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Ideenpool für Cyberraum: „Das Undenkbare denken“




Ende März gründeten zwölf Mitglieder des Reservistenverbandes den Arbeitskreis "Cyber und Innovation" in der Berliner Julius-Leber-Kaserne. Seine Mitglieder sind genau dort verortet, wo die Bundeswehr sie braucht: Im Netzwerk aus Experten in der zivilen Welt.

"Das ist nur der Anfang", sagt Nicolaus von Löbbecke, ein Reserveoffizier der Heeresaufklärertruppe, Ende März während der Gründung des Arbeitskreises "Cyber & Innovation" im Reservistenverband. Elf Mann und eine Frau trafen sich dafür in der Julius-Leber-Kaserne in Berlin für diesen ersten, großen Schritt der Reserve in den Cyberraum. "Wir wollen zu einem Pool an Interessierten und Experten anwachsen und mindestens 500 Mitglieder für unseren Arbeitskreis gewinnen", erklärt von Löbbecke.

Parallel zur Aufstellung eines eigenen Organisationsbereiches "Cyber- und Informationstechnologie" und eines Kommandos "Cyber- und Informationsraum" durch die Bundeswehr möchte der Reservistenverband eine eigene Denk- und Netzwerkschmiede aufbauen. Die Reservisten wollen sich mehrfach im Jahr treffen und mit eigenen Events und Initiativen viele Menschen erreichen und zusammenbringen. "Wir alle sind daran interessiert, die nationale technologische Souveränität zu stärken. Die Bundeswehr möchte das und wir möchten dabei unterstützen", sagt Vorstandsmitglied und Hauptmann der Reserve Nike Roedel, die in einem Unternehmen für Cybersecurity arbeitet. Das Neumitglied im Reservistenverband erklärt, dass die Idee auch darin besteht, die Mitglieder des Arbeitskreises der Cyberreserve der Bundeswehr zugänglich zu machen. Das Ziel ist klar: Neben der Vernetzung möchte der Arbeitskreis seine Fühler insbesondere am Puls der Zeit haben.

Gemeint ist damit die Start-Up-Szene. Dort wird gerade im Bereich Informations- und Cybertechnologie viel und schnell entwickelt. "Ich verstehe den Arbeitskreis als eine Art Ideenpool, eine Art Think Tank – in Interaktion mit Entwicklung und Forschung aber auch Unternehmen. Wir wollen das Undenkbare denken und uns durch keinerlei Grenzen in unserer Kreativität einschränken lassen", erklärt Hauptmann Nicolas Heyer, der derzeit im Verteidigungsministerium Reservistendienst leistet. Der ehemalige Soldat auf Zeit arbeitete unter anderem viele Jahre bei Google. Ganz eindeutig versteht sich der Arbeitskreis auch als Unterstützer des neu aufgestellten Cyberkommandos der Bundeswehr. "Wir wollen nicht nur ein offener Arbeitskreis sein, wir wollen auch zu einem Pool an Reservisten werden, der mit Fachexpertise, Unternehmererfahrung und Herzblut ein wichtiger Ansprechpartner für das Cyberkommando wird", betont Fregattenkapitän Marcel Yon, der ebenfalls derzeit im Verteidigungsministerium übt.

Kontakt
Interessierte Reservistinnen und Reservisten oder auch qualifizierte Ungediente, die sich eine Mitarbeit im Arbeitskreis vorstellen können, wenden sich an: Oberleutnant der Reserve Nicolaus von Löbbecke und Hauptmann der Reserve Nike Roedel, Ak-cyber-reserve@entrepreneurs-in-technology.com

(vei)

Bild oben:
Der neu gegründete
Arbeitskreis "Cyber und Innovation"
(Foto: Victoria Eicker)

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