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Ein Reservist befördert "Leuchtturmprojekte" für Afghanistan
Wenn Hauptmann d.R. Denis Hildenbrand (35) von "seinen“ Projekten erzählt, klingt Stolz mit: Vier Monate arbeitet er nun schon in der fünzehnköpfigen Civil-Military-Cooperation-Crew des Deutschen Einsatzkontingentes der Internationalen Schutz- und Unterstützungstruppe für Afghanistan (ISAF). Es ist sein zweiter Auslandseinsatz nach der aktiven Zeit bei den Gebirgsjägern in Bad Reichenhall. Inzwischen Architekt von Beruf ist er für CIMIC genau der richtige Mann. "Idealerweise leisten wir mit unserer Expertise zusammen mit den Geldgebern langfristige Hilfe zur Selbsthilfe für die Menschen. Damit ist dann auch ein gutes Stück Force Protection für die deutschen Soldaten und ISAF insgesamt verbunden, wenn wir uns außerhalb des Camps bewegen“, so Hildenbrand.
Acht Stunden Energie für Licht aus der Solarzelle
Tatsächlich hat er in den vergangenen Wochen höchst interessante Projekte auf den Weg gebracht. So wurde im wahrsten Sinne des Wortes eine "helle“ Idee, von der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) zusammen mit der CIMIC und dem Geldgeber AWCC (AFG Mobilfunknetz) realisiert: Energie, Strom und Licht sind selbst in Kabul, noch mehr aber in den Bergregionen rar. Es gibt jedoch, statistisch gesehen, 300 Sonnentage in Afghanistan. Was lag näher, als umweltfreundliche Energie mit der guten Idee zu verbinden, afghanische Frauen weiterzubilden und in Lohn und Brot zu bringen?
Lage der Frauen verbessert
Für den Betrachter von außen eine Kabuler Ruine – doch hat CIMIC mit der GTZ dort einen High-Tech-Arbeitsplatz für 15 afghanische Frauen ausgebaut und eingerichtet. Sie setzen landestypische Lampen zusammen. Der Clou ist das Innenleben – eine Solarzelle, die, aufgeladen mit Sonnenenergie. über acht Stunden Licht spendet.
In dem Workshop sollen die Frauen auch Marketing und Management für ihr Produkt lernen. Während des Kurses erhalten sie 80 Dollar im Monat. Als Ausbilder geben sie ihr Wissen im Schneeballsystem an andere Frauen weiter. "Ein langfristiges, selbst tragendes Projekt wie man es sich nicht besser vorstellen kann und das wieder etwas mehr Licht in das Leben der afghanischen Frauen bringen wird", so Hildenbrand.
Hilfe kurbelt Eigendynamik an
Richtig begeistert erzählt er von einem Dorf, Bagrami, bei dem die CIMIC-Aktivitäten zur Beseitigung der katastrophalen hygienischen Bedingungen in Sachen Wasser und Abwasser inzwischen zu einer bewundernswerten Eigendynamik der Bewohner geführt haben: "Der Bau von Kanälen und Übergängen ist inzwischen zum Selbstläufer geworden. Der Malik (Ortsvorsteher) stellt Arbeitstrupps zusammen, die Leute leisten auch eigene kleine finanzielle Beiträge zur Verbesserung der eigenen Infrastruktur. Die bisherig ablehnende Stimmung im Dorf gegenüber ISAF hat sich um 180 Grad gedreht. Wir wurden sogar schon zu einem afghanischen Essen eingeladen.“
Grundsteinlegung für einen Schulanbau, Winterhilfe mit Brennholz und Lebensmitteln in rauen Bergdörfern, Zusammenarbeit mit CIMIC-Soldaten anderer Nationen, alles bleibende Erinnerungen für den Hauptmann der Reserve, wenn er im April nach Einsatz-Ende wieder in Berlin mit seiner Familie zusammen ist.

Text: Oberstlt Klaus Geier, Leiter PIZ DtEinsKtgt

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