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Mit den Impulsen der Basis die Zukunft gestalten




Bei der außerordentlichen Bundesdelegiertenversammlung in Fulda stimmten die Delegierten über Satzungsfragen ab.

Foto: Nadja Klöpping

BDVBDV2021

Wahl- und Delegiertenordnung, Ordnung über außerordentliche und Fördermitglieder, Satzungsfragen – der zweite Tag der außerordentlichen Bundesdelegiertenversammlung (BDV) klang auf dem Papier erst einmal nach trockener Kost. Am Ende war doch reichlich Musik drin – ganz im positiven Sinne.

Etwa beim Antrag zur Marketingstrategie. Das Erweiterte Präsidium (EP) wird beauftragt bis zur kommenden Jahrestagung der Reserve im Oktober 2022 eine Marketingstrategie zu entwickeln bzw. entwickeln zu lassen, die zum einen den Markenkern des Reservistenverbandes herausstellt und zum anderen die zukünftige Mitgliedergewinnung und -bindung auf eine moderne, zeitgerechte und zielorientierte Basis stellen sowie den allgemeinen Auftritt der Reservistenverbandes in der Öffentlichkeit definieren kann.

Generell treibt das Thema der Mitgliedergewinnung die Delegierten – und damit auch die Mitglieder – um. Wie können wir als Verband uns verjüngen, was können wir bieten, damit die Menschen nicht nur kommen, sondern auch langfristig bleiben? Die Mehrwerte einer Mitgliedschaft, den Kern der „Marke Reservistenverband“, soll nun eine Arbeitsgruppe hervorheben. Die Impulse dafür sollen vor allem von der „Basis“ kommen. Eben jene Kameradinnen und Kameraden sind es schließlich, die vor Ort die Arbeit und die Angebote machen.

In diesem Licht ist auch die Diskussion um die inzwischen ausgesetzte Auskleidung der Ü65-Kameraden zu sehen. Hier hat die BDV das Präsidium beauftragt, mit dem Verteidigungsministerium schnellstmöglich eine einvernehmliche Lösung zu finden. Der Beschluss ist jedoch eher symbolisch und zeigt: „Wir haben das Thema auf dem Schirm“. Zum Umgang mit Ü65-Reservisten gibt es bereits eine Arbeitsgruppe, die sich seit einem Jahr mit diesem Thema auseinandersetzt. Die Ablehnung des Antrags in seiner ursprünglichen Form – gefordert waren konkrete Maßnahmen in einem vorgegebenen Zeitraum – und die nun beschlossene Umformulierung ist also als Vertrauensbeweis zu sehen, dass der Verband hier mit dem Stellvertretenden Generalinspekteur Markus Laubenthal und den weiteren Vertretern aus BMVg und Streitkräfteamt eine gute und für alle tragbare Lösung findet.

Satzungsänderungen

Darüber hinaus hat die BDV zahlreiche Änderungen der Satzung beschlossen. So öffnet sich der Verband weiter gegenüber der aktiven Truppe. Aktive können nun ordentliche Mitglieder werden und Ämter bekleiden, allerdings mit der Einschränkung, dass ins Präsidium und zu Landesvorsitzenden, also ins Erweiterte Präsidium, nur Reservisten gewählt werden können. Darüber hinaus wird aktiven Soldatinnen und Soldaten befreundeter oder verbündeter Streitkräfte die Möglichkeit eröffnet, außerordentliches Mitglied im Reservistenverband zu werden.

Um die Basisdemokratie im Verband zu stärken, findet die Bundesdelegiertenversammlung künftig alle zwei Jahre statt. Gewählt wird das Präsidium aber weiterhin für vier Jahre. Die nächste BDV im Jahr 2023 ist also wieder eine „Wahl-BDV“, die übernächste 2025 widmet sich dann wieder ausschließlich der inhaltlichen Arbeit. Ebenfalls neu ist die Pflege und Erhaltung von Kulturwerten bei den unmittelbaren gemeinnützigen Zwecken, wodurch die Reservistenmusikzüge eine Aufwertung erfahren.

Weitere Satzungspunkte wurden gemäß der aktuellen Rechtsprechung angepasst oder haben zum Hintergrund, Verfahren im laufenden Betrieb zu vereinfachen. Sobald die geänderte Satzung und die ergänzenden Ordnungen vorliegen, werden diese hier auf der Seite zum Download bereitgestellt.

Offene Diskussion

In der sich anschließenden Diskussion trugen die Delegierten im Auftrag der sie wählenden Mitglieder verschiedene Dinge vor, die der Basis auf der Seele liegen – von der politischen Vernetzung bis hin zur schwieriger werdenden Suche nach RK- und Kreisvorständen. Hier geht es dem Reservistenverband nicht anders als anderen Vereinen. Eine Maßnahme könnte sein, die lokale RK als Basis zu überdenken und sich stattdessen in Richtung von interessengeleiteten Arbeitsgemeinschaften – auch digital vernetzt – zu entwickeln. „Junge Menschen investieren nur Zeit, wenn sie merken, dass es sich lohnt. Lasst uns über die guten Sachen reden, und nicht immer nur über das, was nicht gut läuft“, motivierte der niedersächsische Landesvorsitzende Manfred Schreiber dazu, einen Ruck durch den Verband gehen zu lassen. Auch hier sollte sich künftig die oben erwähnte Arbeitsgruppe, die sich mit dem Markenkern und der Marketingstrategie des Verbandes befassen wird, Ansätze liefern können. „Mit den Impulsen von der Basis können wir an die Bundeswehr herantreten, um die Reserve der Zukunft zu gestalten“, sagte Oberst d.R. Prof. Dr. Patrick Sensburg, Präsident des Reservistenverbandes. „Lassen Sie uns diesen Schwung mitnehmen.“

Ehrung

Zum Abschluss der BDV zeichnete Sensburg Michael Sauer, Ehrenmitglied des Präsidiums, für seine vielfältigen Verdienste in den vergangenen Jahrzehnten rund um die Bundeswehr, die Reserve und den Verband mit der Ehrennadel in Gold mit Diamant aus.

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