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Libyen: Rebellen kommen dank Nato-Unterstützung voran




Der US-amerikanische Präsident Barack Obama verteidigt die Militärschläge gegen die libysche Armee. Die Rebellen können sich deshalb auf ihren Marsch Richtung Tripolis machen, um den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi zu stürzen. In den vergangenen zwei Wochen konnten mal die Rebellen und dann wieder die libyschen Streitkräfte Siege vermelden. Viele Interessierte haben deshalb den Überblick verloren. Die aktuelle Lage und die Geschichte eines Feldzugs.

Seit Montag, 28. März, bekämpfen Luftstreitkräfte der Nato Bodenziele in Libyen. Ihr Ziel ist die Durchsetzung der Flugverbotszone gemäß der UN-Resolution 1973 vom 17. März 2011. Sie verfolgt zwei Ziele: das Ende der Gewaltanwendung durch Diktator Muammar al-Gaddafi gegen seine eigene Bevölkerung und das Herstellen einer Lösung, die "den legitimen Forderungen des libyschen Volkes Rechnung trägt".

Rebellen stehen vor Sirte
US-amerikanische, britische und französische Koalitionskräfte hatten schon seit dem 19. März Stützpunkte und Streitkräfte des Diktators Gaddafi angegriffen. Erste Ziele waren Luftverteidigungsanlagen und Militärflughäfen. Mittlerweile wird die libysche Luftwaffe als weitgehend nicht mehr einsatzbereit gemeldet. Daneben liegen seit dem 20. März zunehmend Anlagen, Einrichtungen und Truppenteile der libyschen Armee unter Feuer. So konnten die gegen Gaddafi gerichteten Kräfte im Land ohne nennenswerten Widerstand vom Osten her kommend mittlerweile bis Sirte vordringen, der Geburtsstadt des Diktators.

Kanadier führt Nato-Truppen
Die Nato-Kräfte stehen unter dem Kommando des kanadischen Luftwaffen-Generals Charles Bouchard, der die Operationen aus dem für die Region zuständigen Nato-Hauptquartier in Neapel (Allied Joint Force Command Naples) führt. Bereits seit dem 23. März läuft mit sechs Kriegsschiffen parallel die Operation "Unified Protector" zur Überwachung des UN-Waffenembargos gegen Libyen.

Obama kritisiert Zurückhaltung Deutschlands
In einer knapp dreißigminütigen Grundsatzrede hat der amerikanische Präsident Barack Obama vergangene Nacht die Militäraktion gegen Libyen verteidigt: Die Luftangriffe hätten weitere Gewalt gegen Zivilisten verhindert. "Es mag Nationen geben, die die Augen verschließen, wenn es um Gräueltaten in anderen Ländern geht. Die Vereinigten Staaten sind anders", sagte er, was als Seitenhieb gegen die deutsche Haltung verstanden wurde. Deutschland hatte sich – wie berichtet – bei der Abstimmung enthalten und wird keine Kräfte für diesen Einsatz abstellen.

Deutsche entlasten Verbündete in Afghanistan
Unterdessen hat am Wochenende die Mission mit deutschen Soldaten besetzten Awacs-Aufklärungsflugzeugen über Afghanistan begonnen. Der Bundestag hatte am vergangenen Freitag das Mandat zur Entsendung von bis zu 300 Männern und Frauen beschlossen. Damit sollen die Nato-Bündnispartner in Afghanistan entlastet werden, um Kräfte für den Einsatz in Libyen frei zu bekommen.

Wilhelm R. Schreieck

Bild oben: Mit Flugzeugen und Marschflugkörpern
bekämpfen Nato-Kräfte die Armee des libyschen Diktators
Muammar al-Gaddafi. Unter ihrem Schutz dringen die
Aufständischen weiter Richtung Tripolis vor
(Grafik: Wilhelm R. Schreieck)

Bild Mitte: Befehlshaber der Nato-Operation in Libyen
ist der kanadische Luftwaffen-General
Charles Bouchard (Foto: Nato)

Bild unten: Eine B-2 Spirit der US-Luftwaffe bei der Rückkehr
vom Einsatz über Libyen zum Heimatflugplatz
Whiteman Air Force Base (Foto: Flickr.com / U.S. Air Force photo /
Senior Airman Kenny Holston)

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