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Gemeinsam mit DBwV Verbesserungen erreichen




Der Bundesvorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes (DBwV), Oberst Ulrich Kirsch, informierte die Mitglieder der Reservistenarbeitsgemeinschaft (RAG) Bundestag in Berlin über aktuelle Forderungen seines Verbandes für die Reserve in der Streitkräftereform.

Am Vorabend des Parlamentarischen Abends des Reservistenverbands hatten die Reservistenarbeitsgemeinschaft Bundestag und ihr Vorsitzender Prof. Dr. Patrick Sensburg MdB dazu eingeladen, in einem Hintergrundgespräch mit Oberst Kirsch "Die Zukunft der Reserve aus Sicht des Deutschen Bundeswehrverbandes" zu erörtern. Unter den Gästen war auch der Stellvertreter des Präsidenten des Reservistenverbandes, Roderich Kiesewetter MdB.

Sein Eingangsreferat eröffnete Oberst Kirsch im Plenum vor zahlreichen Abgeordneten und Mitarbeitern des Bundestages mit einer besonderen Anerkennung: Kirsch lobte die Gründung der RAG Bundestag und ihre Aufgabe zur Kommunikation der Interessen der Truppe und der Reserve im "Zentrum der Demokratie" als zukunftsweisend.

Motto des Reservistenverbandes ist wichtige Forderung
Für die Reserve identifizierte Oberst Kirsch ihre künftigen Tätigkeitsfelder in erster Linie in territorialen Verbindungs- und Unterstützungsaufgaben. Dies beinhalte ebenso den Bereich der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit (ZMZ), wie auch Heimatschutzaufgaben und die Verstärkung der aktiven Truppe in Ergänzungstruppenteilen. Von zentraler Bedeutung bleibe nach Aussetzung der Allgemeinen Wehrpflicht insbesondere auch die Mittlerfunktion der Reservisten für die Anliegen der Truppe in der Gesellschaft. In diesem Zusammenhang lobte Kirsch den aktuellen Wahlspruch des Reservistenverbandes: "Tu was für Dein Land, ist eine richtige und wichtige Forderung, allerdings müssen seitens der Bundeswehr auch materielle und immaterielle Anreize geschaffen werden, um den freiwilligen Reservedienst zu fördern", so Kirsch.

Verbesserungen für Reservisten gefordert
Neben höherer Verbindlichkeit und Planbarkeit in der individuellen Reserveausbildung könne dies unter anderem durch vereinfachte Seiteneinstiege für Reservisten, die Senkung des militärischen Administrationsaufwandes bei Dienstlichen Veranstaltungen (DVag) und Wehrübungen, aber auch durch eine Erhöhung des seit 1990 unveränderten Unterhaltssicherungssatzes erreicht werden. Auch müsse das Weiterverwendungsgesetz in vollem Umfang auf im Auslandseinsatz dienende Reservisten ausgedehnt werden, um deren soziale Absicherung mit den aktiven Soldaten gleich zu stellen. Schließlich würden Reservisten im gesamten Aufgabenspektrum der Bundeswehr in gleicher Weise eingesetzt wie aktive Soldaten, daher müssten auch die Versorgungsansprüche angeglichen werden.

Verbände müssen Forderungen stärker abstimmen
Dass ein entsprechendes Attraktivitätsprogramm für die Reserve spürbare positive Effekte haben werde, beweise der Erfolg der Gelben Schleife für Soldaten im Einsatz. Als Mittel zur Sensibilisierung der Gesellschaft für die Anliegen der Soldaten und der Bundeswehr habe sie sich bereits heute bewährt. Dies zeige, dass noch weiteres Potenzial bestehe und mobilisiert werden müsse, um die Integration der Streitkräfte in die Gesellschaft weiter zu festigen, so Kirsch. Hierbei müssten Bundeswehrverband und Reservistenverband in Zukunft noch stärker kooperieren. Dazu sagte der Stellvertreter des Präsidenten des Reservistenverbandes, Roderich Kiesewetter MdB:  "Unsere großen Verbände werden wie bisher kameradschaftlich zum Wohle der aktiven Soldaten und Reservisten zusammenarbeiten. Dazu wollen wir gemeinsam die Konsequenzen, die sich aus den neuen Herausforderungen der Neugestaltung der Bundeswehr ergeben, meistern."

Alexander E. Streitparth

Bild: Prof. Dr. Patrick Sensburg MdB (links) ist Vorsitzender
der Reservistenarbeitsgemeinschaft Bundestag.
Er überreicht Oberst Ulrich Kirsch, Vorsitzender des
Deutschen Bundeswehrverbandes, ein Gastgeschenk
(Foto: Alexander E. Streitparth)

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