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Aus der Truppe

Neue Heimatschützer in Berlin: Gekommen, um zu bleiben?




Die angehenden Heimatschützer lernen derzeit das soldatische Handwerkszeug.

Foto: Florian Rode

Die Wehrdienstleistenden sollen in der Lage sein, Räume und Infrastruktur zu schützen.

Foto: Florian Rode

Freiwilliger Wehrdienstheimatschutz

Was fürs Leben mitnehmen, sich persönlich weiterentwickeln, vielleicht eine neue berufliche Perspektive entdecken – die Gründe, warum sich die Rekrutinnen und Rekruten für den neuen freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz entschieden haben, mögen noch so verschieden sein. Gerade sitzen alle im selben Boot. Gemeinsam durchlaufen sie die Allgemeine Grundausbildung. Sie tun was für ihr Land – erst einmal sieben Monate im „Präsenzdienst“, danach als Reservistin oder Reservist. Insgesamt also (D)ein Jahr für Deutschland.

Rund 320 Rekrutinnen und Rekruten sind Anfang des Monats in die Kasernen eingerückt – wir berichteten. 17 von ihnen erlernen nun beim Wachbataillon in der Berliner Julius-Leber-Kaserne das soldatische Grundhandwerkszeug: Formaldienst, Unterricht, Waffen- und Geräteausbildung. „Ich wollte mal eine völlig andere berufliche Perspektive ausprobieren“, erzählt etwa Kimberly Lüdtke. Vor allem die heimatnahe Verwendung reizt die gelernte Modedesignerin. „Die Bundeswehr ist ein sehr attraktiver Arbeitgeber, den wollte ich einfach mal kennenlernen.“

Erstmal reinschnuppern – dann verlängern?

Erst einmal reinschnuppern – ohne die Verpflichtung, gegebenenfalls in den Auslandseinsatz geschickt werden. Das weckte auch das Interesse von Lars Reinsch. Er hatte ursprünglich mit dem Gedanken gespielt, zur Feuerwehr zu gehen, erzählt er im RBB-Interview. Doch wenn es ihm bei der Bundeswehr gefällt, dann könnte er sich durchaus vorstellen, auch länger zu bleiben. Damit passt er genau in das Beuteschema der Truppe. „Natürlich erhoffen wir uns, dass einige weitermachen. Es reicht nicht aus, wenn wir nur die ausscheidenden Berufs- und Zeitsoldaten in die Grundbeorderung überführen“, sagte zuletzt der Chef des Landeskommandos NRW, Brigadegeneral Torsten Gersdorf, beim Medientag zum FWD Heimatschutz in Höxter – wir berichteten.

Das tun, was Soldaten gemeinhin leisten

Der Bedarf entstand aus der geopolitischen Großwetterlage heraus, die es notwendig machte, den Fokus zu weiten – neben den Auslandseinsätzen ist Landes- und Bündnisverteidigung heute gleichrangige Aufgabe der Streitkräfte. „Die Soldatinnen und Soldaten sind im Besonderen dafür da, um Heimat zu schützen und Deutschland zu verteidigen. Verteidigen heißt, dass sie das machen, was Soldaten gemeinhin leisten – mit der Waffe bestimmte Räume und Infrastruktur sichern im Spannungs- oder Verteidigungsfall“, erklärte Brigadegeneral Andreas Henne, Stellvertretender Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben beim Medientag zum FWD Heimatschutz in Berlin.

Rund 9.000 junge Frauen und Männer hatten sich für den neuen Heimatschutzdienst beworben, etwa 1.000 Plätze stehen in diesem Jahr zur Verfügung. Nach der Allgemeinen Grundausbildung geht es mit der Spezialausbildung in Wildflecken, Delmenhorst und Berlin weiter. Wenn die Soldatinnen und Soldaten dann ausscheiden, werden sie in eine sechsjährige Grundbeorderung überführt. In dieser Zeit können sie dann die weiteren fünf Monate als Reservistendienst ableisten, um das Jahr für Deutschland vollzumachen.

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