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Die Reserve

Neuer Dienstgrad und neue Aufgabe für Pascal Kober

Der Stellvertreter des Präsidenten des Reservistenverbandes, Pascal Kober MdB, ist frischgebackener Oberleutnant der Reserve. Zudem wurde er als Beauftragter der Bundesregierung für die Anliegen von Betroffenen von terroristischen und extremistischen Anschlägen im Inland bestellt.

Pascal Kober MdB (r.) wurde nun zum Oberleutnant d.R. befördert.

Foto: Bundeswehr/Katharina Roggmann

beförderungpräsidium

Einen neuen Dienstgrad hat Pascal Kober MdB. Er ist einer der beiden Stellvertreter des Präsidenten des Reservistenverbandes. Bei einer Reservedienstleistung an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg wurde er kürzlich zum Oberleutnant der Reserve befördert. Der vormalige Militärseelsorger der Bundeswehr im Rang Schütze durchlief in den vergangenen Jahren die Reserveoffiziersausbildung und erhielt nun seinen Offiziersrang verliehen. „Für die Beförderung zum Oberleutnant der Reserve der Bundeswehr bin ich außerordentlich dankbar. Es ist etwas Besonderes, der Bundesrepublik Deutschland zu dienen und einen so wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. Mit meiner erneuten Wahl in den Bundestag 2017 wurde ich als Militärseelsorger beurlaubt. Da ich den Kontakt zur Truppe halten wollte, interessierte ich mich für den Weg des Seiteneinstiegs in die Laufbahn der Reserveoffiziere und entschied mich dann dafür“, sagt Kober.

Militärpfarrer haben in der Bundeswehr einen zivilen Status, also keinen Dienstgrad. Das hieß für Kober: Alles auf Anfang, Beginn der Ausbildung als Schütze. Die Bundeswehr benötigt Personal mit bestimmten abgeschlossenen Studiengängen, nimmt aber auch Personal mit abgeschlossenen Hochschulabschlüssen in den Reservedienst auf, ohne bereits eine bestimmte Verwendung bei der Einstellung festgelegt zu haben. „Daher entschied sich meine Beorderung auch erst am Ende der Ausbildung, die ich nach mehreren Präsenzmodulen an der OSH, in Appen und Volkach und bei Online-Unterricht und im Selbststudium, im vergangenen Juni nach drei Jahren abgeschlossen habe. Die Erfahrung, die ich während der Ausbildung zum Offizier in Reserve sammeln durfte, kann ich zusammenfassend beschreiben als herausfordernd, spannend, interessant, wertvoll und persönlich gewinnbringend. Ich hatte die Gelegenheit, großartige Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen kennenzulernen – vom IT-Experten über den Profisportler bis hin zu Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen“, berichtet Kober. „Das Programm, das ich durchlaufen habe, wurde zu Evaluierungszwecken ausgesetzt. Persönlich kann ich sagen, dass ich es sowohl in Präsenz als auch in digitaler Form als sehr positiv und abwechslungsreich empfunden und erlebt habe. Besonders der Zusammenhalt in der Truppe, die Kameradschaft, die Betreuung und das hochmotivierte Unterrichtspersonal während der Ausbildung hinterließen einen bleibenden Eindruck bei mir und machen mich stolz, ein Teil davon zu sein. Der Bund zeigt, was Gemeinschaft ist – für aktiv Dienende, ebenso wie für Reservisten.“

Hilfe für Betroffene

Neben seiner Beförderung wurde Kober zum Beauftragten der Bundesregierung für die Anliegen von Betroffenen von terroristischen und extremistischen Anschlägen im Inland bestellt. Während die Bundeswehr für die Versorgung ihrer an Seele und Körper Verwundeten auf eigene Strukturen zugreifen kann, gibt es so etwas im Zivilen nicht. Hier setzt Kober an: „In erster Linie ist es mir ein wichtiges und persönliches Anliegen, den Betroffenen von terroristischen und extremistischen Anschlägen im Inland zur Seite zu stehen und sie nahtlos und unkompliziert zu unterstützen.“

In den Ämtern und Behörden gibt es fachliche Zwänge und Verfahrensabläufe, unter denen alle Seiten leiden, findet der Abgeordnete. „Hier möchte ich gerne in den kommenden Jahren ansetzen, damit die Unterstützung unseres Staates zukünftig noch besser funktioniert und wirklich als solche wahrgenommen wird. Ich bin mir der großen Aufgabe und Verantwortung bewusst und stelle mich ihr mit großem Respekt. Wir haben im Koalitionsvertrag festgehalten, dass der 11. März nationaler Gedenktag für die Opfer terroristischer Gewalt wird. Ich setzte mich nachdrücklich dafür ein, dass die Umsetzung bereits in diesem Jahr erfolgt.“

Der Reservistenverband gratuliert Pascal Kober MdB zu seiner Beförderung und seiner Bestellung als Bundesopferbeauftragter.

Hintergrund Bundesopferbeauftragter

Der Bundesopferbeauftragte ist zentraler Ansprechpartner auf Bundesebene für die anschlagsbezogenen Anliegen von Hinterbliebenen, Verletzten, Tatzeuginnen und Tatzeugen, Ersthelferinnen und Ersthelfern, Besitzerinnen und Besitzern von Geschäften oder Einrichtungen, die durch das Anschlagsgeschehen zu Tatorten wurden, sowie von sonstigen Betroffenen. Er vermittelt in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen praktische, finanzielle und psychosoziale Hilfen und unterstützt die Betroffenen im Umgang mit Behörden. Der Bundesopferbeauftragte ist zudem „politische Stimme“ der Betroffenen und setzt sich im Rahmen von Gesetzgebungsverfahren und sonstigen Vorhaben sowie in der Öffentlichkeit für die Interessen der Betroffenen ein.

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