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Minister und Generalinspekteur loben ehrenamtliches Engagement




Politik im Dialog mit den Bürgern – das gab es am vergangenen Wochenende beim "Staatsbesuch" in Berlin. Alle 14 Ministerien und das Kanzleramt hatten zum Tag der offenen Tür eingeladen. Am Samstag empfing Verteidigungsminister Dr. Thomas de Maizière MdB im Bendlerblock persönlich seine Gäste. Im Bürgergespräch lobte er das ehrenamtliche Engagement in Deutschland und hob dabei den Reservistenverband hervor.

Eine Vertreterin der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) hatte dem Minister zuvor für die Knochenmarkspenden durch die Wehrdienstleistenden der Bundeswehr gedankt, jedoch den Wegfall der Wehrpflicht beklagt. Dadurch würden der gemeinnützigen Gesellschaft zahlreiche Spender verloren gehen.

"Gleicher Menschenschlag macht sich für Gemeinwohl stark"
"Ob in der Schule im Elternrat oder auch bei Blut- oder Knochenmarkspenden – letzten Endes ist es immer der gleiche Menschenschlag, der sich für die Gemeinschaft stark macht", sagte der Minister und verwies in diesem Zusammenhang auf die zahlreichen Organisationen, die sich dem Gemeinwohl widmen. Als Beispiel nannte er den Reservistenverband: "Die haben 120.000 Mitglieder, die sich ehrenamtlich engagieren. Vielleicht lässt sich da ja was machen."

Dem Termindruck zum Trotz nahm sich der Minister auch Zeit für ein kurzes Gespräch am Stand des Reservistenverbandes, betrieben von den Kameraden der Landesgruppe Berlin. Zu der zukünftigen Konzeption der Reservistenarbeit konnte er noch nichts sagen, konkret werde es erst Ende November. Jedoch unterstrich de Maizière: "Ich möchte, dass wir nicht nur denken ‚Wo sind Reservisten, die Spezialisten sind?‘, sondern ‚Wo sind Spezialisten, die Reservisten werden können, um sie dann für die Bundeswehr zu gewinnen?‘ Das alles geht nur über die Menschen."

"Wer etwas für sein Land tut, sollte das honoriert bekommen"
Sowohl beim Bürgergespräch vor dem Bendlerblock als auch am Samstagnachmittag in der Bundespressekonferenz stellte sich de Maizière den Fragen der Wähler. In erster Linie ging es dabei um den freiwilligen Wehrdienst, der offenbar sehr kritisch beäugt wird. Warum eine junge Frau oder ein junger Mann überhaupt zur Bundeswehr gehen sollte, wollte eine Bürgerin wissen. "Die meisten Unternehmen wollen keine glatten Karrieristen, sondern diejenigen, die auch mal etwas anderes gemacht haben. Und das ist gut so: Wenn eine junge Frau oder ein junger Mann etwas für sein Land tut, sollte das entsprechend honoriert werden. Die Bundeswehr ist eine Schule fürs Leben", antwortete der Minister, der offensichtlich locker und gut gelaunt war. "Auch wenn man mal zehn Minuten strammstehen muss, obwohl es überall juckt, kann das im übertragenen Sinn für die weitere helfen."

Programm lockt rund 5.000 Besucher
Knapp 2.700 Besucher waren am Samstag in der Berliner Dienststelle des Verteidigungsministeriums zu Gast. Bis Sonntagabend dürften es insgesamt 5.000 Gäste gewesen sein, die die Wache passierten. Neben den Infoständen der verschiedenen bundeswehrnahen Organisationen wurden Führungen durch den Bendlerblock angeboten, das Wachbataillon demonstrierte sein Können und die interessierten Besucher konnten die Einsatzfahrzeuge „Fennek“ und „Dingo“ besichtigen. Für den musikalischen Rahmen sorgte das Heeresmusikkorps. Ausdrücklich hatte Verteidigungsminister Thomas de Maizière die Besucher bei der Begrüßung aufgefordert, das Ehrenmal auf der anderen Seite des Gebäudes zu besuchen. Dort gedenkt die Bundeswehr der Soldaten und zivilen Mitarbeiter, die seit 1955 in Ausübung des Dienstes ihr Leben ließen.

Besuch vom Generalinspekteur am Sonntag
Einen Tag nach dem Besuch des Ministers war Generalinspekteur Volker Wieker zu Gast am Stand des Reservistenverbandes. Deutschlands ranghöchster Soldat lobte ebenfalls das ehrenamtliche Engagement der Berliner Reservisten, die erfolgreich den Verband repräsentierten.

Eine Bildergalerie finden Sie unter http://www.facebook.com/Reservistenverband.


Sören Peters

Bild oben:
Vizepräsident Jörg Furch (links) und
Präsident Gerd Höfer (rechts) mit
Verteidigungsminister Dr. Thomas de Maizière.

Zweites Bild:
Trotz Termindrucks nahm sich der Minister Zeit für
ein kurzes Gespräch am Stand des Reservistenverbandes.

Drittes Bild:
Die Kameraden der Landesgruppe Berlin brachten
kistenweise Werbematerial unter’s Volk.

Viertes Bild:
Guido Fehling und Tochter Luise (sechs Jahre) zeigen
ihre Solidarität mit den Soldaten im Einsatz.

Bild unten:
Generalinspekteur (GI) Volker Wieker zu Gast am Stand.
Vizepräsident Jörg Furch nimmt das GI-Wappen im Empfang.
(Fotos: Sören Peters (3), Dieter Friebe (2))

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