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„Ich wollte etwas für die Gemeinschaft tun“




18 Frauen und Männer, die zuvor keinen Wehrdienst geleistet haben, lassen sich seit April in Berlin zu Reservisten ausbilden. Welche Motivation steckt dahinter?

Einer der Auszubildenden ist Jacob Claussen. Der 30-Jährige aus Berlin-Schöneberg brauchte wegen seines Studiums zunächst keinen Grundwehrdienst zu leisten, wenig später wurde die Wehrpflicht ausgesetzt. Nach seinem Start ins Berufsleben als Firmenberater trat er aus Interesse an der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit einer Reservistenkameradschaft bei. Dort hörte er von der Möglichkeit an der Ausbildung Ungedienter teilzunehmen.

"Trotz guter Auslastung im Beruf wollte ich etwas für die Gemeinschaft tun", beschreibt Claussen seine Grundmotivation. Auch seien die Ausbildungswochenenden eine gute Abwechslung zu seinem Bürojob. Zudem könne er als ziviler Teamleiter für seinen Beruf hier bei der Bundeswehr so einiges über Teambildung und Führungsverhalten unter Stress vertiefen. "Dabei stelle ich immer wieder fest, dass sich Disziplin und Fürsorge keinesfalls ausschließen", betont Claussen mit Blick auf seine militärischen Vorgesetzten und Ausbilder.

Verknüpfungen in den Beruf
Unteroffizier der Reserve Mario Steffen gehört zu den Ausbildern. Im Zivilberuf arbeitet der 46-Jährige als Rettungssanitäter im Brandenburger Landkreis Oberhavel. Diese Qualifikation hat er im Rahmen des Berufsförderungsdienstes der Bundeswehr erworben. Steffen ist nach einigen Jahren der beruflichen Neuorientierung der Bundeswehr als Reservist treu geblieben und bei einem Sanitätsregiment beordert. Der Schwung in seiner Ausbildung macht deutlich, dass er seinen Beruf lebt. Kein Wunder, dass er in der vor einiger Zeit gegründeten Berlin-Brandenburger "Reservistenarbeitsgemeinschaft Sanitätsdienst" als Beauftragter für die Ausbildung berufen wurde.

Auch Steffens Arbeitgeber profitiert von seinen Erfahrungen bei der Bundeswehr. „Auf meine Empfehlung hin haben wir nun zusätzliche Tourniquet-Abbindesysteme zum Stillen von Blutungen auf unseren Rettungsfahrzeugen“, belegt Steffen dies mit einem Beispiel. An den Ausbildungswochenenden jedoch sind es die Rekruten auf der Ausbildungswiese in der Julius-Leber-Kaserne, die von Steffens Fachkompetenz profitieren.

Anders als bei der Ausbildung Ungedienter unter Federführung der Landeskommandos hat beim Pilotprojekt in Berlin der Reservistenverband die sprichwörtlichen Fäden in der Hand. Wer ebenfalls Interesse hat, sich trotz fehlender Vordienstzeit in der Bundeswehr etwas für sein Land zu tun, kann sich unter ungediente@reservistenverband.de informieren.

Detlef Schachel / (red)

Bild oben:  
Ausbilder Mario Steffen (vorne) und
Auszubildender Jacob Claussen (hinten).
(Foto: Detlef Schachel)

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