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Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) hat mehr als 115.000 Mitglieder. Wir vertreten die Reservisten in allen militärischen Angelegenheiten.

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Medieninteresse übertraf beim Tag der Reservisten alle Erwartungen




Am vergangenen Samstag fanden in ganz Deutschland Veranstaltungen anlässlich des Tages der Reservisten statt. In Flensburg, Husum, Kiel und Neumünster gab es zentrale Schwerpunktveranstaltungen des Reservistenverbandes. Tausende kamen bei bestem Kaiserwetter, denn die Reservisten hatten überall ein vielfältiges Programm zusammengestellt, um die Bevölkerung über ihre Arbeit zu informieren. Und bereits am Freitag wurde mit einer außergewöhnlichen Aktion auf den Tag der Reservisten aufmerksam gemacht: Reservisten gingen in Uniform zur Arbeit. Dies sorgte für ein breites Medieninteresse.

Reinhard Unruh, Landesvorsitzender des Reservistenverbandes und Oberst a.D., hatte mit seinem Planungsstab umfangreiche Vorarbeiten für die Veranstaltungen geleistet. Er sagt: "Unser neues Konzept für den Tag der Reservisten wurde in Schleswig-Holstein als Pilotveranstaltung durchgeführt. Mit Leuchtturmveranstaltungen, die gleichzeitig in vier Städten durchgeführt wurden, haben wir erreicht, dass Kräfte gebündelt wurden und die Veranstaltungen attraktive Anziehungsmagnete für die Bevölkerung waren". Zwischen zehn und 14 Uhr konnten sich die Schleswig-Holsteiner auf dem Großflecken in Neumünster, auf dem Rathausmarkt in Kiel, am Nordertorkai in Flensburg und am Neuen Rathaus in Husum über die Arbeit der Reservisten informieren. Gemeinsam mit den befreundeten zivilen Organisationen aus dem Bereich des zivilen Katastrophenschutzes wurde dargestellt, welche Aufgaben die Reservisten im Katastrophenfall haben und wie die Zivil-Militärische-Zusammenarbeit (ZMZ) in diesem Bereich funktioniert. "Ein großes Lob gilt auch der Bundeswehr", sagt Michael Sauer, Vizepräsident des Reservistenverbandes und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Der Oberst der Reserve sagt: "Die Veranstaltungen haben erneut gezeigt, dass wir die Menschen nur mit dem Großgerät der Truppe anziehen können. In Neumünster hat das hervorragend funktioniert. Infostände alleine ziehen heute nicht mehr." Um 17.30 Uhr fanden am Samstag zeitgleich vier sicherheitspolitische Vortragsveranstaltungen in den vier Städten statt, um über die Arbeit und das ehrenamtliche Engagement der Reservisten zu informieren.

Zufriedene Bilanz gezogen
Christian Faul ist Vizepräsident des Reservistenverbandes für sicherheitspolitische Bildung und war mit dem Landesvorsitzenden Reinhard Unruh Hauptinitiator der Veranstaltungen in Deutschlands Norden. Insgesamt ist Faul mit dem Verlauf zufrieden: "In Neumünster haben wir alle Erwartungen übertroffen. Für unsere Abendveranstaltungen müssen wir künftig anders werben. Wir haben nicht deutlich genug gemacht, dass an diesen Terminen jedermann teilnehmen konnte. Viele dachten wohl, es wären nur geladene Gäste zugelassen". Da es sich um den ersten Versuch gehandelt habe, Öffentlichkeitsarbeit, sicherheitspolitische Arbeit und Mitgliederwerbung in einer gemeinsamen Veranstaltung zusammenzuführen, seien die gesammelten Erfahrungswerte hilfreich für zukünftige Tage der Reservisten.
Vizepräsident Michael Sauer sah sich bei Veranstaltungen in Stralsund und Neumünster um. Seine Bilanz ist ebenfalls insgesamt positiv. Er sagt: "Wir haben ein breites Presseecho erreicht und viele Besucher angezogen. Bei Kaiserwetter kamen Tausende zu unseren Veranstaltungen. Von den vier Veranstaltungen in Schleswig-Holstein war die in Neumünster die erfolgreichste – ähnlich wie die in Stralsund im Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb rege ich an, dass dieses Modell im kommenden Jahr auf andere Landesteile übertragen werden sollte." In den kommenden Wochen werden nun die Erfahrungsberichte der Gliederungen ausgewertet. Eine Jury wird – wie in den vergangenen Jahren auch – die besten Veranstaltungen prämieren.

