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Die Wirtschaft schlägt Alarm: Terroristen, Piraten und schwelende Konflikte bedrohen Deutschlands Lieferrouten. Um sie wirksam zu schützen, bedarf es einer Strategie. Aber Politiker und Ministerien haben bislang nur Bekenntnisse abgelegt

Handelswege in Gefahr

Von Lorenz Hemicker

Die Granaten treffen die "Cosco Asia" am helllichten Tag. Mit dumpfem Knall schlagen am 31. August vorigen Jahres mindestens zwei Geschosse auf der Backbordseite des Containerfrachters ein. Das Schiff unter der Flagge Panamas ist auf dem Weg nach Hamburg und durchfährt gerade den Suez-Kanal, ein Nadelöhr des globalen Warenstroms, das täglich Dutzende Schiffe passieren. Die Vermummten, die im Schutz des Schilfgrases am Ufer auf den Frachter gewartet haben und ihn mit Panzerfäusten unter Beschuss nehmen, zählen sich zur Al-Furkan-Brigade. Diese dschihadistische Gruppe ist vor allem in Syrien und Palästina aktiv. Ihr wird Nähe zum Terrornetzwerk Al Qaida nachgesagt. In einem im Internet veröffentlichten Bekennerbrief drohen die Angreifer mit weiteren Attacken auf Schiffe, die durch die Wasserrinne fahren, dann "mit mehr als nur ein paar Granaten". Die Gruppe, fürchtet der Chef der Kanalverwaltung, Muhab Mamish, will den Verkehr auf einer der wichtigsten Wasserstraßen der Erde zum Erliegen bringen. Dazu würde es reichen, einen Ozeanriesen an ihrer engsten Stelle zu versenken. Eine Hauptschlagader des Welthandels wäre mit einem Male verstopft. Der globalen Ökonomie drohte der Kollaps.

Angriffe auf den Suez-Kanal sind keine Einzelfälle. Seit Jahren nehmen die Gefahren auf Handelsrouten rund um den Erdball zu, besonders im Nahen Osten. Sichere Landverbindungen existieren für westliche Spediteure zwischen Marokko und dem Irak kaum noch. Reeder müssen rund um die arabische Halbinsel an jeder Meerenge neue Gefahren fürchten. Schiffe, die den Suez-Kanal unbehelligt passiert haben, sind noch lange nicht in Sicherheit, wenn sie auf dem Weg Richtung Indischer Ozean sind. Sie lassen die eine Gefahr hinter sich, nur um in die nächste zu geraten: das Bab el Mandeb, das Tor der Tränen zwischen Eritrea, Djibouti und dem Jemen. Dort haben seit Jahren somalische Piraten ihr Jagdrevier. Zwar wurden den somalischen Freibeutern im Vorjahr nur noch 15 Angriffe auf Schiffe zugerechnet, was dem Internationalen Schifffahrtsbüro (IMB), der Abteilung für Kriminalität auf See der Internationalen Handelskammer mit Sitz in London, zufolge vor allem auf die Präsenz internationaler Marinestreitkräfte, die Aufrüstung von Schiffen und auf den Einsatz privater Sicherheitskräfte an Bord zurückzuführen sei. Doch warnt IMB-Direktor Pottengal Mukundan, dass jegliche Nachlässigkeit die Piraterieaktivitäten erneut anfachen könne.

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