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Noch mehr Substanz in der Veteranenpolitik gefordert




Der Reservistenverband reagiert auf das Diskussionspapier zur Veteranenpolitik des Verteidigungsministers Thomas de Maizière und fordert in einem Brief an ihn, dass grundsätzlich keine Zweiklassengesellschaft aufgebaut werde dürfe.

"Wir müssen alle Soldaten der Bundeswehr ansprechen, also nicht nur diejenigen, die im Einsatz waren, sondern auch diejenigen, die ihrem Land zu Hause loyal und treu gedient haben", sagt der Präsident des Reservistenverbandes, Roderich Kieswetter MdB und erklärt weiter: "Jeder, der sich als Veteran fühlt, soll sich Veteran nennen dürfen."

"Wir können nur empfehlen, auf eine ministerielle Definition des Begriffes "Veteranen der Bundeswehr" zu verzichten. Eine Definition ist immer eine Abgrenzung und damit gleichzeitig auch eine Ausgrenzung", sagt der Präsident. Der Reservistenverband möchte in seiner kameradschaftlichen Grundausrichtung keine Grenzen ziehen, sondern Heimat für alle Reservisten bieten, so der Bundestagsabgeordnete.

Aus dem Diskussionspapier des Ministers geht weiter hervor, dass die gesellschaftliche Würdigung der Leistungen aller Veteranen der Bundeswehr zu fördern und zu erhöhen sei. Im Vordergrund sollen dabei allerdings weniger materielle Leistungen stehen als "praktische Betreuung und Unterstützung" sowie eine "ideelle Würdigung". Vor diesem Hintergrund schlägt der Reservistenverband nicht einen konkretisierten Veteranentag vor, sondern vielmehr einen Tag der Anerkennung, um das Engagement des Bundeswehr (Streitkräfte, zivile Mitarbeiter, Reservisten/Veteranen) in und für Deutschland angemessen zu würdigen.

"Wir können uns darüber hinaus vorstellen, Reservistenarbeitsgemeinschaften (RAG) "Veteranen" zu gründen – virtuell im Internet und regional – die dem Einzelnen die Möglichkeit bieten, kameradschaftlich eingebunden zu sein und gleichzeitig individuell auf seine Erfahrungen ausgerichtet sind, die ihn aus seiner Sicht zu einem Veteranen machen", so Kiesewetter.

Tag der Anerkennung soll Dienstleister an der Gesellschaft würdigen
Der vom Reservistenverband angeregte Tag der Anerkennung soll das Engagement all derjenigen würdigen, die sich für das Gemeinwohl und damit für die Belange jedes Einzelnen stark machen. Ob als Reservist oder als Mitglied bei der Feuerwehr, beim Technischen Hilfswerk, beim Deutschen Roten Kreuz oder einer der zahlreichen anderen Organisationen, die sich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen. Kurzum: Ein Tag für alle, die den Aufruf "Tu was für Dein Land" mit Leben füllen, sei es in Flecktarn oder in Zivil.

"Über den Tag der Anerkennung möchte ich unsere Regierung und unsere Zivilgesellschaft ermutigen, Wertschätzung all denjenigen auszusprechen, die sich unter Einsatz ihres Lebens, aber auch freiwillig engagiert, in ihrer Freizeit für Mitmenschen und unser Land einsetzen", erklärt der Präsident des Reservistenverbandes, Roderich Kiesewetter.

Mehr Informationen und Abstimmung unter:

https://www.dialog-ueber-deutschland.de/ql?cms_idIdea=14677
oder
http://tinyurl.com/7pnrsfl

(red)

Bild oben:
Roderich Kiesewetter,
Präsident des Reservistenverbandes.
(Foto: Hans-Christian Plambeck)

Bild unten:
Verteidigungsminister
Thomas de Maizière.
(Foto: Bundeswehr/Wilke)

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