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Militärische Aus- und Weiterbildung

„Hände so, dass ich sie sehen kann“




OStFw d.R. Hans Krichel (2. v.r.) unterrichtete die Fahrzeugkontrolle.

Erste Hilfe bei Schuss- und Stichverletzungen stand thematisch passend auch auf dem Dienstplan.

Die DVag zur „Ausbildung der Ausbilder am MG5“ im Juli wurde vom Landeskommando Hessen wegen der Pandemie gestrichen. Aber deswegen findet noch lange nicht „keine Ausbildung“ in Kurhessen statt. Kurzerhand wurde aus dem Wochenende eine Tagesausbildung zur Auffrischung der Kenntnisse von Wach- und Sicherheitsaufgaben als Verbandsveranstaltung mit Uniformtrageerlaubnis. Gut 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, nicht nur aus der eigenen Kreisgruppe, folgten im Traditionsraum der ehemaligen 2. Panzergrenadierdivision bei der Geschäftsstelle Kassel erst dem Grundlagenunterricht des Organisationsleiters über das Gesetz mit dem sperrigen Namen „Gesetz über die Anwendung unmittelbaren Zwanges und die Ausübung besonderer Befugnisse durch Soldaten der Bundeswehr und verbündeter Streitkräfte sowie ziviler Wachpersonen“, kurz: UZwGBw. Danach ging es an die praktische Ausbildung. Die Kreisgruppe hatte für diesen Tag zwei Referenten vom Feldjägerregiment 2 aus Hilden zur Unterstützung. Oberstabsfeldwebel d.R. Hans Krichel, dem Obergefreiter d.R. Hendrik Frisch als „böser“ Autofahrer assistierte, brachte der Ausbildungsgruppe die Kenntnisse in der Fahrzeugkontrolle näher. Kamerad Frisch hatte mit viel Engagement seinen PKW entsprechend präpariert. Die Bombe in der Motorhaube löste zum Glück nur ein Tonsignal bei der Zündung aus… Auch sonst hatten es die als Streife eingesetzten Kameradinnen und Kameraden (ausgestattet mit G36-„Blue Guns“ der Kreisgruppe) nicht leicht. Galt es doch, nach dem Fahrzeug unter der fachmännischen Anleitung des Oberstabsgefreiten d.R. Tobias Kleinhans die waffenlose Selbstverteidigung aufzufrischen. Manchem Teilnehmer wurde bei den Gedanken an das Attentat von Würzburg in diesem Jahr mulmig bei der Abwehr von Messerangriffen. Das funktioniert in der Praxis nämlich meist gar nicht. Distanz zwischen sich und dem Angreifer schaffen, ist eine sinnvolle Alternative. Mit den aus Fritzlar im Rahmen einer Kontrolle erschienenen aktiven Feldjägern wurde dazu eifrig gefachsimpelt. Danach war wieder Kamerad Frisch an der Reihe und durfte sich in der Aufgabenstellung „Personenüberprüfung“ den Streifen gegenüber leicht renitent zeigen. Was zu tun ist, wenn es bei einer Personenüberprüfung zum Waffengebrauch kommt, wurde nach der Mittagspause unter Anleitung von Stabsunteroffizier HaJo Brugger mit Unterstützung durch Benny Schlömann und Michael Bartel vom DRK Kassel geübt. Das Tourniquet zum Abbinden, der Notfallverband „Israeli-Bandage“ und die stabile Seitenlage sollten bei allen Wachmannschaften sitzen. Abgerundet wurde der Ausbildungstag durch zwei Abschlussübungen. Es galt zum einen zu verhindern, dass eine Außentür aufgebrochen wurde und zum anderen war in einem unbeleuchteten Keller im Schein der guten alten Taschenlampe Bw ein Einbrecher zu stellen. Hier kamen Waffeneinsatz und Erste Hilfe zur Anwendung. Auch hierbei unterstützte Kamerad Bartel. Als Leiter des Mimen-Trupps vom DRK hatte er die nötigen Schminkutensilien für Verwundungen dabei. Bonus für die Kreisgruppe Kurhessen: Am Ende dieses Tages waren wieder zwei neue Mitglieder zu verbuchen. Es scheint, als würde sich der Ausbildungsort an der Geschäftsstelle Kassel lohnen.

 

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