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Kiesewetter: Reservisten erhöhen Durchhaltefähigkeit der Truppe




Vier Monate Ausland – 20 Monate Regeneration. So schreibt es das Verteidigungsministerium vor. Doch immer weniger Soldaten können sich nach einem Einsatz angemessen erholen. "Reservisten können die Durchhaltefähigkeit der Truppe erhöhen. Sie sind der Spezialisten-Pool der Bundeswehr. Durch ihre zivilen Qualifikationen können sie die Truppe gezielt unterstützen. Sei es im Auslandseinsatz selbst oder bei der Vertretung der abwesenden Kameraden in der Heimat", sagt deshalb Roderich Kiesewetter, Präsident des Reservistenverbandes.

Zwischen Januar 2010 und Dezember 2012 war ein Viertel aller Soldaten länger als vier Monate lang im Auslandseinsatz. Nur die Hälfte hatte danach eine Regenerationsphase von 20 Monaten. Vor allem Spezialisten hätten die Belastungsgrenze erreicht, sagte jüngst der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Hellmut Königshaus, der Süddeutschen Zeitung.

Bundeswehrverband fordert befristet 10.000 Soldaten mehr
Die Ergebnisse einer Umfrage der Technischen Universität Chemnitz im Auftrag des Deutschen Bundeswehrverbandes zur aktuellen Situation der Bundeswehr zeichnen ein ähnliches Bild: Die Unzufriedenheit in der Truppe ist groß. Gerade einmal 7,8 Prozent der befragten militärischen und zivilen Führungskräfte bewerten die Neuausrichtung der Bundeswehr im Gesamten als gut oder sehr gut. Um die Neuausrichtung der Bundeswehr zum Erfolg zu führen, und die Leistungsfähigkeit der Truppe weiterhin zu gewährleisten, muss dringend nachgesteuert werden. Um den Überleitungsprozess der Strukturreform bis 2017 zu stemmen, fordert der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes Oberst Ulrich Kirsch nun, zunächst auf mehr statt weniger Soldaten zu setzen: Für 10.000 zusätzliche Soldaten sollten vorübergehend Stellen geschaffen werden.

Jeder zwölfte Auslandssoldat ist Reservist
"Eine zeitweilige Aufstockung der personellen Kapazitäten ist absolut sinnvoll", sagt auch Roderich Kiesewetter. Im Inland wie auch im Auslandseinsatz solle die Truppe immer auch auf die Unterstützung der Reserve setzen. Der Einsatz von Reservisten hat in der Vergangenheit nachhaltig die Durchhaltefähigkeit in den internationalen Einsätzen der Bundeswehr gesteigert und die aktive Truppe sowohl im Einsatz als auch in der Heimat um ein Wesentliches entlastet. Bereits jetzt ist jeder zwölfte im Ausland eingesetzte Soldat ein Reservist, vor allem in der Verwaltung, der Feldpost und der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit (Cimic). Ende dieses Jahres wird im Kosovo erstmals ein Sicherungszug, der fast ausschließlich aus Reservisten besteht, eingesetzt. Der Reservistenverband war maßgeblich an der Suche und der Zusammenstellung beteiligt.


Nadja Klöpping / Sören Peters

Bild oben: Die Feldpostämter der Bundeswehr – wie hier in Kabul –
werden ausschließlich von Reservisten betrieben
(Foto: Bundeswehr, Elbern).

Bild unten: Roderich Kiesewetter MdB ist Präsident des
Reservistenverbandes (Foto: Hans-Christian Plambeck, loyal).

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