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Interview mit CISOR-Vizepräsident Reinhard Knott

Während des diesjährigen CISOR-Wettkampfes im finnischen Säkylä, an dem insgesamt 16 Mannschaften aus acht Nationen teilnahmen, interviewte Ralph Erlmeier Reinhard Knott, den CISOR-Vizepräsidenten des Reservistenverbandes, über seine Arbeit auf internationaler Ebene.

Der Vizepräsident für CISOR des Reservistenverbandes Reinhard Knott (1v.r.), Trainer des deutschen CISOR-Teams Werner Dresen (2.v.r.) und Wettkämpfer des deutschen CISOR-Teams in Finnland

Foto: Ralph Erlmeier

cisorCISOR-Wettkampf

Herr Knott, wie zufrieden sind Sie mit dem CISOR-Wettkampf und -Meeting 2019?

Die deutsche Delegation hat sich wieder von ihrer besten Seite gezeigt, sowohl hinsichtlich der Wettkampfergebnisse, als auch vom Auftreten der Soldaten im Ausland. Wir haben bei dieser Veranstaltung sowohl die sportliche Seite gehabt, die sehr erfolgreich abgeschlossen wurde, wie auch die politische, das Central Comitee Meeting, wo künftige Wege und zukunftsweisende Entscheidungen getroffen worden sind. Es war insgesamt eine runde Sache.

Sie sind seit vier Jahren Vizepräsident CISOR Deutschland. Was sind ihre wichtigsten Ziele?

Das wichtigste Ziel, das wir uns aus deutscher Sicht gestellt haben, ist die Arbeit bei CISOR auf breite Beine zu stellen. Die internationale Arbeit muss wieder ins Blickfeld rücken, was in den vergangen Jahren nicht so passiert ist. Daher werden wir von deutscher Seite die CISOR-Arbeit, soweit wir können, unterstützen. Das haben wir durch die Unterstützung der derzeitigen Präsidentschaft Belgiens bei CISOR in Form der Ausrichtung eines CISOR-Meetings in Hannover bewiesen.

Reinhard Knott, Vizepräsident für CISOR des Reservistenverbandes (Foto: Martin-Éric Racine)

Mein persönliches Anliegen ist es, dass die internationale Arbeit für junge Unteroffiziere, die im internationalen Umfeld arbeiten sollen und so schon ein gewisses Netzwerk aufbauen können, noch attraktiver werden muss. Das ist auch das Ziel der nächsten Veranstaltung, bei der wir junge Unteroffiziere mitnehmen, ihnen einen Lehrgang anbieten, um im internationalen Umfeld arbeiten zu können. So erhalten sie einen Einblick, wie andere Nationen an Problemlösungen herangehen. Es soll nicht nur die sportlichen Wettkämpfe bei CISOR geben, sondern auch Ausbildung stattfinden, die dann wiederum den Streitkräften zu Gute kommt.  Diese Entwicklung haben wir von deutscher Seite sehr stark unterstützt, genauso wie die Internetplattform, die wir anbieten. Die Plattform wurde zwar von den Finnen initiiert, jedoch von Deutschland stark unterstützt.

Das sind demnach die Hauptanliegen: die internationale Arbeit auf breitere Beine stellen sowie diese populärer und attraktiver gestalten. Das ist auch der Kern der künftigen CISOR- Präsidentschaft, die wir dann 2022 -2024 nach den Schweizern übernehmen werden.

Wie sehen sie die Herausforderungen für CISOR in Zukunft?

Die großen Herausforderungen werden einerseits die Zusammenarbeit mit CIOR sein. Und andererseits auf deutscher Seite, junge Unteroffiziere für die internationale Arbeit zu begeistern. Auf breitere Beine stellen heißt, auch den Bereich Sanitätsdienst wieder mit einzubinden. Zu diesem Zweck bin ich auch im Herbst bei CIOMR in München, um dort die Arbeit von CISOR vorzustellen.

Ich sage es mal ganz banal: wer nicht wirbt, der stirbt. CISOR ist in den letzten Jahren nicht so wahrgenommen worden, wie ich mir es vorstelle. Deshalb wollen wir auch über die Medien Aufmerksamkeit erzeugen, damit das Interesse für diese Arbeit wächst und wir wieder mehr junge Leute bekommen.

Was wünschen Sie sich vom Verband der Reservisten?

Im internationalen Vergleich werden wir von Verbandsseite sehr gut unterstützt. Das möchte ich auch mal so klar sagen. Was ich mir allerdings wünschen würde: dass darüber nachgedacht wird, dass wir hinsichtlich der Nachwuchswerbung die Möglichkeit bieten müssen, junge Leute mitnehmen zu können. Dabei muss man auch über die Größe der Delegation reden. Das ist ein Thema, das mir am Herzen liegt. Künftig ein oder zwei Personen mehr mitzunehmen. Das sollte vielleicht in der Vereinbarung mit der Bundeswehr und dem Verband überdacht werden.

Ergänzen möchte ich zudem, dass die Arbeit, die wir hier machen auch eine Friedensarbeit ist. Die jungen Menschen, die hier zusammenkommen und Sport treiben, verbringen eine tolle Zeit miteinander und lernen sich persönlich kennen. Über die Jahre hinweg sind viele persönliche Freundschaften entstanden. Die Zusammenarbeit mit vielen Nationen sollte deshalb noch weiter gefördert werden. Es wäre mein Wunsch, dass man sagt: „Wir sehen, dass etwas vorwärts geht und das unterstützen wir gern.“

Vielen Dank Herr Knott, viel Freude und Erfolg bei der weiteren Arbeit bei CISOR.

 

 

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