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Landesregiment sucht Spezialisten für die Unterstützungskompanie

Die neu aufgestellte Unterstützungskompanie des Landesregiments Bayern hat freie Dienstposten für Reservisten und Reservistinnen mit Kompetenzen als Pioniere, Aufklärer und Bediener schwerer Waffen.

Hauptmann Dr. Thomas Wanninger (l.) im Gespräch mit Kameraden bei der Herbstausbildung des Landesregiments Bayern.

Foto: Bundeswehr

Landesregiment Bayern

Pioniere, Maschinengewehrschützen, Kampfmittelerkunder, Aufklärer – sie werden künftig das Landesregiment Bayern verstärken. Als fünfte Kompanie wird derzeit im Rahmen des Pilotprojekts eine Unterstützungskompanie aufgestellt, in der vor allem Spezialisten eingesetzt werden sollen. Wie bei allen Kompanien im Pilotprojekt von Bundeswehr und Reservistenverband sind auch die Dienstposten der Unterstützungskompanie für Reservistendienst Leistende vorgesehen. „Das ist die interessanteste Kompanie, die es in der Reserve momentan gibt“, sagt der Kompaniechef, Hauptmann Dr. Thomas Wanninger.

Das Landesregiment Bayern dient dem Heimatschutz. Es wurde im April 2019 aufgestellt und bestand zunächst aus den drei bereits bestehenden fränkischen Kompanien der Regionalen Sicherung- und Unterstützungskräfte. Eine Stabs- und Versorgungskompanie wurde schon zu Beginn neu aufgestellt, im Sommer 2020 kam die Unterstützungskompanie dazu. Zum Auftrag des Landesregiments gehören Wach- und Sicherungsaufgaben sowie der Objektschutz im Rahmen des Heimatschutzes – also Szenarien der Landes- und Bündnisverteidigung – aber auch die Katastrophenhilfe zur Unterstützung ziviler Organisationen.

111 Dienstposten sind zu besetzen

Kompaniechef Wanninger hat bereits an der Herbstausbildung des Landesregiments in Wildflecken teilgenommen, allerdings noch ohne Soldatinnen und Soldaten in seiner Kompanie. Denn die meisten der 111 Dienstposten gilt es, in den kommenden Monaten noch zu besetzen. Hauptmann Wanninger selbst ging 1991 zu den Gebirgsjägern und war als Zeitsoldat unter anderem beim Jägerregiment 10 in Pfullendorf und bei der Raketenartillerie. „Mein Berufsleben soll möglichst abwechslungsreich sein“, sagt Wanninger. Nach der Bundeswehr promovierte er in Philosophie, ist seit mehr als 20 Jahren Lehrer an einer Mittelschule in der Oberpfalz, Familienvater mit vier Kindern – und hat sich entschieden, sich in der Freizeit für den Heimatschutz zu engagieren.

Die Unterstützungskompanie des Landesregiments hat spezielle Aufgaben und braucht dafür bereits speziell ausgebildete Reservistinnen und Reservisten. Gesucht werden ehemalige Zeit- oder Berufssoldatinnen und -soldaten, die Fähigkeiten und Expertise aus ihrer aktiven Zeit im Heimatschutz einbringen wollen und können. Sie sollten vor allem Ausbildungen und Erfahrungen als Aufklärer, Kampfmittelerkunder oder Pioniere aus ihrer aktiven Zeit mitbringen. Zudem gesucht sind Reservistinnen und Reservisten, die in ihrer aktiven Zeit am Maschinengewehr oder der Granatmaschinenwaffe ausgebildet wurden. Reservistinnen und Reservisten, die im Zivilberuf Qualifikationen in Bauhandwerken erworben haben, etwa als Baumaschinenführer, können sich auf einzelne Dienstposten bewerben. Zudem wird Personal für Schlüsselpositionen gesucht, etwa Zugführer, Kompanieeinsatzoffizier oder Kompaniefeldwebel. Stellen für Reservistendienst Leistende in der Unterstützungskompanie des Landesregiments sind in der elektronischen Stellenbörse ausgeschrieben.

Warum in der Freizeit in der Reserve aktiv werden?

Hauptmann Dr. Thomas Wanninger hat sich nach einer langen Pause wieder ganz bewusst für die Bundeswehr entschieden. „Ich bin politisch sehr interessiert“, sagt er, und fügt nachdenklich hinzu: „Die Idylle, die sich manche Leute einbilden, ist ein Trugschluss. Konflikte kommen immer näher an uns heran, das war vor 20 Jahren noch nicht vorstellbar.“ Mit seinem Reservistendienst will Hauptmann Wanninger ganz bewusst einen Beitrag zum Heimatschutz leisten. Die Expertinnen und Experten, die er für die Kompanie sucht, könnten ihm ähnlich sein: Hauptmann Wanninger sucht nämlich „mitdenkende und selbstständige Soldatinnen und Soldaten, die für ihren Bereich aktiv Verantwortung übernehmen“.

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