Zuschauermagnet Neumünster
In Neumünster zeigte sich, wie gut die Vernetzung zwischen der Stadt, den zivilen Katastrophenschutzorganisationen, der Bundeswehr und dem Reservistenverband funktioniert. Auf dem Großflecken – einem zentralen Platz in Neumünster – hatten alle Beteiligten ein umfangreiches Ausstellungsprogramm aufgebaut, um die Bevölkerung über die Zivil-Militärische-Zusammenarbeit und die Aufgaben des Reservistenverbandes zu informieren. Die drei in Neumünster ansässigen Reservistenkameradschaften konnten dabei auf eine mehrjährige Zusammenarbeit zum Tag der Reservisten zurückblicken. Dank der Unterstützung des Logistikbataillons 162 und des Instandsetzungsbataillons 166 war es möglich, einen Bergepanzer auf dem Großflecken samt Schwerlasttransporter zu zeigen und Erbsensuppe aus der Feldküche anzubieten. Technisches Hilfswerk, Berufsfeuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Malteser-Hilfsdienst, die Schnelle Einsatzgruppe des DRK sowie die Regieeinheit Katastrophenschutz der Stadt Neumünster hatten Informationsstände und Fahrzeuge aufgebaut, um über die jeweiligen Aufgaben zu informieren. Abgerundet wurde das umfangreiche Programm durch das 40 Mann starke Blasorchester Tungendorf. Organisatoren dieser erfolgreichen Veranstaltung waren Hauptmann d.R. Mathias Bölke, Oberfeldwebel d.R. Udo Weiß und Oberstleutnant d.R. Detlef Neubauer.

Bundespolizei und Zoll in Flensburg dabei
Auch am Nordertorkai in Flensburg zogen die zivilen Katastrophenschutzeinrichtungen mit den Reservisten an einem Strang. Zusätzlich waren Zoll und Bundespolizei vor Ort und zeigten Ausschnitte aus ihrer täglichen Arbeit. Der Zollkreuzer "Schleswig-Holstein" und ein Boot der Bundespolizei sorgten für zusätzliches Aufsehen. Durch die Teilnahme von dänischen Reservisten, sowohl bei der Veranstaltung am Nordertorkai als auch beim sicherheitspolitischen Empfang in der Bürgerhalle des Flensburger Rathauses, wurde die internationale Zusammenarbeit des Reservistenverbandes deutlich. Organisator war Oberstleutnant d.R. Andreas Weber. Zusammen mit einem kleinen Team von engagierten Reservisten hatte er die Organisation gestemmt.

Jugendorchester unterstützte in der grauen Stadt am Meer
In Husum fand die Veranstaltung direkt am Binnenhafen statt. Vor dem Neuen Rathaus der Stadt hatten Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW) und DRK Teile ihres umfangreichen Fuhrparks aufgebaut, um über die Aufgabe im Katastrophenschutz zu informieren. Die Reservisten zeigten – gemeinsam mit dem Marinebund aus Heide – welche Aufgaben sie im Bereich der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit haben. Das Jugendblasorchester Rödemis sorgte mit seinen Auftritten für viel Aufmerksamkeit.

Rettungsfahrzeugausstellung in Kiel
Auf dem Rathausplatz in der Landeshauptstadt Kiel hatten die sogenannten Blaulichtkräfte gemeinsam mit den drei örtlichen Reservistenkameradschaften sowie der Kreisgruppe Schleswig-Süd ein umfangreiches Informations- und Ausstellungsprogramm zusammengestellt. THW, Malteser-Hilfsdienst, Polizei und Feuerwehr stellten in einer Fahrzeugschau die Einsatz-, Rettungs- und Bergefahrzeuge vor. Zusätzlich demonstrierten die Feldjägerkräfte aus Eckernförde ihre Einsatzfahrzeuge und informierten über ihre Aufgaben. Das Rahmenprogramm wurde durch den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Felm, einer Kinderbetreuung (Hüpfburg, Kinderschminken und weiteren Spielmöglichkeiten) gestaltet. Zusätzlich stellten die ehrenamtlichen Mitglieder des "Bündnis Kiel" und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ihre Arbeit vor.

Link zu Pressebericht der Lübecker Nachrichten vom 24.09.2011 über einen Reservist in Uniform am Arbeitsplatz

Link zu Pressebericht der Kieler Nachrichten vom 25.09.2011 über die Veranstaltung in Neumünster

Link zu Pressebericht des Holsteiner Couriers vom 26.09.2011 über die Veranstaltung in Neumünster

Link  zu Pressebericht der Märkischen Allgemeinen vom 26.09.2011 über eine Veranstaltung zum Tag der Reservisten in Schmachtenhagen

Link zu Pressebericht im Online-Magazin Neckartal-Odenwald vom 26.09.2011 über eine Veranstaltung zum Tag der Reservisten in Neckarlauer

Hans-Adolf Deussing / Detlef Struckhof
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