DAS MAGAZIN

Monatlich informieren wir unsere Mitglieder mit der loyal über sicherheitspolitische Themen. Ab sofort können Mitglieder auch im Bereich Magazin die darin aufgeführten Artikel lesen!

Mehr dazu
DER VERBAND

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) hat mehr als 115.000 Mitglieder. Wir vertreten die Reservisten in allen militärischen Angelegenheiten.

Mehr dazu

Nach Anschlag: Zu Guttenberg bricht Osterurlaub ab




In der Nähe von Kundus sind am Karfreitag drei deutsche Soldaten getötet worden. Fünf weitere wurden schwer verwundet, als eine Patrouille der Bundeswehr in einen Taliban-Hinterhalt geraten war. Ein Regierungs-Airbus brachte am Ostersonntag die Särge mit den gefallenen Soldaten nach Köln-Bonn. Seit 2002 sind insgesamt 39 deutsche Soldaten in Afghanistan ums Leben gekommen.

Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg sagte, dass man bei den Ereignissen in der Region "umgangssprachlich von Krieg reden" könne. Er bezeichnete die Lage in Afghanistan als "kriegsähnliche Zustände“. Wegen des tödlichen Zwischenfalls in Afghanistan brach zu Guttenberg seinen Osterurlaub ab.

Kritik erntet die Bundesregierung derweil vom ehemaligen Generalinspekteur Harald Kujat. Der pensionierte Vier-Sterne-General wirft der Regierung vor, aus dem Luftschlag von Kundus nicht die nötigen Lehren gezogen zu haben. Er sagt: "Die Soldaten geraten in Afghanistan in gefährliche Situationen, weil sie nicht mit den erforderlichen Aufklärungssystemen ausgerüstet sind." Die Taliban dagegen kennen das Gelände und seien daher stets überlegen. Wesentliche Komponenten moderner Aufklärungssysteme seien vorhanden, doch die Ministerialbürokratie tue nichts.
 

Die deutsche Patrouille war in der Nähe ihres Stützpunktes in Kundus im Distrikt Kandahar von etwa 200 Taliban mit Gewehrfeuer und Panzerfäusten angegriffen worden. Die Soldaten konnten zu ihrer Verteidigung keine schweren Waffen einsetzen, weil sich die Aufständischen in Häusern von Zivilpersonen verschanzt hatten. Als sich die deutschen Soldaten zurückziehen wollten, waren sie mit ihrem Fahrzeug in eine Sprengfalle geraten. Dabei wurde das Fahrzeug zerstört. Die zur Verstärkung angeforderten Kampfflugzeuge überflogen die Stellungen der Taliban, setzten aber keine Waffen ein.
(isp/dest)
Verwandte Artikel
Allgemein

Bundeswehr und Reserve - Newsblog KW 49

Was berichten die Medien in dieser Woche über die Bundeswehr und ihre Reserve? Welche Themen stehen auf der sicherheitspolitischen Agenda?...

06.12.2022 Von Sören Peters
Aus der Truppe

Wie Virtual Reality die Sanitätsausbildung revolutionieren kann

Die Technologie der Virtual Reality (VR) findet immer mehr Einzug in den Alltag der Menschen. Für die Ausbildungslandschaft bietet sie...

05.12.2022 Von Marcel Bockisch-Ernst/PIZ SanDstBw
Gesellschaft

Welche Arbeitgeber werden Partner der Reserve 2023?

Seit 2016 vergeben das Verteidigungsministerium der Verteidigung und der Reservistenverband jährlich gemeinsam öffentlichkeitswirksam die Auszeichnung „Partner der Reserve“. Der Preis...

02.12.2022 Von Redaktion