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Hoher päpstlicher Orden geht an Reservist




Josef Schmid tut Gutes. Und das so oft er kann. Dafür hat das Bistum Passau ihn nun mit dem päpstlichen Silvesterorden ausgezeichnet, dessen Verleihung vom Papst selbst – nach Nominierung – in Auftrag gegeben wird.  Damit ist Schmid im Bistum Passau seit 200 Jahren erst die 29. Person, die diesen Orden tragen darf.

Der 67-jährige Katholik Josef Schmid verliert nicht viele Worte über die Verleihung, er erzählt lieber über die Dinge, die er und seine Kameraden tun. So hat der ehemalige Feuerwehrmann Löschfahrzeuge und Schläuche nach Ungarn, genauer in die Stadt Demecser gebracht. Denn "eine flächendeckende Versorgung mit Wasserhydranten gibt es dort nicht, Wasser aus Seen und Flüssen dagegen genug", sagt Schmid. Der Wassertank auf dem Löschfahrzeug ist demnach sehr wertvoll für die örtlichen Feuerwehrleute.

Bereits Ehrenbürgerschaft verliehen bekommen
Doch nicht nur seinen ehemaligen Berufsgenossen hilft Schmid, die Liste seiner Wohltätigkeit ist so lang, dass nur Beispiele einen Einblick geben: So kümmert sich Schmid in ungarischen und rumänischen Städten um Spielzeug, Schreibmaterial und Kleidung für Waisenkinder und Behinderte. Nach Tiszalök, einer ungarischen Stadt am Fluss Theiß, transportierte Schmid Krankenbetten, Röntgen- und Ultraschallgeräte. Die Menschen danken es ihm: "Seit August 2013 bin ich Ehrenbürger von Tiszalök", sagt Schmid. Und bei ihm klingt es so, als würde er sich fast wundern.

Reservist und Bezirksvorsitzender
Scherzhaft sieht der Reservist die ganze Sache wie einen soldatischen Auftrag: "Wenn ich zum Kämpfen nicht mehr tauge, dann muss ich wenigstens an der Front Gutes tun." Schmid ist Bezirksvorsitzender des Reservistenverbandes in Niederbayern seit über 20 Jahren. Der Bezirk kooperiert mit Reservistenbezirken in Ungarn. Auf die Frage, warum er all das tue, reagiert der sonst viel scherzende Schmid ernst, fast beleidigt: "Man kann halt nicht nur nach Osteuropa, um dort den Schnaps zu trinken."

Und dann war da ja noch was: "Ach ja, die Verleihung. Dass davon gleich die ganze Welt weiß", winkt Schmid ab und muss dann auch dringend zu einem Termin. Er sagt noch, dass sein Stellvertreter im Bezirksvorstand des Reservistenverbandes und Direktor der örtlichen Caritas ihn für diesen Silvesterorden nominiert hatte.

Begründung des Bistums Passau
Das Bistum selbst hebt bei seiner Begründung eben jenes caritative Engagement in Osteuropa besonders hervor: "Ein markantes Beispiel für diesen Einsatz ist, dass es dem Engagement von Herrn Schmid zu verdanken ist, dass in nicht wenigen Senioren- und Behindertenheimen in Ungarn und Rumänien die Versorgungslage, die materielle Ausstattung und die entsprechende Infrastruktur verbessert werden konnten." Ein schöner Beitrag zur Völkerverständigung in Europa.

Mit Schwert und Pferd zum Petersdom
Der päpstliche Silvesterorden ist der fünfthöchste Orden für Verdienste um die römisch-katholische Kirche und höchster Orden für Laien, die sich durch besonderes ehrenamtliches Engagement auszeichnen. Wer die Auszeichnung bekommt, entscheidet allein der Papst. Der Orden bringt auch kuriose Privilegien mit sich: So darf sich Josef Schmid zum Beispiel das sogenannte Silvesterschwert schmieden lassen und es tragen – und damit dann auf einem Pferd die Treppen zum Petersdom hinaufreiten.
 

(dh)

Bild oben:
Der päpstliche Silvesterorden
(Foto: pbp – Pressestelle Bistum Passau).

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