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Heimkehr mit zehn Goldpokalen im Gepäck




Das gab es noch nie. Deutsche CIOR-Wettkämpfer gewinnen alle Goldmedaillen. Für sich entschieden haben die vier deutschen Teams den diesjährigen militärischen Fünfkampf der internationalen Reserveoffiziersvereinigung CIOR vergangene Woche: In allen drei Wettkampfkategorien – Novices (Erstteilnehmer), Experienced (zwei bis fünfmalige Teilnahme) und Veterans (mehr als fünf Wettkampfteilnahmen) – standen sie im tschechischen Vyshkov bei Brünn ganz oben auf dem Treppchen.

Ebenfalls durchsetzen konnten sich die deutschen Teams in den Einzelwertungen Schießen, Hindernisbahnen und Orientierungslauf und bringen auch die Krone der "Overall"-Wertung nach Hause. In der Wertung der international gemischten Teams belegte die Mannschaft mit dem deutschen Oberleutnant der Reserve Sven Wachow den ersten Platz. "Dass wir nach dem Gesamtsieg und den fünf Goldmedaillen in Dänemark 2013 jetzt noch einen draufsetzen können, hätte ich nicht gedacht", sagt der Cheftrainer, Major Falk Grundschok.

Finnen waren Deutschen auf den Fersen
Trotz des makellosen Medaillenspiegels: Die Athleten haben sich die Erfolge hart erkämpft – bis zuletzt in harter, spannender Konkurrenz mit den Finnen. Am Mittwoch war "Obstacle Day", also jener Wettkampftag, an dem die Land- und Wasserhindernisbahn jeden Wettkämpfer an seine absolute Grenze bringt. Am Abend trennten nur zehn Punkte die erfolgreiche Mannschaft DEU 4 von den starken Finnen, umgerechnet weniger als eine Sekunde.

Alle Teams waren äußerst stark
Mit diesen äußerst knappen Abständen ging es am Donnerstag in den abschließenden Orientierungslauf. Dieser hatte in den vergangenen Jahren die Karten oft noch einmal völlig neu gemischt. Neben der eigentlichen Lauf- und Orientierungsleistung forderte er Entfernungsschätzen, Kartenlesen und Handgranatenwerfen. Das Resultat könnte nicht knapper sein: Nur 0,8 Wertungspunkte trennten das erstplatzierte Team DEU 3 von Platz 2, dem Gesamtsieger des vergangenen Jahres, der Mannschaft DEU 4. Zum Vergleich: Eine getroffene Handgranate zählt ganze 14 Wertungspunkte.

Team DEU 3 holt Gesamtsieg
Im Endergebnis holt das Veterans-Team DEU 3 mit Major der Reserve Michael Jenkner, Oberleutnant zur See der Reserve Björn Junge und Stabsgefreiten der Reserve Peter Schroth 7.658,58 Wertungspunkte und schlägt damit in einem historisch knappen Ergebnis die Vorjahressieger vom Veterans-Team DEU 4 um Major der Reserve Dr. Antonio Ruzzu, Hauptmann der Reserve Felix Wernitz und Unteroffizier der Reserve Christian Fritzsche, die 7.657,78 Wertungspunkte einstreichen konnten.

So viel Edelmetall wie noch nie
Die Athleten sind sich einig: "Der Gesamtsieg in Kopenhagen im vergangenen Jahr und nun ein Doppelsieg hier in Vyshkov – einfach der Hammer!", strahlt Hauptmann der Reserve Felix Wernitz vom Titelverteidiger-Team. Major der Reserve Dr. Antonio Ruzzu ergänzt: "Schwarz-Rot-Gold bringt hier so viel Edelmetall mit nach Hause wie noch nie, da haben wir alle Grund zum Feiern!"

Nachwuchsmilitärsportler – vor allem Frauen – werden gesucht
Nächstes Jahr findet der Sommerkongress von CIOR und CIOMR in Fulda statt. Die Wettkämpfe werden in Hammelburg ausgetragen. "Wir suchen immer Nachwuchs für unsere Novizen-Teams", sagt Grundschok abschließend. "Die internationale Konkurrenz steht mehr denn je in den Startlöchern und wird uns nach diesem Ergebnis zu Hause richtig die Hölle heiß machen! Wer körperlich fit ist und Deutschland auf internationaler Ebene vertreten will, ist bei uns genau richtig. Das gilt auch für die weiblichen Kameraden! Wir suchen noch dringend Athletinnen aller Dienstgradgruppen, die für uns in der Female-Wertung antreten."

Interessenten können sich jederzeit auf der Website der Mannschaft informieren und mit der Mannschaft in Kontakt treten.


Philipp Schmitt / Christian Oberlander

Bild oben: Eine starke Truppe. Die erfolgreichen deutschen
Sportler im militärischen Fünfkampf der internationalen
Reserveoffiziersvereinigung CIOR (Foto: Björn Junge).

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