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Meinungsbild der Bevölkerung zur Bundeswehr




Das Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr präsentiert ein detailliertes Meinungsbild der Bevölkerung zur Bundeswehr, den Auslandseinsätzen und der Wehrpflicht.
Das Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr (SOWI) in Strausberg veröffentlicht heute die Ergebnisse der diesjährigen Bevölkerungsbefragung. Das Institut befragte zwischen Mai und Juni 2008 in einer repräsentativen Studie mehr als 2400 Bundesbürger zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr, zur Bundeswehr allgemein und den transatlantischen Beziehungen und erhielt damit ein detailliertes Meinungsbild der deutschen Bevölkerung. Die jährliche Bevölkerungsbefragung wird seit 1996 regelmäßig durchgeführt und ermöglicht damit in einigen Fragestellungen eine Langfristbeobachtung. Die Befragung beruht auf einem wissenschaftlichen Projektdesign des SOWI. Die Daten wurden durch ein unabhängiges Institut (TNS Emnid Politik- und Sozialforschung) erhoben und sind repräsentativ.
Der ISAF-Einsatz wird insgesamt positiv beurteilt und von den Bundesbürgern weiter unterstützt. 64 Prozent befürworten die Beteiligung an ISAF, 36 Prozent der Befragten bewerten den ISAF-Einsatz als Erfolg und nur jeder Sechste bezeichnet diesen als nicht erfolgreich.
Auch die Auswirkungen des ISAF-Einsatzes werden positiv eingeschätzt. 56 Prozent der Befragten sehen durch das Wirken der Bundeswehr eine Verbesserung der Sicherheitslage im Norden Afghanistans und 68 Prozent meinen, die Bundeswehr habe dazu beigetragen, dass Hilfsorganisationen vor Ort besser arbeiten könnten. 61 Prozent der Befragten sind der Überzeugung, der Einsatz der Bundeswehr habe die Lebensbedingungen der örtlichen Bevölkerung verbessert.
Die anderen Auslandseinsätze der Bundeswehr werden ebenfalls von den Bürgern mit zum Teil deutlicher Mehrheit unterstützt. So stimmen 70 Prozent der Bundesbürger der Beteiligung der Bundeswehr an der Friedenstruppe der NATO in Kosovo und der Friedenstruppe der EU in Bosnien und Herzegowina zu.
Die mehrheitliche Zustimmung zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr erklärt sich nach Analyse des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr zu einem wesentlichen Teil durch die insgesamt positive Haltung der Bevölkerung zur Bundeswehr. 85 Prozent der Bürger haben persönlich eine positive Einstellung zur Bundeswehr und 89 Prozent der Bürger vertrauen der Bundeswehr. Sie nimmt damit hinter der Polizei und dem Bundesverfassungsgericht einen Spitzenplatz ein.
Mit 62 Prozent plädierten die Befragten mehrheitlich für die Beibehaltung der Wehrpflicht gegenüber 27 Prozent, die sich für eine Abschaffung aussprachen, und 11 Prozent, die keine klare Meinung haben. Das Ergebnis bestätigt erneut die Stabilität, die in dieser Frage seit Jahren in der deutschen Bevölkerung vorherrscht. Die Studie befasst sich über diese Ergebnisse hinaus mit der Meinung der Bevölkerung zur Sicherheits- und Bedrohungswahrnehmung der Bundesbürger, Einstellungen zu grundlegenden sicherheitspolitischen Fragen, Meinungen zu den Aufgaben der Bundeswehr, zu den Verteidigungsausgaben und zum Streitkräfteumfang, Einstellungen zur Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik und zur NATO, sowie Werteorientierungen, gesellschaftspolitischen Zielen und der Mediennutzung der Befragten.
Das Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr in Strausberg ist eine auf streitkräftebezogene empirische Sozialforschung sowie auf militärsoziologische Grundlagenforschung spezialisierte Forschungseinrichtung. Seine Arbeit ist Teil der Ressortforschung des Bundes, sein Kernauftrag ist es, dem Bundesministerium der Verteidigung wissenschaftliche Erkenntnisse als Entscheidungshilfe zur Verfügung zu stellen. Das Sozialwissenschaftliche Institut erfüllt seinen Auftrag auf der Grundlage der Freiheit von Wissenschaft und Forschung und im Verständnis, zur kritischen Selbstreflexion der Streitkräfte beizutragen.

Text: BMVg

Weitere Informationen
Ein Kurzbericht zur vorliegenden Befragung ist hier verfügbar

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