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Nach Protesten: ARD sendet wieder nach Afghanistan




Die Kurzmeldung schaffte es in die Hauptnachrichtensendung der ARD. Am Dienstagabend verlas Sprecher Jens Riewa um 20.28 Uhr unter der Überschrift "Fernsehen für Bundeswehrsoldaten" die 28-Sekunden-Meldung: "Das Programm der ARD wird zu den Weihnachtstagen wieder zu sehen sein." Es sei gelungen, mit dem Betreiber SES Astra aus Luxemburg schnell und unbürokratisch eine kostenneutrale Lösung für die Übertragungen zu finden.
Das Erste Deutsche Fernsehen war seit Montag massiv in die Kritik geraten, weil der Senderverbund die Versorgung mit ihrem Fernsehprogramm nach Afghanistan eingestellt hatte – wir berichteten. Zahlreiche Politiker kritisierten dieses Vorgehen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt. Die ARD wollte mit dem Ende der Übertragungen jährlich rund eine Million Euro einsparen. Auch der Reservistenverband meldete sich kritisch zu Wort. Auf dem Facebook-Auftritt des Verbandes fanden zahlreiche Reservisten deutliche Worte: "Frechheit", "Ohne Worte", "Schweinerei", "Unter aller Sau", waren ihre knappen Kommentare.

Erfolg massiver Proteste
Roderich Kiesewetter sagt: "Das war die einzig richtige Entscheidung". Der Stellvertreter des Präsidenten des Reservistenverbandes dankt "den Protestlern aus allen politischen Lagern. Hilfreich war vor allem die Intervention von Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg und des Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus sowie unseres Ehrenpräsidenten Ernst-Reinhard Beck."

Satellit deckt ganz Afghanistan ab
Nun ist eine Lösung gefunden worden, welche die ARD noch am Montag strikt abgelehnt hatte. Die Satellitenbetreiberfirma SES Astra wird über ihren Satelliten NSS-12 senden. Er befindet sich an der Orbitposition 57° Ost. Damit ist die Abdeckung über ganz Afghanistan möglich. Zuvor hatte die ARD das Angebot der Bundeswehr zurückgewiesen, die Übertragung via Bundeswehr-Satellit zu gewährleisten. Dafür gab die ARD urheberrechtliche Bedenken an.

Detlef Struckhof

Bild oben: Jens Riewa verliest die
ARD-Meldung in der Tagesschau
(Foto: Eckhard Schwabe)

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