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Noch ein Jahr: Prinz Harry freut sich auf Invictus Games in Deutschland




Freuen sich auf die Invictus Games 2023: Projektleiter Brigadegeneral Alfred Marstaller, Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller, Prinz Harry, Duke of Sussex, seine Frau Herzogin Meghan, die Parlamentarische Staatssekretärin Siemtje Möller und Generalleutnant Markus Laubenthal, Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr.

Foto: Sören Peters

Invictus Games

In gut einem Jahr starten in Düsseldorf die Invictus Games. Vom 9. bis zum 16. September 2023 kämpfen rund 500 Sportlerinnen und Sportler aus 21 Nationen um Gold, Silber und Bronze. Für viele von ihnen jedoch ist schon die Teilnahme an den paralympischen Spielen für versehrte Soldatinnen und Soldaten ein Erfolg. Der Sport hat ihnen den Weg in ein normales Leben ermöglicht, ihnen die Kraft gegeben zum Weitermachen, trotz Handicap. Davon zeugt auch das Motto der Invictus Games: A home for respect.

„Im Kern geht es bei den Invictus Games darum, unseren Soldatinnen und Soldaten mit dem Respekt zu begegnen, den sie verdienen. Sie sollen nicht nur eine Plattform, sondern ein Zuhause bekommen – einen sicheren und unterstützenden Ort, um der Welt zu zeigen, wer sie sind und was in ihnen steckt“, sagte Prinz Harry, Duke of Sussex. Er ist der Gründer der Invictus Games und der Schirmherr der Invictus Games Foundation.

„Die ganze Familie trägt die Uniform“

Um sich ein Bild von der Stadt und den Sportstätten zu machen – und um die Werbetrommel für die Invictus Games zu rühren – war Harry gemeinsam mit seiner Frau, Herzogin Meghan, nach Düsseldorf gekommen. Auf dem Programm: Empfang im Rathaus, Schifffahrt auf dem Rhein mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern und anschließend ein Medientermin im Düsseldorfer Stadion. „Die Spiele verbinden Menschen mit und ohne Uniform, das ist keine Selbstverständlichkeit“, sagte Harry auf der Bühne in der Arena. „Wenn jemand eine Uniform anzieht, trägt diese die ganze Familie.“ Neben den Athletinnen und Athleten kommen bei den Invictus Games auch rund 1.000 Familienangehörige und Freunde der Versehrten zusammen.

Prinz Harry spricht beim Medientermin in der Düsseldorfer Arena. Im Hintergrund: die Parlamentarische Staatssekretärin Siemtje Möller, Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller und Generalleutnant Markus Laubenthal, Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr. (Foto: Sören Peters)

Trotz des straffen Programms war Prinz Harry die Vorfreude auf die Spiele anzumerken. Er zeigte sich beeindruckt von der Arbeit, die das Projektteam bereits in die Spiele investiert hat. „Wenn ich an die Invictus Games vor der Rheinufer-Kulisse denke, bin ich ganz aufgeregt“, sagte er. Auch in Düsseldorf steigt die Spannung. „Aufgeben ist keine Option“ steht auf zahlreichen Werbeplakaten in der Stadt. Dazu verkehrt eine Straßenbahn mit Sonderlackierung auf den Linien der Rheinbahn.

Baustein in der Veteranenstrategie

Die Ausrichtung der Invictus Games in Deutschland ist ein Baustein in der Veteranenstrategie des Verteidigungsministeriums. „Diese Menschen sind bereit, für politische Entscheidungen ihr höchstes Gut einzubringen: ihre Gesundheit“, sagte Siemtje Möller, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium der Verteidigung. „Oft werden Soldatinnen und Soldaten nicht als Teil der Gesellschaft, als Individuen gesehen. Es geht um Menschen, die in der Mitte der Gesellschaft stehen, die ihrem Land dienen, den Frieden bewahren, andere schützen und für unsere Demokratie einstehen. Wir wollen unseren Soldatinnen und Soldaten die Aufmerksamkeit schenken, die sie verdienen.“

Gemeinsam mit zwei ehemaligen Teilnehmerinnen, Steffi Schenke, ihrem Begleithund „Loki“ und Lorraine Grosse-Fintrop enthültten Harry und Meghan vor dem Düsseldorfer Rathaus das Motto für die Invictus Games: A home for respect. (Foto: Sören Peters)

Der Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr, Generalleutnant Markus Laubenthal, stellte bei dem Termin die Veteranenarbeit des Ministeriums vor, insbesondere verwies er hierbei auf das Netzwerk der Hilfe und auf das Angebot der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf, wo Einsatzversehrten mit Sport und psychologischer Betreuung der Weg in einen halbwegs normalen Alltag geebnet wird.

Inklusive Kraft des Sports nutzen

Die inklusive Kraft des Sports betonten Stabsfeldwebel Stefan Huss, Kapitän des deutschen Teams, und der paralympische Leichtathlet Felix Streng. Beide sind Botschafter der Invictus Games in Deutschland. „Der Sport spricht seine eigene Sprache und hilft jedem auf seine eigene Weise, zu rehabilitieren“, sagte Streng. „Ich freue mich auf Begegnungen auf Augenhöhe von Menschen mit und ohne Handicap.“

Stabsfeldwebel Stefan Huss und Paralympics-Sieger Felix Streng sind Botschafter für die Invictus Games in Deutschland. (Foto: Sören Peters)

„Als Bundeswehr sind wir als Gastgeber in einer besonderen Verantwortung. Mit einem weltoffenen und gastfreundlichen Umfeld werden die Invictus Games 2023 zu einem einmaligen Ereignis. Unsere Gäste sollen sich willkommen und wohl fühlen“, schreibt Verteidigungsministerin Christine Lambrecht in einem Tagesbefehl. „Und wir wollen von Düsseldorf aus eine Debatte über die Anerkennung von Soldatinnen und Soldaten in unserer Gesellschaft anstoßen.“

Als Volunteer zum Erfolg der Spiele beitragen

Für die Invictus Games 2023 suchen die Veranstalter rund 2.000 freiwillige Helferinnen und Helfer („Volunteers“). Sie sollen je nach ihrem Fähigkeitsprofil unter anderem im Kartenverkauf, in der Technik, in der Kinderbetreuung oder in der Ersten Hilfe unterstützen. Eine vollständige Beschreibung aller Einsatzbereiche und Anforderungsprofile finden Interessierte auf der Webseite der Invictus Games. Bewerberinnen und Bewerber können im Registrierungsportal spezielle Fähigkeiten und drei Wunscharbeitsbereiche angeben, in die sie das Projektteam nach Möglichkeit einteilt. Alle Volunteers sind für die gesamten Spiele akkreditiert und haben unter anderem Zutritt zur Eröffnungs- und Abschlussfeier. Die Verpflegung während des Einsatzes ist gewährleistet, zudem erhalten alle Volunteers nach dem Einsatz ein Zertifikat. Das Bewerberportal ist bis Ende Oktober geöffnet.

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