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Gefallene Soldaten in der Heimat eingetroffen




Am Dienstag sind die drei in Afghanistan getöteten Soldaten mit einer Luftwaffenmaschine auf dem Flughafen in Nürnberg eingetroffen. Mitten in der Nacht um 0.50 Uhr wurden sie dort von einer Abordnung der Panzerbrigade 12, von Familienangehörigen und Kameraden mit militärischen Ehren in Empfang genommen.
 
Die drei Toten sind Angehörige des Panzergrenadierbataillons 112 aus dem bayerischen Regen. Es handelt sich um einen 30-jährigen Hauptfeldwebel, einen 22-jährigen Stabsgefreiten und einen 21-jährigen Hauptgefreiten der Bayerwaldkaserne. Einer der Gefallenen ist engagiertes Mitglied im Reservistenverband – obwohl noch aktiver Soldat. Im Offiziersheim der Bayerwaldkaserne liegen jetzt öffentliche Kondolenzbücher aus. Der Kommandeur der 10. Panzerdivision, Generalmajor Erhard Bühler, leitete die Zeremonie am Flughafen Nürnberg.

Trauerfeier voraussichtlich noch in dieser Woche
Die Angehörigen der Toten erhalten am Dienstag die Gelegenheit, von ihren Liebsten still Abschied zu nehmen. Im Laufe des Tages wird die Bundeswehr in Absprache mit den Familien festlegen, wann die zentrale Trauerfeier stattfinden wird. Es wird damit gerechnet, dass sie noch in dieser Woche in Regen erfolgen wird.

Am Freitag hatte ein Angehöriger der Afghanischen Nationalarmee (ANA) unerwartet das Feuer auf deutsche Soldaten im Außenposten Nord eröffnet. Der Soldat wurde darauf von deutschen Soldaten erschossen. Sieben weitere Soldaten wurden bei dem Anschlag verletzt – zwei von ihnen schwer. Inzwischen werden die Verwundeten – wie berichtet – in den Bundeswehrkrankenhäusern Ulm und Koblenz versorgt.

Bereits 48 Gefallene in Afghanistan
Seit 2002 sind insgesamt 48 deutsche Isaf-Soldaten gefallen – zur Chronologie von tagesschau.de. Zurzeit befinden sich laut offiziellen Zahlen der Bundeswehr aufgrund des laufenden Kontingentwechsels 5.030 Männer und Frauen im Einsatz bei der internationalen Schutztruppe Isaf. 350 von ihnen sind Reservisten, die überwiegend in der Verwaltung, im Feldpostdienst, bei der Feuerwehr oder in der sogenannten zivil-militärischen Zusammenarbeit (Cimic) eingesetzt werden.

Detlef Struckhof

Bild: Militärische Ehren für die drei Gefallenen
auf dem Nürnberger Flughafen
(Foto: Bundeswehr, Dana Kazda)

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