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Neuer Kompetenzgewinn gemäß neuSAK




Eine Abkürzung, die in der Bunderwehr mittlerweile allgegenwärtig ist, ist neuSAK – doch wofür steht neuSAK eigentlich? Diese Abkürzung steht für „neues Schießausbildungskonzept“ und basiert auf der aus dem Jahr 2010 stammenden Regelung „Neues Schießausbildungskonzept für das Schießen mit Handwaffen und Panzerabwehrhandwaffen (neuesSAK)“. Gemäß dieser Regelung bzw. dieses Konzeptes ist die Schießausbildung der aktiven Soldaten und der Reservisten modular aufgebaut. Eine wesentliche zu vermittelnde Kompetenz ist das Nahbereichsschießen auf kurze und kürzeste Distanzen, die eigentliche neuSAK-Komponente. Für nicht beorderte Reservisten folgt die Umsetzung dieses Konzeptes bis jetzt so gut wie gar nicht.

Das Landeskommando Hessen führte im Mai 2019 an den Standorten Kassel und Fritzlar mit Unterstützung durch den FwRes (Kassel) und der Geschäftsstelle Kassel des Reservistenverbandes eine erste Veranstaltung neuSAK für  beorderungsunabhängige Reservisten mit den Handwaffen Pistole (P 8) und Gewehr (G 36) durch.
Die Teilnehmer durften dabei zuerst Inhalte der Ballistik, der Schieß- und Munitionslehre wiederholen, bekamen die theoretischen Grundlagen des neuSAKs vermittelt, bevor sie die entsprechenden Abläufe am Ausbildungsgerät Schießsimulator Hand- und Panzerabwehrwaffen (AGSHP) in Fritzlar trocken übten und vertieften. Höhepunkt der Ausbildung war aber natürlich die scharfe Schussabgabe auf der Standortschießanlage in Fritzlar. Während der dreitägigen praktischen Ausbildung begannen die Teilnehmer mit den statischen Übungen und steigerten sich immer mehr bis zu den komplexeren Übungen. Mit Hilfe und dank der sehr guten und motivierten Ausbilder, Hauptfeldwebel Bley aus der Reservistenkameradschaft Südringgau, Hauptfeldwebel Aydemir (beordert im FJgRgt 2) und Stabsunteroffizier Schellhase (1. Stellv. Vorsitzender der Kreisgruppe Kurhessen) konnten dabei alle Teilnehmer die Übungen des Nahbereichs 1 sowohl mit der Pistole P 8 als auch mit dem Gewehr G 36 erfolgreich ablegen.

Hervorzuheben ist dies, weil die Schießübungen gemäß neuSAK erheblich komplexer sind, einen höheren Munitionsansatz haben und damit auch zeitaufwändiger sind. Folge hieraus ist unter anderem, dass während der kompletten Ausbildung fast 1.350 Schuss Pistolenmunition und 3.475 Schuss Gewehrmunition verbraucht wurden, was im Schnitt 480 Schuss pro ausgebildeten Soldaten entspricht.

Die hohe Motivation und die sehr guten Leistungen und Ergebnisse der Soldaten zeigen aber, dass sich dieser Aufwand durchaus gelohnt hat. Wichtig ist nur, dass diese Pilotveranstaltung auch die Initialzündung für weitere Veranstaltungen gewesen ist. Wichtig ist zudem, dass über die Ausbildung von grundbefähigten Reservisten zum Schießausbilder neuSAK auch die Basis geschaffen wird, um im Rahmen von dienstlichen Veranstaltungen (DVag) für nicht beorderte Reservisten – gemäß dem Motto „Reservisten bilden Reservisten“ aus – eine flächendeckendere Ausbildung und damit ein Kompetenzgewinn gemäß neuSAK erreicht wird.

 

 

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