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Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) hat mehr als 115.000 Mitglieder. Wir vertreten die Reservisten in allen militärischen Angelegenheiten.

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Mittler müssen die Bundeswehr von heute kennen




Die Bundeswehr hat ein Kompetenzzentrum für Reservistenangelegenheiten geschaffen. Es hat seinen Sitz auf der Hardthöhe in Bonn. Dessen Leiter ist Oberst Benedict Freiherr von Andrian-Werburg. Er spricht in einem Interview über seinen Spielraum in der Ausgestaltung der Konzeption der Reserve und über die Mittlerrolle der Reservisten sowie über seine Zusammenarbeit mit dem Reservistenverband.

reservistenverband.de: Herr Oberst, was ist derzeit die größte Herausforderung bei der Neuausrichtung in Sachen Reserve?

Benedict Frhr. v. Andrian-Werburg: Es ist schwierig zu erreichen, dass bei der Reserve alle am gleichen Strang ziehen. Der Konzeption der Reserve fehlt in manchen Passagen die Verbindlichkeit. Ich sehe es als einen Auftrag des Kompetenzzentrums für Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr, diesen Spielraum auszugestalten, damit Reservistinnen und Reservisten – und solche, die es werden wollen – wissen, was sie erwarten können und auch die Bundeswehr verlässlich weiß, was sie von Reservistinnen und Reservisten erwarten kann. Ich erlebe, dass sich leider viele positive Ideen auf der Sachebene verlieren und untergehen. Das will ich ändern.

reservistenverband.de: Was erwarten Sie vom Reservistenverband, um die Neuausrichtung zum Erfolg zu führen?

Frhr. v. Andrian-Werburg: Ich denke, dass ein klarer Bezug und ein Bekenntnis zur Bundeswehr von heute unabdingbar notwendig ist. Niemand darf sich darauf zurückziehen, nur Mittler sein zu wollen, weil er mal irgendwann bei der Bundeswehr war. Die Bundeswehr hat sich verändert. Wer Mittler für die Belange der Bundeswehr sein will, muss die Bundeswehr von heute kennen. Dazu gehören auch Reservistendienstleistungen und der ständige Kontakt zur aktiven Truppe. Deshalb setze ich große Hoffnungen in das laufende Pilotprojekt. Was die Bundeswehr mit dem Reservistenverband diesbezüglich angestoßen hat, ist der richtige Weg. Ich glaube, dass das ein großer Wurf werden könnte.

reservistenverband.de: Wie arbeiten Sie derzeit mit dem Reservistenverband auf der Arbeitsebene zusammen?

Frhr. v. Andrian-Werburg: Unsere Zusammenarbeit ist sehr eng. Wir fahren oft in die Bundesgeschäftsstelle, die Fachleute vom Reservistenverband oft zu uns. Dabei ist die örtliche Nähe hilfreich – wir beide haben unseren Sitz in Bonn. Da können wir einfach mal ins Auto steigen und uns schnell treffen. Und wo der Reservistenverband auf Landesebene berät, kommen wir auf Einladung gern dazu, wie ich das erst kürzlich hier in Bayern getan habe. Alles in allem: Die Zusammenarbeit mit dem Reservistenverband ist auf allen Arbeitsebenen sehr gut und ausgesprochen konstruktiv. Das dient der Sache und dem gemeinsamen Ziel.

Das Interview führte Detlef Struckhof nach einem Vortrag von Oberst Benedict Freiherr von Andrian-Werburg in Nürnberg – wir berichteten.

Symbolbild oben: Reservisten sind Mittler für die Belange
der Bundeswehr in der Gesellschaft (Foto: Marco Schmidt).

Bild unten: Oberst Benedict Freiherr von Andrian-Werburg ist
Leiter des Kompetenzzentrums für Reservistenangelegenheiten
der Bundeswehr (Foto: Detlef Struckhof).

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