DAS MAGAZIN

Monatlich informieren wir unsere Mitglieder mit der loyal über sicherheitspolitische Themen. Ab sofort können Mitglieder auch im Bereich Magazin die darin aufgeführten Artikel lesen!

Mehr dazu
DER VERBAND

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) hat mehr als 115.000 Mitglieder. Wir vertreten die Reservisten in allen militärischen Angelegenheiten.

Mehr dazu

Höfer fordert in Fernsehinterview Task Force für traumatisierte Rückkehrer




Gerd Höfer, Präsident des Reservistenverbandes, hob in der NRW-TV-Sendung Horné Live am Mittwochabend die Leistungen der Reservisten für die Bundeswehr hervor. Er unterstrich, dass zum Beispiel viele Familienbetreuungszentren in Deutschland von Reservisten geführt werden. Dabei kümmern sich die Reservisten um die Angehörigen von Soldaten, die in einem Auslandseinsatz sind und um Soldaten, die von dort zurückkehren. Gerd Höfer wiederholte gegenüber dem Moderator Roger Horné seine Forderung nach einer Task Force für traumatisierte Rückkehrer: "Deutschland steht in dieser Beziehung noch am Anfang, was die Betreuung dieser Soldaten betrifft." Eine solche Task Force könne die betroffenen Soldaten betreuen und beraten. Für sie seien kompetente Ansprechpartner auch für rechtliche Fragen sehr wichtig.
In den Auslandseinsätzen der Bundeswehr befinden sich derzeit rund 440 Reservisten. Deshalb unterstrich Höfer die Verbandsforderung nach Bildung einer Schwerpunktstaatsanwaltschaft, die künftig speziell für Ermittlungen gegen Soldaten in den Auslandseinsätzen zuständig ist. Höfer: "Mich ärgert, wenn es zu medialen Vorverurteilungen von Soldaten kommt, wenn die derzeitig zuständige Staatsanwaltschaft verkündet, in welche Richtung sie gegen einzelne Soldaten ermittelt. Das ist für einen Soldaten ein ungutes Gefühl." Damit meint Höfer Ermittlungen gegen Soldaten, die im Einsatz Menschen verletzen oder töten und gegen die dann in Deutschland von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird – meist wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.
Gerd Höfer ging in der Sendung, die um 22 Uhr ausgestrahlt wurde, auch auf Fragen zur Ausrüstung der Bundeswehr ein. Er bezeichnete es als "jenseits von Gut und Böse, dass Soldaten bei ihrem zurückliegenden Einsatz im Kongo in Unterkünften untergebracht werden mussten, die von einer spanischen Firma geleast worden waren, weil die Bundeswehr nicht in der Lage war, zeitgerecht ein klimagerechtes Lager aufzubauen, um den Soldaten dort vernünftige Unterkünfte zur Verfügung zu stellen."

Text: Detlef Struckhof

Informationen zur Sendung unter: www.nrw.tv

Verwandte Artikel
Allgemein

Bundeswehr und Reserve - Newsblog KW 49

Was berichten die Medien in dieser Woche über die Bundeswehr und ihre Reserve? Welche Themen stehen auf der sicherheitspolitischen Agenda?...

08.12.2022 Von Sören Peters
Aus den Ländern

Marine in der Ostsee: Sicherheit für Handel und Infrastruktur

Unter dem Titel „Operationsgebiet Weltmeer“ geht es in der aktuellen Ausgabe der loyal um maritime Sicherheit und um die Seestreitkräfte...

07.12.2022 Von Bernhard Lücke
Aus der Truppe

Wie Virtual Reality die Sanitätsausbildung revolutionieren kann

Die Technologie der Virtual Reality (VR) findet immer mehr Einzug in den Alltag der Menschen. Für die Ausbildungslandschaft bietet sie...

05.12.2022 Von Marcel Bockisch-Ernst/PIZ SanDstBw