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Die Reserve

Neue Schießausbilder für Reserve und aktive Truppe




Reservisten und Aktive wurden gemeinsam zu Schießausbildern weitergebildet.

Quelle: JgBtl 921

Zusätzliche Schießausbilder haben das nicht-aktive Jägerbataillon 921 und die 5. Kompanie des Versorgungsbataillons 7, ebenfalls nichtaktiv, in ihren Reihen. Gemeinsam mit aktiven Soldatinnen und Soldaten haben sich die Reservisten zu Schießausbildern für Handwaffen weiterbilden lassen. Der zweiwöchige Lehrgang fand im Februar in Unna statt. „Die tiefe Integration in die aktiven Verbände ist ein wichtiger Baustein für den Erfolg der Reserve in der Panzerbrigade 21“, heißt es dazu in einer Mitteilung des Jägerbataillons.

Die Qualifikation zum Schießausbilder Handwaffen ist eine der zentralen Funktionen für den militärischen Führer. Mit der Durchführung des Lehrgangs nach dem neuem Schießausbildungskonzept unter der   Regie   des   Versorgungsbataillons 7 haben das JgBtl 921 und die 5./VersBtl 7 nun weiteree Ausbilder in ihren Reihen. Während diese Ausbildung vormals fester Bestandteil der Laufbahnausbildung an den Offizier- und Unteroffizierschulen der Teilstreitkräfte war, musste der Abschnitt inzwischen Unterrichten in Methodik und Didaktik weichen. Der sich einstellende und bis heute spürbare Mangel an für das Leiten von Schulschießen und die Schießausbildung der unterstellten Soldaten qualifizierten Dienstgraden, wurde jedoch schnell zum Problem, für das die Truppe eine Lösung finden musste. Erfahrende Kameraden, die im Rahmen eines sechswöchigen Lehrgangs zum Schießlehrer Handwaffen (zum Beispiel an der Infanterieschule Hammelburg) die entsprechende Kompetenz erworben haben, führen mittlerweile die Lehrgänge für Schießausbilder auf Truppenebene durch.

Ausbildung nach dem neuen Schießausbildungskonzept in Rheine. (Quelle: JgBtl 921)

Die Versorger der Panzerbrigade 21 „Lipperland“ am Standort Unna verfügen mit der relativ jungen 5./VersBtl 7 über eine nichtaktive Kompanie, in der sich Reservisten, besonders mit logistischem Hintergrund, eine militärische Heimat finden. Die Fähigkeiten der Kompanie gehen jedoch über das klassische Versorgergeschäft hinaus. In Person von Oberstabsfeldwebel d.R. Martin Ellenberger als Kompaniefeldwebel verfügt die Kompanie über einen erfahrenen Unteroffizier mit Portepee und hochqualifizierten Schießlehrer. Mit seiner Erfahrung bei den Fernspähern und bei den Heeresbergführern hat er auch auf seinem derzeitigen Beorderungsdienstposten nicht den Fokus für das soldatische Kernhandwerk verloren. Im Rahmen eines zweiwöchigen Lehrgangs, bestehend aus den Modulen A (Leitender Schulschießen) und B (Schießausbilder), bildet er Kameraden für diese wertvolle Qualifikation aus.

Sicherheit steht an erster Stelle

Beim letzten Durchlauf in Unna bestand der Hörsaal aus 20 Kameraden, von denen rund ein Drittel aus dem Fernmeldezug der aktiven 1./VersBtl 7 stammten und sich der Rest aus Reservisten der 5./VersBtl 7 und des Jägerbataillons 921 (na) aus Schwarzenborn zusammensetzte. Für die praktische Ausbildung wurde die Sammelstandortschießanlage in Rheine genutzt. Hier wurden alle Übungen der Nahbereiche I-III, Wertungs-, Wach-, und Sonderübungen mit den gängigen Handwaffen der Bundeswehr trainiert und die verschiedenen Funktionen beim Schulschießen, über die Verantwortung des Leitenden bis zu den Tätigkeiten des Schreibers, immer wieder geübt. Für das Bestehen des Lehrgangs war nicht nur das Schießergebnis ausschlaggebend. „Für mich ist entscheidend, dass Ihr immer alles, was sicherheitsrelevant ist im Auge behaltet. Ich muss das Gefühl haben, Euch mit gutem Gewissen auf die Menschen loslassen zu können“, sagte Ellenberger.

Nach zwei Wochen ging ein intensiver, aufschlussreicher und auch zuweilen heiterer Lehrgang zu Ende und entließ die frisch gebackenen Schießausbilder wieder in ihre Truppenteile. „Neben der fachlichen Qualifikation hat besonders der Austausch mit Kameraden aus anderen Truppenteilen der Reserve   besseres   Verständnis   für   die   Einsatzgrundsätze einen bleibenden Eindruck hinterlassen“, resümiert das JgBtl 921.

Mitmachen

Die nichtaktive 5. Kompanie des Versorgungsbataillons 7 am Standort Unna bietet Beorderungsmöglichkeiten für Reservisten mit logistischem Hintergrund. Besonders gesucht sind Inhaber militärischer Fahrerlaubnisse aller Klassen. Interessenten können unter VersBtl75.Kp@bundeswehr.org Verbindung aufnehmen.

Das JgBtl 921 (na) gehört mit seinen rund 650 Dienstposten zu den größten Ergänzungstruppenteilen des Heeres und bietet attraktive Beorderungsmöglichkeiten und Übungsvorhaben. Als Ansprechpartner steht das Kaderpersonal S1 JgBtl 1/921 zur Verfügung. Wer einen ersten persönlichen Eindruck vom Jägerbataillon 921 gewinnen möchte und sich über seine Möglichkeiten informieren will, kann sich im Vorfeld unter interesse@jgbtl921.de an den Freundeskreis wenden.

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