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Ersan, Konstantin, Alexander und Marcelino dienen Deutschland. Sie haben ausländische Wurzeln und sind dennoch bereit, das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes mit ihrem Leben zu verteidigen. Sie tun der Bundeswehr gut, mehr noch: Migranten wie sie sind die Zukunft der deutschen Streitkräfte

Vielfalt in Uniform

Von Andelka Križanovic

Deutsche mit Migrationshintergrund dienen in der Bundeswehr, machen dort Karriere und sind sogar bereit, im Einsatz für die Bundesrepublik zu sterben. Wie zum Beispiel die Russlanddeutschen Sergej Motz und Roman Schmidt, die in Afghanistan ihr Leben ließen. Einige schaffen es bis in den Generalstab der Bundeswehr, zum Beispiel Dr. Ferdi Akaltin, ein Oberst beim Kommando Heer. Ist die Bundeswehr ausländerfeindlich? Ein Hort rechtsradikaler Spinner, wie ein häufig gehörtes Vorurteil lautet? Wohl kaum.

Wie hoch der Migrantenanteil in der Truppe tatsächlich ausfällt, ist unbekannt. Das liegt daran, dass die Bundeswehr die ethnische Herkunft ihrer Bewerber bisher nicht erfasst. Einer Studie des früheren Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr zufolge hatten 2009 zwölf Prozent aller Soldaten in Deutschland ausländische Wurzeln. Ein Spiegelbild der Gesellschaft ist das noch nicht: Menschen mit Migrationshintergrund machen inzwischen ein Fünftel der deutschen Gesamtbevölkerung aus.  Doch gefühlt wird die Truppe schon jetzt immer multiethnischer. Die hier porträtierten Soldaten berichten von immer mehr Kameraden mit ausländischen Wurzeln. "Wir sind nicht wenige", sagt Hauptmann Marcelino Granath. Granath ist Berliner und seine Mutter Deutsche. Sein Vater stammt aus Mosambik. Laut Definition des Statistischen Bundesamts hat Granath damit einen Migrationshintergrund. Auch Bürger mit deutschem Pass, die in Deutschland geboren sind, gelten als "Personen mit Migrationshintergrund", wenn mindestens ein Elternteil zugewandert ist.
 
Doch wer dienen will, braucht die deutsche Staatsbürgerschaft. Und die haben fast sieben Millionen Migranten in Deutschland nicht. In Zeiten des Personalmangels in einigen Bereichen der Bundeswehr ist das ein riesiges brachliegendes Potenzial. Wolfgang Hellmich, Verteidigungsexperte der SPD, möchte das ändern. Er lässt prüfen, ob wenigstens EU-Ausländern der Zugang zur Bundeswehr erlaubt werden kann. Neuankömmlinge aus Spanien, Griechenland, Italien oder anderen EU-Staaten machen mehr als 60 Prozent der Einwanderer in Deutschland aus.  

Es ist ein einfaches Rechenspiel: Laut Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen müssten künftig jährlich 60.000 Bewerbungen eingehen, um den Personalbedarf zu decken. Das sind knapp zehn Prozent eines Jahrgangs. Aktuell haben in Deutschland mehr als ein Viertel aller Jugendlichen zwischen 15 und 20 Jahren einen Migrationshintergrund. Wer nach Deutschland kommt, ist jung, vor allem aber jünger als der deutsche Durchschnittsbürger. Es wäre unverständlich und fahrlässig, würde die Bundeswehr aus diesem großen Potenzial nicht auch und verstärkt ihr Personal rekrutieren.

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