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DER VERBAND

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) hat mehr als 115.000 Mitglieder. Wir vertreten die Reservisten in allen militärischen Angelegenheiten.

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Haus- und Straßensammlung des Volksbundes beginnt




Kriegsgräber sind Mahnmale für den Frieden, gegen Gleichgültigkeit und Vergessen. Die Haus- und  Straßensammlung des Volksbundes ist ein wichtiges Standbein für die Finanzierung der Arbeit. Offizieller Beginn ist am kommenden Dienstag. Reservisten leisten dabei seit Jahrzehnten einen immer größeren Beitrag. Durch einen Partnerschaftsvertrag ist der Reservistenverband mit dem Volksbund eng verbunden.

"Diese Verbundenheit kommt unter anderem darin zum Ausdruck, dass sich Reservisten aktiv an der Grabpflege beteiligen", sagt Gerd Höfer, Präsident des Reservistenverbandes. "Ich würde es begrüßen, wenn Reservisten diese Aktion aktiv unterstützen und sich auch in Uniform an der Sammlung beteiligen. Die Uniform unterstreicht dabei den Charakter dieser Aktion."

Durch die Aussetzung der Wehrpflicht und den personell verminderten Einsatz von aktiven Soldaten ist der Volksbund verstärkt auf den Einsatz von Reservisten angewiesen. "Bitte helfen Sie dem Volksbund mit ihrer Unterstützung, bringen Sie sich selbst bei der anstehenden Haus- und Straßensammlung mit ein, so dass die Anlage und Pflege der Kriegsgräberstätten gesichert und fortgeführt werden kann", appelliert Oberstabsfeldwebel a.D./d.R. Georg Arnold, Beauftragter des Volksbundes für die Reservisten in Baden-Württemberg.

Offizieller Auftakt ist am Dienstag, 18. Oktober, wenn Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue 40 überaus erfolgreiche ehrenamtliche Helfer empfängt. Im vergangenen Jahr waren bei der Haus- und Straßensammlung 421.062,73 Euro zusammengekommen.

Volksbund-Präsident Reinhard Führer hat für die Sammlerinnen und Sammler, die in den kommenden Wochen und Monaten mit der Spendendose unterwegs sein werden, aus eigener Erfahrung einen guten Tipp: "Gehen Sie einfach auf die Menschen zu und lassen Sie sich nicht entmutigen. Denn es ist wichtig, dass wir den bis heute noch vermissten Opfern der Weltkriege endlich würdige Gräber geben können!"

Aktuelle Termine und ein Spendenkonto sind hier aufgeführt.

Nichts ist wichtiger als das friedliche Zusammenleben
Das Gedenken an die Toten der Kriege zu erhalten, auch als Mahnung für die Zukunft, ist damals wie heute die Hauptaufgabe für den Volksbund. Wer über einen Soldatenfriedhof geht, der begreift, dass nichts wichtiger ist als das friedliche Zusammenleben der Menschen. Diese Friedensarbeit des Volksbundes ermöglichte es, dass deutsche und russische Veteranen, die Feinde von einst, sich die Hände zur Versöhnung gereicht haben.

Volksbund nimmt in Osteuropa 50.000 Umbettungen vor
Der Volksbund pflegt aktuell die Gräber von etwa 2,4 Millionen Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft, darunter Gefallene, aber auch viele Zivilpersonen, egal welcher Nationalität, und dies vor allem dank Ihrer Unterstützung. Erst seit 19 Jahren können Umbettungen sterblicher Überreste in Osteuropa erfolgen. Bislang wurden über 670.000 Gefallene geborgen und auf endgültigen Kriegsgräberstätten in Würde beigesetzt. Alleine in diesem Jahr wird der Volksbund in Osteuropa über 50.000 Umbettungen vornehmen, damit die Kriegstoten schon bald ihre letzte Ruhestätte finden und die Angehörigen einen Ort der Trauer und des Gedenkens. Aber auch die Pflege und Reparatur der bestehenden Gedenkstätten in Westeuropa muss weiterhin unverändert geleistet werden, denn viele Kriegsgräberstätten müssen umfassend saniert werden.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. wurde 1919 gegründet und ist damit eine der ältesten Bürgerinitiativen unseres Landes. Auch 66 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges pflegt der Volksbund im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland die Kriegsgräber im Ausland mit großem ehrenamtlichem Engagement.

Sören Peters / (red)

Bild oben:
Auftakt der letztjährigen Sammlung
für den Volksbund in Hamburg mit
Brigadegeneral Karl H. Schreiner
von der Führungsakademie der Bundeswehr
und Oberstabsbootsmann d.R. Jürgen Pfarre.
(Foto: Jürgen Burzlaff)

Bild unten:
Ein Mann und eine Frau stehen
vor einer Gedenktafen und lesen
die Namen von gefallenen Soldaten.
(Foto: Uwe Zucchi, Volksbund)

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