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Lager Stegskopf: „Hier kann man es aushalten!“




Reservisten, die schon an einer Deutschen Reservistenmeisterschaft (DRM) teilgenommen haben, wissen, dass die Unterkünfte oft nur spartanischen Ansprüchen genügen. Nicht jede Kaserne, die von der Bundeswehr für eine DRM ausgesucht wird, entspricht einem heutigen Jugendherbergsmindeststandard. Dies wird bei der diesjährigen DRM vom 16. bis 18. September anders sein.

Zurzeit werden die Unterkünfte auf dem Truppenübungsplatz in Daaden kernsaniert und völlig neu eingerichtet. "Über die Hälfte der Unterkünfte werden bis zur DRM modernisiert sein. Der Rest ist in einem guten Zustand", sagt Stabsfeldwebel Christian Büchler vom Führungstrupp des Truppenübungsplatzes. Dafür seien von der Bundeswehr in den vergangenen Jahren Beträge in Millionenhöhe investiert worden.

Inspiziert und für gut befunden
"Hier kann man es locker auch zwei bis drei Wochen aushalten", sagt Sven Schwarz zu seinem Kameraden Oliver Rosenkranz, als sie Ende Mai die kernsanierten Unterkunftsgebäude im Lager Stegskopf auf dem Truppenübungsplatz Daaden inspizieren. Die beiden Hauptfeldwebel der Reserve gehören zum Organisationsteam der DRM. Sie selbst sind vom 5. bis 21. September in Daaden – als Wehrübende, um den Kompaniefeldwebel der DRM zu unterstützen. "Wir sind dann für den Innendienst zuständig", sagt Rosenkranz, der aus Braunfels bei Wetzlar stammt. Damit die Reservisten wissen, was auf sie zukommt, sind Rosenkranz und Schwarz bereits vorher an mehreren Wochenenden auf dem Truppenübungsplatz, um sich dort umzusehen und Vorbereitungen zu treffen. Immerhin werden sie zu denjenigen gehören, die im September viele Fragen beantworten können müssen. "Uns bekommen die Reservisten wohl zuerst zu Gesicht, denn wir werden die Stuben zuweisen", sagen sie.

Bettmatratzen ohne Milben
"Neugierig werden viele vor allem auf die modernen Unterkünfte sein. Da kann die Mehrzahl der DRM-Teilnehmer ganz gelassen nach Daaden kommen", sagt Schwarz. Er zeigt dazu das Gebäude Nummer 17. Als die Hauptfeldwebel den Eingang betreten, gehen automatisch die Deckenbeleuchtungen an. Es riecht nach frischer Wandfarbe. In den Gängen steht noch zerlegtes, originalverpacktes Mobiliar und wartet dort auf seinen Aufbau in den Zwei-, Drei- beziehungsweise Sechsmannstuben. Alles ist hell und freundlich gestaltet. Tische, Stühle, Spinde und Betten entsprechen dem neuen Bundeswehrstandard. Die Bettmatratzen sind ebenfalls neu und garantiert frei von Milben. Die Sanitärräume laden zur Morgentoilette ohne Ekel ein. Beim Duschen wird die Intimsphäre gewahrt, denn es gibt Einzelduschkabinen mit Tür.

Spindschloss mitbringen
"Das Einzige, was jeder unbedingt mitbringen sollte, ist ein Vorhängeschloss für den Spind", sagt Oliver Rosenkranz. "Alles andere, wie das Bettzeug, gibt es von uns. Und auch das ist alles neu." Auch Mitorganisator Oberstleutnant der Reserve Markus Dillmann ist von den Umbaumaßnahmen im Lager Stegskopf begeistert: "Bereits als Schütze hatte ich hier meinen ersten Truppenübungsplatzaufenthalt verbracht. Seither habe ich in Daaden bestimmt rund 50 Übungsplatzaufenthalte vom Schützen bis zum Bataillonskommandeur verlebt. Die Holzbaracken waren in der Vergangenheit noch auf einfachem Bundeswehrstand gehalten. Jetzt hingegen sind die Gebäude nicht mehr wiederzuerkennen. Hoffen wir nur, dass der Platz in der neuen Bundeswehrstruktur erhalten bleibt", so der Erste Stellvertreter des hessischen Landesvorsitzenden.
 

Detlef Struckhof

Weitere Fotos:


Bild oben: Kaserneneinfahrt zum Lager Stegskopf
auf dem Truppenübungsplatz Daaden (Foto: dest)

2. Bild: Die Kernsanierung der Unterkünfte im Lager
Stegskopf auf dem Truppenübungsplatz Daaden ist
im vollen Gange (Foto:dest)

3. Bild: Die Hauptfeldwebel der Reserve Sven Schwarz (links)
und Oliver Rosenkranz inspizieren die neuen Gebäude (Foto: dest)

4. Bild: Der Unterkunftsbereich im Lager Stegskopf
auf dem Truppenübungsplatz Daaden (Foto: dest)

5. Bild: Ein Waschraum – völlig neu und modern (Foto:dest)

6. Bild: Intimsphäre wird gewahrt: Zum Duschen
gibt es Einzelkabinen (Foto:dest)

7. Bild: Alles neu: Eine 6-Mann-Stube. Oliver Rosenkranz (links)
und Sven Schwarz sind beeindruckt (Foto: dest)

Bild unten: Viel Platz zum Stiefel putzen im
kernsanierten Putzraum (Foto: dest)

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