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Keine Unterschiede zwischen aktiven Soldaten und Reservisten




Sechs Wochen nach der Deutschen Reservistenmeisterschaft (DRM) in Daaden und Weilburg ziehen Bundeswehr und Reservistenverband eine insgesamt positive Bilanz. Aus den Erfahrungen soll für die nachfolgende DRM im Jahr 2013 gelernt werden.

Zwei, die für die Veranstaltung mit rund 1.000 Teilnehmern verantwortlich zeichneten, sind sich einig: Die Soldaten waren motiviert und brachten sowohl während des Wettkampfes als auch bei der Vor- und Nachbereitung gute Leistungen. "Mich beeindruckte vor allem, dass ich zwischen den aktiven Soldaten und den Reservisten praktisch nicht unterscheiden konnte", sagt Brigadegeneral Jürgen Knappe. Dies hat ihn aber nicht überrascht, weil er dies auch im täglichen Dienstalltag so erlebt. Er ist der Stellvertreter des Befehlshabers im Wehrbereich II. Das Wehrbereichskommando II (WBK) war für die Austragung der DRM zuständig. Die Hauptlast trug dabei das Landeskommando Hessen, das zum WBK II gehört. "Während der Vorbereitungsphase haben die aktiven Soldaten viel zusätzliche Arbeit auf sich genommen – wurden dabei jedoch auch von Wehrübenden tatkräftig unterstützt", so Knappe.

Markus Dillmann war von Seiten des Reservistenverbandes einer der Hauptverantwortlichen. Dillmann ist der Erste Stellvertreter des Landesvorsitzenden von Hessen und war mit seinem Team etwa 18 Monate mit den Vorbereitungen beschäftigt. "Wir haben verbandseitig sehr gut zusammengearbeitet. Die Landesgruppe Hessen sowie die Kreisgruppe Rheingau-Hessen-Nassau sind noch näher zusammengerückt. Dabei konnten wir allen zeigen, dass wir gemeinsam stark sind", sagt der Oberstleutnant der Reserve. "Dass es bei einem solchen Großvorhaben Anlaufschwierigkeiten gibt und dass dabei auch Fehler unterlaufen, liegt in der Natur der Sache. Entscheidend ist jedoch, die Schwierigkeiten in Angriff zu nehmen und schnell zu überwinden, was seitens der Reservisten beispielhaft und zielorientiert gelöst wurde." Das Auftreten während der DRM sei stets vorbildlich gewesen, so dass auch er keinen Unterschied zwischen einem aktiven Soldaten und einem Soldaten der Reserve habe erkennen können. Auch die fördernden Mitglieder hätten in vorbildlicher Weise erheblich zum Gelingen der Aktivitäten in Weilburg beigetragen.

Knappe war im September während der dreitägigen DRM von den Wettkampfstationen, der gesamten Besucherorganisation und  vom Feldjägerdienst beeindruckt. "Die Feldjäger waren beispielsweise allesamt Reservisten in Wehrübung. Sie haben einen professionellen Job gemacht", so der Brigadegeneral.

Doch wie bei jeder Veranstaltung gibt es auch Punkte, die es für die Zukunft zu verbessern gilt. Enttäuscht war Knappe von den wenigen Einzelwettkämpfern. Nur 23 Reservisten nahmen an diesem Wettkampf – der in drei Wertungsklassen stattfand – teil. "Hier müssen wir überlegen, ob das noch den Aufwand rechtfertigt." Bei den Mannschaftswettkämpfen stünden dagegen Aufwand und Ertrag in einem guten Verhältnis. "Die Reservisten zeigen, dass sie im Aufgabenspektrum der Bundeswehr gut ausgebildet sind", so Knappe zufrieden. Er gibt jedoch insgesamt zu bedenken, dass bei immer knapper werdenden Mitteln darüber nachgedacht werden müsse, "wie die künftigen DRMs vor dem Hintergrund der neuen Konzeption der Reservisten in Einklang mit den Erwartungen gebracht werden können und wie die Öffentlichkeit besser erreicht wird. Dieses muss man auch im Zusammenhang zu den anderen Großveranstaltungen sehen, die im Rahmen der freiwilligen Reservistenarbeit durchgeführt werden." Über solche Überlegungen müssten sich der Reservistenverband und die zuständigen Stellen in den Streitkräften ausführlich austauschen, um die Reservistenwettkämpfe zukunftsorientiert zu gestalten.


Detlef Struckhof / spe

Bild oben:
Reservisten überwinden bei der
DRM die Hindernisbahn.
(Foto: Bruhn)

Bild Mitte:
Markus Dillmann war bei der
Organisation der DRM seitens
des Verbandes federführend.
(Foto: dest)

Bild unten:
Brigadegeneral Jürgen Knappe
lobt die Leistung der Reservisten.
(Foto: Bundeswehr)

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