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Nach Aussetzung der Wehrpflicht – Zukunftskonzepte




Heute traten zum letzten Mal Wehrpflichtige ihren Grundwehrdienst bei der Bundeswehr an. Damit endet eine Tradition von über einem halben Jahrhundert. Doch attraktive Strukturen, mit denen es von nun an für junge Menschen nach der Schule weitergehen kann, sind bereits im Entstehen.

Zum letzten Mal hatten heute, am 03.01.2011, 12.150 junge Männer die Pflicht, sich dem Grundwehrdienst zu stellen. Sie bilden das Schlusslicht derer, die über ein halbes Jahrhundert lang Dienst an der Waffe tun mussten. Schon beim nächsten traditionellen Einberufungstermin am ersten März 2011 werden nur noch Freiwillige eingestellt. 

Ab jetzt gibt es für junge Männer – und genauso für junge Frauen – zwei Konzepte: Der Freiwilligendienst und den freiwilligen Wehrdienst. 

Der Freiwilligendienst kann als „Freiwilliges soziales Jahr“, als „Freiwilliges Ökologisches Jahr“ oder als „Internationalen Freiwilligendienst“ wahrgenommen werden. In gemeinwohlorientierten Einrichtungen, im Umweltbereich oder im interkulturellen Engagement können junge Menschen nach der Schulpflicht, bis zum 28. Lebensjahr zum Gemeinwohl (und auch zum eigenen Wohl) Erfahrungen sammeln.

Der freiwillige Wehrdienst hingegen soll jährlich bis zu 15.000 jungen Männern und Frauen offen stehen. Diese können sich für ein Jahr, bis maximal für knapp zwei Jahre bei der Bundeswehr für das neue Freiwilligenheer bewerben – wobei das erste halbe Jahr als Probezeit gilt.

„Wir können unseren Bedarf decken“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums: Im letzten Jahr hätten sich noch 41.100 Männer und Frauen für den Dienst als Zeit- und Berufssoldaten beworben – wobei nur 20.000 benötigt wurden. Er betonte jedoch auch: „Wir sind uns über die Verschärfung der Wettbewerbssituation im Klaren. Attraktivität ist für uns von strategischer Bedeutung.“ Immerhin wird das Heer künftig aus 170.000 Zeit- und Berufssoldaten bestehen und aus 15.000 freiwillig Wehrdienstleistenden – Zahlen, die erreicht werden wollen.

Darum ist nach einem Sprecher des Verteidigungsministeriums ein Attraktivitätsprogramm in Arbeit. Zudem sind bereits materielle Zuschläge festgelegt: Freiwillige Wehrdienstleistende sollen künftig 19,20 Euro monatlich zum normalen Wehrsold erhalten. Ein Entgeld von 777 bis 1.100 Euro netto monatlich ist zu erwarten – und darüber hinaus Sachleistungen wie Unterkunft und Verpflegung. Ein Prämien- und Entlassungsgeld von 76,80 Euro pro Monat der gedienten Zeit hingegen winkt beim Abschied aus der Bundeswehr. Außerdem soll es fortan auch während des Dienstes bessere Möglichkeiten zur Bildung und Fortbildung geben.

Wer sich bewerben möchte, kann sich an die Kreiswehrersatzämter wenden. Diese sind einstweilen weiterhin für die Einstellung von jungen Frauen und Männern zuständig.
 

Eva Jakubowski

Bild 1: Wehrpflichtige vor Gebäudeblock
(Foto: Eckhard Schwabe)

Bild 2: Rekrutenwegweiser
(Foto: Eckhard Schwabe)

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