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Masar-i-Scharif: Afghanen sorgen selbst für Sicherheit




Die internationale Schutztruppe Isaf hat in Masar-i-Scharif offiziell mit der schrittweisen Übergabe der Verantwortung an die afghanischen Sicherheitskräfte begonnen. Damit ist der Einsatz am Hindukusch zumindest politisch in eine neue Phase eingetreten.

Für die mehr als 3.000 deutschen Soldaten, die in und um Masar-i-Scharif stationiert sind, hat die Verantwortungsübergabe vorerst aber keine direkten Auswirkungen. Sie leisten weiter ihren Dienst und bleiben Teil der Isaf. Verantwortlich für die Sicherheit in der Region, wo sich das größte deutsche Feldlager und der Sitz des Regionalkommandos Nord befinden, war zuvor ohnehin nicht Deutschland, sondern Schweden. Die Skandinavier leiten das dortige Regionale Wiederaufbauteam.

Sieben Modellregionen für alleinige Verantwortung
Der afghanische Präsident Hamid Karsai hatte im Frühjahr Masar-i-Scharif als eine von insgesamt sieben Städten und Distrikten deklariert, in denen die afghanischen Sicherheitskräfte die alleinige Verantwortung für den Schutz der Bevölkerung übernehmen sollen. Schon seit langer Zeit gilt die Hauptstadt der Provinz Balkh mit ihren rund 300.000 Einwohnern als relativ sicher.
 
Ausschlaggebend für die Übergabe ist aber auch der Entwicklungsstand der Sicherheitskräfte vor Ort. Sie müssen selbstständig in der Lage sein, die eigene Bevölkerung zu schützen. Voraussetzung dafür sind eine angemessene Ausbildung und Ausrüstung. Für beides sorgte die Isaf-Truppe in der Vergangenheit. "Die Übergabe der Sicherheitsverantwortung ist ein Prozess, kein Ereignis. Ein wichtiger Prozess für Afghanistan und Isaf nach zehn Jahren Einsatz", sagt Brigadegeneral Dirk Backen, der derzeit das deutsche Einsatzkontingent in Afghanistan führt.

Konzentration auf härter umkämpfte Gebiete
Doch auch nach der Übergabe stellt die internationale Schutztruppe weiterhin Hilfe bereit, wenn diese von der afghanischen Regierung erbeten wird, das sogenannte "Partnering" ist nicht beendet. Ziel dieser neuen Phase des Einsatzes ist es aber, dass sich Isaf auf andere Schwerpunkte konzentrieren und in stärker umkämpften Gebieten die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Übergabe schaffen kann. Das Übertragen der Verantwortung ist aber auch Symbolik. Sie zeigt, dass in Masar-i-Scharif jetzt Afghanen selbst für ihre Sicherheit sorgen können und wollen.

spe

Bild oben:
Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte.
Hier: Das Zerlegen und Zusammensetzen einer Waffe.
(Foto: Bundeswehr/Stollberg via flickr.com)

Bild unten:
Ein Ausbilder und ein Soldat werten Schießergebnisse aus.
(Foto: Bundeswehr/von Söhnen via flickr.com)

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