DAS MAGAZIN

Monatlich informieren wir unsere Mitglieder mit der loyal über sicherheitspolitische Themen. Ab sofort können Mitglieder auch im Bereich Magazin die darin aufgeführten Artikel lesen!

Mehr dazu
DER VERBAND

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) hat mehr als 115.000 Mitglieder. Wir vertreten die Reservisten in allen militärischen Angelegenheiten.

Mehr dazu
MITGLIEDSCHAFT

Werden Sie Teil einer starken Gemeinschaft

Mehr dazu

Neue Impulse für die Arbeit an der Basis




Die Kreis- und Bezirksorganisationsleiter des Reservistenverbandes sind die ersten Ansprechpartner aller Angehörigen der Reserve und unserer Mitglieder. Die Männer und Frauen in den bundesweit mehr als 100 Geschäftsstellen sind kompetente Berater in allen Fragen rund um den Reservistendienst und gleichzeitig engagierte Unterstützer der Arbeit unserer ehrenamtlichen Mandatsträger.

Für ihre Arbeit sind sie auf aktuelle Sachstände aus Verband und Bundeswehr angewiesen. Die jährliche Tagung der Organisationsleiter dient daher der Schaffung gemeinsamer Abholpunkte, aber auch zur Erörterung von Fragen und Problemen, welche die Basis des Verbandes derzeit beschäftigen.

Tradition kann nicht verordnet werden
Aktuelle Impulse aus der Debatte um die Traditionslinien der Bundeswehr lieferte Oberst i.G. Sven Lange, Referatsleiter Führung Streitkräfte III 3. Sein Referat ist federführend für die Neufassung des Traditionserlasses der Bundeswehr. In seinem Vortrag stellte der Historiker den Prozess der Überarbeitung vor. Hierbei sollen analog zum Weißbuch-Prozess möglichst viele Akteure in der Bundeswehr mitgenommen werden – "ein Traditionserlass par ordre du mufti sei von Anfang an zum Scheitern verurteilt", so Lange.  Die eigene Geschichte der Bundeswehr biete vielen traditionswürdige Vorbilder und müsse stärker herausgestellt werden. So bedauerte Lange, dass beispielsweise die hunderttausenden deutschen Soldaten, die während des Kalten Krieges zum alliierten Abschreckungspotential beitrugen, keine umfassende Würdigung erhielten. Viele heutige Reservisten taten ihren Dienst vor der deutschen Wiedervereinigung. Auch sie sind aufgerufen, ihren Beitrag zum neuen Traditionserlass zu leisten.

Präsident Veith im direkten Gespräch
Neben aktuellen Informationen aus den Sachgebieten der Bundesgeschäftsstelle lag der Schwerpunkt des zweiten Tages in der offenen Diskussion mit dem Präsidenten Oberst d.R. Oswin Veith MdB. Dieser bestärkte die Teilnehmer in seinem Vortrag in der engen Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern und Ehrenamt und illustrierte seine verbandspolitischen Visionen. Er erläuterte u.a. seine Vision von den Landesregimentern, in denen langfristig je Bundesland zwischen 750 und 2.000 Reservistinnen und Reservisten dienen und so beispielsweise bei Katastrophen und schweren Terrorlagen als Unterstützung der Kräfte in der Sicherheitsvorsorge eingesetzt werden sollen. Die Idee wird derzeit konzeptionell ausgearbeitet. Veith würdigte zudem die Leistungen der Bundesministerin der Verteidigung und kritisierte die unsachgemäße und fehlgeleitete Kritik an ihrer Person scharf.

Neues aus der Bundeswehr
Für die Arbeit der Organisationsleiter vor Ort ist es unabdingbar, in Fragen der beorderten und beorderungsunabhängigen Reservistenarbeit stets auf dem neuesten Stand zu sein. Nur so können sie den Reservistinnen und Reservisten in ihrer Region bei Fragen, Problemen und bei der Durchführung von Veranstaltungen und Ausbildungen unter die Arme greifen.  Am dritten Tag der Tagung hatten die Teilnehmenden daher die Gelegenheit, sich mit einem Vertreter des Kompetenzzentrums für Reservistenangelegenheiten über praktische Fragen des Reservistendienstes und der beorderungsunabhängigen Reservistenarbeit auszutauschen. Fregattenkapitän Torsten Wenig stand Rede und Antwort zu Fragen rund um Übungstage, die "Pflichtvorsorge Lärmschutz" und die Ausbildung von Funktions- und Leitungspersonal auf Standortschießanlagen.

Zum Abschluss stellte sich die neue Leitung der Bundesgeschäftsstelle den Teilnehmenden vor. Der zukünftige Bundesgeschäftsführer Oberstleutnant d.R. Christoph Max vom Hagen und sein Stellvertreter und Abteilungsleiter Reservistenarbeit Hauptmann d.R. Johannes Conrad. Beide brachten ihre Freude über die künftige Zusammenarbeit mit dem haupt- und ehrenamtlichen Personal zum Ausdruck.


Oliver Teige

Bild oben:
Oberst d.R. Oswin Veith MdB, Präsident des
Reservistenverbandes, spricht bei der Tagung
der Organisationsleiter in Halle.
(Foto: Oliver Teige)

Zweites Bild:
Oberst i.G. Sven Lange,
Referatsleiter Führung Streitkräfte III 3
(Foto: Oliver Teige)

Drittes Bild:
Teilnehmer der Tagung.
(Foto: Oliver Teige)

Bild unten:
Der zukünftige Bundesgeschäftsführer
Christoph Max vom Hagen,
hier noch als Major d.R.,
inzwischen zum Oberstleutnant d.R. befördert.
(Foto: Oliver Teige)

Verwandte Artikel
Die Reserve

DRM: Team Hessen 1 gewinnt für Martin Hammer

Der Gewinner der Deutschen Reservistenmeisterschaft (DRM) steht fest – und so emotional war es wohl noch nie: Team Hessen 1...

25.06.2022 Von Redaktionsteam DRM
Die Reserve

DRM: Militärpatrouille wird zum „Wasser-Marsch“

Nach der Hitzeschlacht in der Senne zum Auftakt der Deutschen Reservistenmeisterschaft (DRM) gab es am (heutigen) Freitag die große Abkühlung....

24.06.2022 Von Redaktionsteam DRM
Allgemein

Bundeswehr und Reserve - Newsblog KW 25

Was berichten die Medien in dieser Woche über die Bundeswehr und ihre Reserve? Welche Themen stehen auf der sicherheitspolitischen Agenda?...

24.06.2022 Von Sören Peters