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Gemeinsamer vernetzter Ansatz 2.0




Seit ein paar Jahren reden Politiker und Militärs vom sogenannten vernetzten Ansatz. Dabei geht es darum, Antworten auf die sogenannte hybride Kriegsführung, den IS-Terrorismus und die Flüchtlingsströme zu finden. In der Julius-Leber-Kaserne in Berlin haben Soldaten des I. Deutsch-Niederländischen Korps aus 13 Ländern sowie rund 100 Experten von 24 zivilen und militärischen Organisationen an der Übung "Common Effort" teilgenommen, die die zivil-militärische Zusammenarbeit in Krisen durchspielt. Am Ende unterschrieben sie eine gemeinsame Erklärung.

In der Erklärung heißt es, dass die Krisen dieser Welt einzig durch einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz gelöst werden können, der staatliche und nichtstaatliche Akteure zusammenbringt. "Wir brauchen einen Common Effort 2.0", sagte Generalleutnant Volker Halbauer, Kommandierender General des I. Deutsch-Niederländischen Korps. Bisher war der "Common Effort" (engl. vernetzte Ansatz) lediglich in Teilen in den multinationalen Einsätzen der Nato, der Europäischen Union (EU) und der Vereinten Nationen (UN) zu erkennen. Es müsse nun zwar nichts vollständig anderes erfunden werden, "aber wir brauchen etwas Neues", eine Weiterentwicklung. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen sagte, dass die Vielfalt das Kernelement der neuen Strategie sein müsse. "Die Zeichen für Krisen sind oft früh da, aber wir tun uns schwer die einzelnen Puzzleteile zusammenzubringen." Die Zusammenarbeit ziviler und militärischer Akteure sowie verschiedener staatlicher Ressorts sei die Antwort auf dieses Problem.

Hier geht es zu zwei Videobeiträgen der Bundeswehr.

Effiziente Strategie
Eine solche Zusammenarbeit wurde im Jahr 2011 zum ersten Mal durch das 1995 aufgestellte I. Deutsch-Niederländische Korps in Münster trainiert. Zivile, militärische und polizeiliche Teilnehmer simulierten seinerzeit die gemeinsame Planung und Abstimmung im Vorfeld eines Einsatzes in einem Krisengebiet. Die aktuelle Übung "Common Effort" baut darauf auf. Politischer Wille ist es nun, den vernetzten Ansatz zu einer effizienten Strategie weiterzuentwickeln, die als Antwort auf die Herausforderungen der Zukunft herhalten kann. Die gemeinsame Erklärung in der Julius-Leber-Kaserne war hierfür lediglich "ein erster Schritt", so die deutsche Verteidigungsministerin.

Gegenmodell zur hybriden Kriegsführung
Die Strategie des vernetzten Ansatzes – auch vernetzte Sicherheit genannt – ist nicht neu. Unter den Begriffen Common Effort, Comprehensive Approach, zivil-Militärische Zusammenarbeit ist sie in unterschiedlichen Zusammenhängen immer wieder aufgetaucht. Seit Russland in der Ukraine konventionelle und unkonventionelle militärische Mittel mischt und die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) bekannte Schemata des Terrorismus aufbricht, hat der vernetzte Ansatz jedoch im Westen eine gewisse Renaissance erlebt. Einige sehen in ihm ein Gegenmodell zur hybriden Kriegsführung der westlichen Gegner.


Dennis Hallac

Bild oben: Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen spricht
zu den Teilnehmern der Tagung „Common Effort“ in Berlin in der
dortigen Julius-Leber-Kaserne (Foto: Bundeswehr, bmvg.de).
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