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Gefallener nach Deutschland überführt




Für die Angehörigen eines Schwerverletzten gibt es eine gute Nachricht: Er befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr. Trauerfeier für Toten am Freitag in Selsingen.

Wie berichtet, kam am vergangenen Donnerstag bei einem Selbstmordanschlag im afghanischen Pol-e Khomri ein 26 Jahre alter Oberfeldwebel ums Leben. Insgesamt 14 deutsche Soldaten wurden verletzt – zwei von ihnen schwer. Ursprünglich war von sechs Verletzten die Rede. Der Stellvertreter des Kommandeurs bei der Oldenburgischen Luftlandebrigade 31, Oberst der Reserve Dietrich Kluge, erklärt das so: "Nach dem Anschlag kam es zu einem Gefecht, bei dem weitere Soldaten leicht verletzt worden sind."

Der Gefallene und die weiteren Opfer gehören dem Fallschirmjägerbataillon 313 aus dem niedersächsischen Seedorf an. Dieses Bataillon wiederum gehört zur Luftlandebrigade 31 mit Hauptsitz in Oldenburg. "Das trifft uns schwer", sagt Kluge, der als Reservist für zwei Monate den aktiven stellvertretenden Kommandeur vertritt. "Bereits im April kamen die Opfer von uns. Deshalb habe ich das bedrückende Gefühl, dass es jetzt immer so weitergehen könnte." Kluge ist amtierender Vizepräsident für Qualifizierung und Förderung militärischer Fähigkeiten des Reservistenverbandes. Jetzt ist der 58-Jährige unmittelbar bei der Truppe, die von Tod und Verwundung betroffen ist. "Das geht ganz nah", sagt er auf Nachfrage des Reservistenverbandes.

Am Freitag wird es um 13 Uhr im niedersächsischen Selsingen in der St.-Lamberti-Kirche eine zentrale Trauerfeier der Bundeswehr geben. "Jeder der Kameraden aus unseren Standorten, der daran teilnehmen möchte, kann dies tun. Wir ermöglichen das, denn das ist wichtig für die Trauerbewältigung. Am Freitag wird das für viele noch einmal richtig schwer werden, persönlich am Sarg Abschied zu nehmen", ist sich der Oberst sicher. Als Trauergäste haben sich Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg und der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister angekündigt. Anschließend wird der Gefallene in seinen Heimatort in Sachsen-Anhalt überführt, um dort von seinen Angehörigen beerdigt zu werden.

In Afghanistan werden zurzeit 4.830 deutsche Soldaten eingesetzt, 345 davon sind Reservisten. Die meisten kommen von der Brigade 31. Viele aktive Soldaten, die am Hindukusch ihren Dienst tun, werden in der Heimat von Reservisten vertreten – so wie von Oberst Dietrich Kluge.

Detlef Struckhof

Bild oben: Der Sarg des Gefallenen wird
am Flughafen Köln-Wahn militärisch begrüßt
(Foto: Bundeswehr, Bicker, flickr.com)

Bild unten: Dietrich Kluge ist Vizepräsident
des Reservistenverbandes, dient zurzeit
als stellvertretender Kommandeur in Oldenburg
(Foto: Archiv VdRBw)

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