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Psycho-Soziale Kameradenhilfe

Kameradenhilfe: Neues Konzept nimmt Fahrt auf




Die Landesbeauftragten für Psycho-Soziale Kameradenhilfe (PSKH) haben sich in Berlin zu ihrer ersten Arbeitstagung im Jahr 2019 getroffen. Das Ergebnis ist der Entwurf für ein neues PSKH-Konzept, das den gestiegenen Anforderungen in diesem wichtigen Tätigkeitsfeld Rechnung tragen soll.PSKH-Beauftragte gibt es in den Landesgruppen des Reservistenverbandes schon seit vielen Jahren. Sie fungieren als erste Ansprechstelle für ehemalige Soldatinnen und Soldaten, die infolge ihres Dienstes Verwundungen an Körper und Seele erlitten haben, und vermitteln sie an die zuständigen Stellen der Bundeswehr, in der Regel den Sozialdienst. Von dort können dann weitere Maßnahmen wie ärztliche Therapien oder die Anerkennung einer Wehrdienstbeschädigung (WDB) in die Wege geleitet werden.

„Die Aufgaben der PSKH-Beauftragten sind vergleichbar mit denen der Lotsen für Einsatzgeschädigte – diese gibt es in der aktiven Truppe an nahezu jedem Standort“, erklärt Christiane Müller, die PSKH-Bundesbeauftragte des Reservistenverbandes. Für Ehemalige gibt es vergleichbare Angebote jedoch kaum, obwohl der Bedarf nicht weniger groß ist. „Eine Posttraumatische Belastungsstörung tritt häufig erst Jahre nach dem belastenden Ereignis auf. In vielen Fällen sind die Betroffenen dann bereits aus der Bundeswehr ausgeschieden und wissen nicht, an wen sie sich wenden können. Der Reservistenverband kann helfen, diese Lücke zu schließen.“

Fabian Forster, Vizepräsident für Betreuung und Fürsorge: „Wir wollen die Arbeit unserer PSKH-Beauftragten intensivieren und weiter professionalisieren. In dem neuen PSKH-Konzept werden wir erstmals einheitliche Standards hinsichtlich Aufgaben, Ausbildung und Inübunghaltung der PSKH-Beauftragten festlegen. Wer betroffene Kameraden unterstützen will, muss auf diese sensible Tätigkeit so gut wie möglich vorbereitet werden.“ Das neue PSKH-Konzept liegt nun im Entwurf vor und wird nach Prüfung durch die fachlich zuständigen Stellen der Bundeswehr den Gremien des Reservistenverbandes zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt.

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