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Gaminger Initiative trifft sich in Pula




Herbsttagung der "Gaminger Initiative" im kroatischen Pula
Vom 20. bis 23. September 2007 trafen sich die Delegationen der "Gaminger Initiative (GI)" zu ihrem traditionellen Herbsttreffen "GAMING II" im kroatischen Pula. Die GI ist ein Zusammenschluss der mitteleuropäischen Offiziersgesellschaften und Reservistenverbände aus Deutschland, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, der Schweiz, Slowenien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn. Die kroatische Reservistenvereinigung (CMROA) organisierte unter der Leitung von Oberst Ljubomir Cerovac eine höchst informative und abwechslungsreiche Tagung, die hinsichtlich Inhalten, Programm und Unterkunft keine Wünsche offen ließ.
Der Präsident CMROA, Brigadier Rozario Rozga, der Kommandeur des Joint Education and Training Command, Brigadier Mirko Sudov, Repräsentanten der Region Istrien und der Stadt Pula hießen die Delegationen herzlich willkommen. Brigadier Sudov betonte in seinem Grußwort, das die GI eine ideale Plattform der Reservisten zur Formulierung europäischer Interessen und Sicherheitspolitik sei. In Vertretung des Präsidenten des Reservistenverbandes, Oberst d.R. Ernst-Reinhard Beck, MdB, überreichte dessen Vizepräsident, Oberstlt d.R. Burkhard Ehrlich, den Veranstaltern, das 16-Länder-Wappen.
Kroatien – demnächst neuer Partner in der NATO?
Es folgten hochaktuelle Vorträge über die nationale Sicherheitsstrategie (Bosko Rotim, Abteilungsleiter im kroatischen Verteidigungsministerium), die Verteidigungsstrategie und Langzeit-Entwicklung der Land- und Luftstreitkräfte (Oberst i.G. Linic) und die Entwicklung der Marine (LtCdr Jankovic). Die Vorträge verdeutlichten die Probleme eines Landes mit vier Millionen Einwohnern und einer Küste von 6.000 Kilometern: Die Aufgaben der Marine sind nicht nur militärischer Art, sie übernimmt auch den Schutz der Fischerei und der Grenzen und arbeitet eng mit den Zollbehörden zusammen. Kroatien beteiligt sich seit geraumer Zeit an PfP-Übungen und Auslandseinsätzen und hat seine Streitkräfte auf NATO-Standard gebracht, so dass einer baldigen Mitgliedschaft in der NATO kaum mehr etwas im Wege stehen dürfte.
Gaming gewürdigt als europäisches Forum
Der erste Arbeitstag schloss mit einem internationalen Ball im Offizierkasino Pula, der früheren Residenz der Kaiserin Elisabeth und des Kaisers Franz-Josef. In Anwesenheit der kroatischen Ministerin des Äußeren und Ministerin für Europäische Integration, Kolinda Grabar-Kitarovic, des italienischen Brigadegenerals Gallo, des kroatischen Brigadier Mirko Sudov und hochrangigen Vertretern der Region Istrien und der Stadt Pula verlieh der Präsident der Gaminger Initiative, Oberst d.R. Peter Eitze, an verdiente Delegationsmitglieder das nach 17 Jahren erstmals geschaffene Ehrenzeichen der Gaminger Initiative. Ministerin Grabar-Kitarovic bedankte sich für die Einladung und unterstrich die Bedeutung der Gaminger Initiative für die europäische Integration und als Forum zur Formulierung europäischer Sicherheitsinteressen.
Nächste Gastgeber: Italien und Slowenien
Die Delegierten hatten im Rahmen der Tagung eine anspruchsvolle Tagesordnung abzuarbeiten und kamen nach intensiver Diskussion zu richtungweisenden Beschlüssen. Die Delegationen waren sich einig, dass es derzeit keine Alternative gibt, die den zehn Mitgliedsverbänden eine bessere Plattform zur Formulierung mitteleuropäischer Interessen und Sicherheitspolitik bieten könnte, als die gut strukturierte GI. Dem Gaming-I-Treffen komme besondere Bedeutung zu, da diese Tagung vollständig zur Formulierung von Resolutionen und Vorschlägen genutzt werden könne. Lt zS d.R. Rudolf Ehrlich stellte die neue mit den Verbänden verlinkte Website
www.gamingerinitiative.org
der GI vor und wurde gebeten, diese weiter zu betreuen.Es wurde beschlossen, dieses Treffen zukünftig auch außerhalb Österreichs durchzuführen. Gaming I wird deshalb am 16./18. Mai 2008 in Meran durchgeführt. Gaming II wird am 18./21. September 2008 in Slowenien und 2009 in der Slowakei stattfinden.
Die kroatischen Gastgeber haben sich nicht nur von ihrer besten Seite präsentiert, auch Presse und Fernsehen haben über das Treffen ausführlich berichtet.

Text: Rudolf Ehrlich

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