen, waren gigantisch. Nachdem ich mit einem fahrbaren Kran im Geschirr auf das Dach der Grundschule gehoben wurde, ging die Arbeit so richtig los. Schaufel um Schaufel schippte ich zusammen mit meinen Kameradinnen und Kammeraden Schnee vom Dach – eine kräftezehrende Arbeit. Gerne denke ich an die älteren Einwohner zurück, die sich so herzlich bedankt haben, dass die Bundeswehr dem Hilferuf gefolgt war. Auf der Heimreise kam mir der Slogan „Mach, was wirklich zählt“ aus einer Werbekampagne der Bundeswehr in den Sinn. Besser hätte man den Einsatz nicht beschreiben können.

Wie lässt sich das Engagement für die Bundeswehr mit Ihrem zivilen Berufsleben vereinen?
Meine Entscheidung, mich einplanen zu lassen, warf bei Kolleginnen und Kollegen in der Bundesagentur für Arbeit anfänglich einige Fragen auf. Meinen Antworten und Berichten aus dem Dienstalltag folgten jedoch rasch Akzeptanz und Anerkennung. Es ist schön zu wissen, dass der Arbeitgeber, meine Vorgesetzten, meine Kolleginnen und Kollegen hinter mir stehen und mich darin unterstützen, meine militärischen Kenntnisse und Fertigkeiten weiter zu entwickeln, um somit einen qualifizierten Dienst an der Gesellschaft leisten zu können.

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