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Minister: „Reserve hat interessante Konzepte“




Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg besuchte Zentrum Innere Führung in Koblenz.

Während Teile der Opposition zu Guttenberg "einen etwas zu forschen Zickzack-Kurs bei der Reform der Bundeswehr" vorwerfen, äußerte sich der Verteidigungsminister beim Auftakt seiner Sommerreise beim Zentrum Innere Führung in Koblenz in aller Deutlichkeit zur gegenwärtigen Strukturdebatte. "Wenn wir einfach so weitermachen wie bisher, gestalten wir nicht, sondern tragen ein System zu Grabe. Wenn wir so weitermachen wie bisher, benötigen wir bis zum Jahr 2014 rund 5,6 Milliarden Euro mehr", so zu Guttenberg. Eine dringend notwendige neue Ausrüstung für die derzeit 252.000 Soldaten sei nicht finanzierbar. "Hier ist ein kritischer Diskurs und nicht verschämtes Schweigen angebracht", sagte er am Dienstag zu Soldaten und Pressevertretern.

Sein Wunsch: Die Bundeswehr muss mehr in den Blick der Gesellschaft rücken und die Attraktivität des Dienstes in der Bundeswehr deutlich gesteigert werden. Er stellte mehrere Fragen an die Runde, mit denen er sich derzeit täglich befasst: "Wie viele junge Menschen ziehen wir eigentlich noch? Was ist der Auftrag der Bundeswehr? Was brauchen wir mindestens? Was ist dem Bürger seine Sicherheit wert?"

Eine mögliche Verkleinerung der Armee bedeute aus seiner Sicht nicht, dass sich die Bundeswehr aus der Fläche zurückziehe. Die bindende Kraft zur Bevölkerung solle weiter bestehen bleiben – die Kommunikation und das Hineinwirken in die Gesellschaft gar intensiviert werden. "Dazu können die Reservisten einen großen Beitrag leisten. Von der Reserve liegen mir bereits interessante Konzepte vor", lobte er.

Zu Guttenberg ist sich bewusst, dass eine Umstrukturierung nicht in zwei Jahren zu meistern ist. In einem solchen Prozess, der sechs bis acht Jahre benötige, sei Flexibilität und die kontinuierliche Verbesserung gefragt. Der Minister wehrte sich gegen gängige Stereotypen: "Dass die Bundeswehr bei einer Verkleinerung verdumme, ist blanker Unsinn und beleidigt jeden Berufssoldaten, der schon jetzt tätig ist." Allerdings dürfe die Bundeswehr kein finanzieller Rettungsanker in der Lebensplanung sein.


Barbara Damm

Bild: Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr
zu Guttenberg erläutert Soldaten seine Pläne.
Hier beim Zentrum Innere Führung der Bundeswehr in Koblenz
(Foto: Barbara Damm)

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