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Marsch der Verbundenheit: 130 Kilometer für Solidarität




Der sechste Marsch der Verbundenheit ist am Samstagmorgen in Bieswang gestartet. Die Strecke führt in acht Etappen nach Weißenburg, die Gesamtdistanz beträgt knapp 130 Kilometer. Dabei ist das Ziel des Marsches geografisch nicht zu fassen. Initiatorin Irmengard Röhle geht es vielmehr um die Aufmerksamkeit für die deutschen Soldaten im Auslandseinsatz.

"Sie sollen wissen, dass sie in der Heimat Unterstützung erfahren und dass hier Menschen sind, die an sie denken", sagte Röhle, Vizepräsidentin für Betreuung im Reservistenverband. Sichtbares Zeichen: Auf jeder Etappe werden als Symbol der Solidarität gelbe Bänder unterschrieben und in die Einsatzgebiete geschickt.

Was ist neu in diesem Jahr?
Gleich zwei Neuerungen gibt es in diesem Jahr. Erstmals verläuft die erste Etappe gemeinsam mit einem weiteren Marsch. Die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Bieswang veranstaltete parallel ihren jährlichen Marsch durch das Altmühltal. Durch den Synergieeffekt waren es rund 200 Marschierer, die sich gleichzeitig auf den Weg machten. Die zweite Neuerung ist zudem die Streckenführung. Verlief die Marschroute in den vergangenen Jahren auf der Landkarte wie eine Gerade, so ist es in diesem Jahr – mehr oder weniger – eine Runde, die Röhle und ihr Team drehen. Auf diese Art und Weise ist es möglich, mehr Multiplikatoren in Boot zu holen. Gemeint sind die Bürgermeister und Landräte der angesteuerten Städte und Kreise.

PTBS nicht aus den Augen verlieren
Den Anfang machte am Samstag Pappenheims Bürgermeister Uwe Sinn, der auf dem gelben Band der Solidarität unterschrieb und den Marschteilnehmern viel Erfolg wünschte. Auch der Landtagsabgeordete Manuel Westphal war nach Bieswang gekommen, um die Marschierer auf die Strecke zu verabschieden. In seiner kurzen Ansprache erinnerte er an diejenigen, die augenscheinlich zwar wohlbehalten, aber dennoch nicht gesund aus den Einsätzen zurückkehren. "Nicht wenige Soldaten haben nach der Rückkehr mit posttraumatischen Belastungsstörungen zu kämpfen. Auch sie dürfen wir nicht vergessen", sagte Westphal, gleichzeitig Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Meinheim.

"In weltweiten krisen kein Schwarz-Weiß"
In einem Feldgottesdienst vor dem Start segnete Pfarrerin Jutta Störch die Solidaritätsschleifen, reflektierte aber kritisch: "Friedensdienste mit der Waffe? Klar, darüber kann man streiten. Doch in den weltweiten Krisen gibt es kein Schwarz-Weiß. Auch für unsere Bundeswehr-Soldaten sind die Einsätze stets ein Aufbruch ins Ungewisse und es ist gut für sie, wenn sie wissen, dass zuhause jemand an sie denkt." Zudem würden nicht die Waffen gesegnet werden, sondern dass Frieden und Gerechtigkeit wachsen können. Mehr als 2.700 Bundeswehrsoldaten sind es aktuell, die ihren Dienst fern der Heimat verrichten.

So geht es weiter
Der Marsch der Verbundenheit führt noch bis zum kommenden Samstag durch Mittelfranken. Ob für eine ganze Etappe, für ein paar Kilometer oder in einem der Orte zum Unterschreiben auf den gelben Bändern – jeder ist willkommen. Die einzelnen Strecken und Kontaktinformationen gibt es im Internet unter www.marschderverbundenheit.de.

Weitere Eindrücke im flickr-Stream

Sören Peters

Bild oben:
Startschuss zum Marsch der Verbundenheit, gleichzeitig
richtete die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Bieswang
ihren Altmühltalmarsch aus. Insgesamt gingen rund 200 Teilnehmer
auf die Strecke. (Foto: Sören Peters)

Zweites Bild:
Beim Antreten werden Reservisten, aktive Soldaten und zivile
Teilnehmer für die Märsche gebrieft. (Foto: Sören Peters)

Drittes Bild (v.l.n.r.):
Der bayerische Landtagsabgeordnete Manuel Westphal,
Pappenheims Bürgermeister Uwe Sinn,
Initiatorin Irmengard Röhle und der Vorsitzende der Landesgruppe
Bayern im Reservistenverband, Prof. Dr. Friedwart Lender.
(Foto: Sören Peters)

Viertes Bild:
Pfarrerin Jutta Störch segnet die gelben Bänder der Solidarität.
(Foto: Sören Peters)

Bild unten:
Initiatorin Irmengard Röhle auf der Marschstrecke.
(Foto: Sören Peters)

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